Weihnachtsveranstaltung 2015 

Die Feier fand am Donnerstag, dem 10. Dezember 2015, um 18.00 Uhr im Kammerhofmuseum statt. Nach der Begrüßung durch Direktor August Mayer informierte Dir. Ingrid Spitzbart über die aktuelle Krippenausstellung. Danach konnten die Exponate vor Ort in Augenschein genommen werden. Musikalische Klänge und lustige Lesungen trugen zur entspannten Stimmung an diesem Abend bei. Der Musealverein konnte wieder Geschenke an das Museum übergeben: Frau Anneliese Oppelt spendete dafür zwei tolle Keramikfiguren und Ehrenobmann Willy Pelikan Dokumente aus dem Nachlass des Gmundner Komponisten August Pepöck. Bei Punsch, Tee und Christstollen klang die Feier aus.

 


Ehrenobmann Willy Pelikan übergibt die Pepöck-Dokumente

„Die Geschichte der evangelischen Kirche zu Gmunden - Ist das Erbe gefährdet?"
Zu diesem Thema sprach Brigadier Dr. Rainer Pelikan-Plauenwald am 7. Oktober 2015 im Rahmen eines Vortrages des Musealvereins im Kammerhofmuseum Gmunden.
Er begann seinen Vortag mit Erklärungen zu Unterschieden zwischen der evangelischen und katholischen Glaubensauffassung. Dann lieferte er Fakten zur Geschichte der evangelischen Gemeinde in Gmunden. Die Zahl der evangelischen Gmundnerinnen und Gmundner war im 16. und 17. Jahrhundert sehr hoch. Im damaligen Friedhof (= „Gottesacker“) befand sich nördlich der katholischen Pfarrkirche und der Stadtmauer ein von den Lutheranern Ende des 16. Jahrhunderts erbautes Bethaus. Im Kirchenraum gab es in dessen Glanzzeit nach 1600 über 1.200 Sitzplätze. Für einige Jahre wurde die Pfarrkirche auch von den evangelischen Gläubigen zum Gottesdienst benutzt. Es gab ab 1868 ein Bethaus aus Holz in der Bahnhofstraße im Bereich des späteren Eggenbergerkellers. Die heutige evangelische Kirche wurde in den Jahre 1871 bis 1876 im neugotischen Stil nach Plänen von Karl Hermann Wehrenfennig erbaut. Die evangelische Gemeinde wurde 1870 in Gmunden gegründet (vorher gehörte man zur Gemeinde Rutzenmoos). Zwei Jahre später kam König Georg der V. von Hannover mit seinem Hofstaat nach Gmunden. Diese Zuwanderung erhöhte die Zahl der Gmundner Evangelischen schlagartig. Der König beteiligte sich auch tatkräftig bei der Finanzierung der neuen Pfarrkirche. Dr. Pelikan zeigte auch Bilder von der Inneneinrichtung, vor allem vom fünfteiligen Altar, von den herrlichen Glasfenstern und von der Kanzel. Die Schnitzarbeiten stammen von Gustav Göbel. Ferner brachte er Bilder von den zuständigen Pfarrern in Gmunden seit 1870. Im zweiten Teil nahm Dr. Pelikan aus seiner Sicht zum geplanten Kirchenumbau Stellung. Er erachtet diesen fürs nicht notwendig und warnte vor einer Zerstörung des denkmalgeschützten Kirchenbaues.
Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu diesem Vortrag gekommen. Das Bildmaterial entsprach leider nicht ganz den heutigen Anforderungen. Im Anschluss an den Vortrag gab es einen kleinen Umtrunk. Dieser bot die Gelegenheit, unterschiedliche Argumente und Meinungen auszutauschen.

Tagesfahrt 2015 nach Hallein
Keltenmuseum – Stadtrundgang – „Salina“ auf dem Dürrnberg  - Kaltenhausen
Die Route führte die 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 19. September 2015 über Bad Ischl, Fuschl, Hof und das Wiestal nach Hallein. Obmann August Mayer gab bei der Anfahrt einen kurzen Überblick über die keltische Zeit und Dr. Norbert Wimmer erläuterte die wichtigen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke und schilderte auch das Verdienst von Ing. Stern, der in Ebenau geboren wurde. Zunächst besuchte man in Hallein das Keltenmuseum. Interessante Gräber-, Bergwerks- und Siedlungsfunde sind gut angeordnet und erlauben auch dem Besucher Rückschlüsse auf die Lebensweise, die Gesellschaft, die Begräbniskultur, den Handel und auf das Handwerk der Kelten. Die Grabbeigaben sind oft aus Bronze, aber auch feinster Goldschmuck und Bernsteinschmuck sind zu sehen. Herrlich verzierte Dolche sind ausgestellt. Ein Hut aus Birkenrinde, Schuhe aus Leder und Reste von Kleidungsstücken sind interessante Exponate. Natürlich wird auch das Werkzeug zum Abbau des Salzes im Dürrnberg gezeigt. Das Highlight ist aber die 2500 Jahre alte Schnabelkanne mit ihren Fabelwesen als Verzierung.
Das Salz, das „Weiße Gold“ prägte die prähistorische und erzbischöfliche Salzgewinnung über viele Jahrhunderte. Der Salzgewinnung des Erzbischofes und des Kaiserhauses ist auch die Ausstellung im zweiten Stockwerk gewidmet.
Nach dem Mittagessen gab es einen interessanten Stadtrundgang, der unter anderem zum Wohnhaus und zum Grab von Franz Xaver Gruber, dem Schöpfer der Melodie unseres „Stille Nacht, heilige Nacht“ Liedes, führte.
Im Anschluss daran fuhr die Gruppe auf den Dürrnberg zum Keltendorf „Salina“. Dort versucht man mit Erfolg die Rekonstruktion von keltischen Wohngebäuden, einer Schmiede, einer Tischlerei, eines Hügelgrabes, eines Stollens usw. den Besuchern zu veranschaulichen.
Beleuchtete Bilder und Geräusche ergänzen die Ausstellungsgegenstände in den Hütten aus Flechtwerk.
Der Abschluss der gelungenen Reise fand im Bräustüberl in Kaltenhausen statt, dort sprach man noch ausgiebig über die Keltenzeit. 

 
Hallein mit der Pernerinsel


Führung im Keltenmuseum

  
Exquisite Ausstellungsstücke des Keltenmuseum (rechts: Kopien der Schnabelkannen)

   
Im Keltendorf Salina am Dürrnberg 

Besuch bei Dr. Schneditz und seinen Kanonen Juni 2015
Rechtsanwalt Dr. Michael Schneditz frönt einem nicht ganz alltäglichen Hobby: Er sammelt Kanonen. Sein Prunkstück, eine noch im Gebrauch befindliche Vorderlade-Kanone, hat er in einem Glashaus im Garten untergebracht und von dort wird sie bei den verschiedenen Einsätzen des k. und k. Herzog-Cumberland-Regiments zum Einsatz gerollt. Musealvereinsobmann August Mayer hat mit Dr. Schneditz für Freitag, den 19. Juni 2015 am Abend ein Treffen organisiert, zu dem sich 36 Besucher/-innen in den wunderbar gepflegten Parkgarten der Familie Schneditz eingefunden haben.
Dr. Schneditz berichtete zuerst über die Entstehung und die Geschichte der verschiedensten Kanonen. Dabei erfuhren die Besucher, dass die ersten Kanonen in China gebaut wurden. Bis aus den stehenden schweren Kanonen dann solche wurden, die man ins Feld mitnehmen konnte, vergingen jedoch noch einige Jahrhunderte. Nachdem Dr. Schneditz seine Vorderlader-Kanone erklärt hatte, wollte er sie auch vorführen. Damit man die Flugkurve der Kugel sehr gut erkennen konnte, wurde bei der Demonstration eine Mehlkugel abgeschossen. Danach konnten die Besucher noch weitere von Dr. Schneditz gesammelte Kanonen besichtigen.
Danach wurden die Teilnehmer/-innen noch sehr gastlich mit Wein, Bier und kleinen Imbissen bewirtet. Dabei ergaben sich noch interessante Gespräche.

 



Tagesfahrt  in den südböhmischen Raum Mai 2015
Am 30. Mai 2015 veranstaltete unser Verein eine Tagesfahrt in den südböhmischen Raum. 38 Personen nahmen daran teil. Auf der Anreise stellte Obmann August Mayer als Reiseleiter die Zielorte der Fahrt vor. Er informierte dabei u. a. über die Geschichte der Rosenburg, die Stadt Prachatice / Prachatitz und über das Leben und das Geburtshaus Adalbert Stifters in Oberplan. Konsulent Manfred Reingruber erklärte den Begriff „Goldener Steig“. Mit diesem Begriff wurde die alte Salzhandelsstraße bezeichnet. Sie führte einst von Tirol und Salzburg aus über Prachatitz nach Böhmen, und sie bescherte der Stadt Prachatitz einst Reichtum, zuletzt aber auch ihren Niedergang.
In Vyssi Brod / Hohenfurt stieg der tschechische Führer zu. In der gut erhaltenen über der Moldau gelegenen Rosenburg besichtigte die Gruppe die herrliche Kreuzrittergalerie, die Kapelle, verschiedene Prunkräume, vor allem die berühmte „Musiknische“ und den Rittersaal mit den vielen Waffen. Die Besucher waren von den Decken- und Wandverzierungen im Renaissancestil begeistert. Einige Räume waren mit Verzierungen im Stil des Manierismus ausgestattet. Die Legende von der „Weißen Frau“ wurde natürlich auch erzählt.
Nach dem Mittagessen am Lipnostausee besuchte die Gruppe die Stadt Prachatice. Besichtigt wurden das alte und neue Rathaus, das Museum, das Piseker Tor, das Hus-Haus…. Auf vielen Gebäuden waren gut erhaltene Sgraffito-Darstellungen zu bestaunen. Von diesen sind besonders berühmt der „Weiße Elefant“ am Fürstenhaus und die Allegorien am Zdiarsky-Haus. Dieses beherbergt jetzt das Stadtmuseum. Nach der Kaffeepause besichtigte die Gruppe Adalbert Stifters Geburtshaus in Oberplan / Horni Plana.
Obmann Mayer hatte auch die entsprechende Musik vorbereitet: So fuhr man mit den Klängen der „Slawischen Tänze“ und der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak „ Aus der neuen Welt“ übers Land. Entlang der Moldau wurde natürlich Bedrich Smetanas „Die Moldau“ gespielt. Vollauf begeistert vom südböhmischen Raum kehrte die Reisegruppe abends nach Gmunden zurück.


Vor und in dem Schloss Rosenburg
 
  Prachatice-Bilder


Stifters Geburtshaus in Obeplan

Fahrt zur Saisoneröffnung des Bartlhauses in Pettenbach April 2015
Am Samstag, den 25. April sind acht Interessierte nach Pettenbach zur Saisoneröffnung des Bartlhauses gefahren. Bei prachtvollem Frühlingswetter wurden dort fünf Künstler und ihre Ausstellungen von Wiener Kuratoren erklärt. Dazwischen spielte ein Klarinettenquartett klassische Musik und eine Bläsergruppe Volksmusik. Zu sehen sind: neben dem Heimatmuseum und der Druckwerkstatt „Scripturale Malerei“ von Klaudia Stöckl, „Japanische Kalligraphien“ von Junko Baba, „Der Elefant“ in Exlibris und „Kleinbildmalerei“ von Lotte König-Hollerwöger. Außerdem wurde ein neuer Marsch „Der Seisenburger“ vorgestellt. Er ist nach der Ruine Seisenburg bei Pettenbach benannt

Wege zur Erforschung der Geschichte der Stadt Gmunden
Geschichte und Historiographie zwischen Leidenschaft und Professionalität
Vortrag von Dr. Christian Dickinger am 1. April 2015
Zu diesem Vortrag lud der Musealverein am 1. April 2015 um 19.00 Uhr in unser Kammerhofmuseum. Es erschienen 82 interessierte Damen und Herren und Vertreter aller politischen Parteien sowie viele bekannte Persönlichkeiten unserer Stadt. Der Saal war zum Bersten voll, und es gab keine Sessel mehr, so mussten einige Gäste stehen.
Obmann August Mayer konnte auch Bgm. Mag. Stefan Krapf begrüßen. Dr. Dickinger ging im ersten Teil seiner Ausführungen auf die Geschichtsschreibung in den verschiedensten Jahrhunderten ein und erinnerte auch an die wichtigen griechischen Geschichtsschreiber. Im Mittelteil seiner Ausführungen beschäftigte sich Dickinger mit den Gmundner Chronisten Dr. Ferdinand Krackowizer, Bgm. Karl Piringer und Bgm. Erwin Herrmann und mit ihren Chroniken. Mag. Holger und Mag. Eckhard Höllwerth sowie Mag. Heinz Schießer bekamen für ihre Bücher von Dickinger großes Lob. Die Bücher wurden als sehr wichtige Beiträge über Gmundens Vergangenheit gewürdigt. Auch das vom Gmundner Musealverein herausgebrachte „Gmundner Taschenbuch“ wurde als gut gelungenes Heimatbuch lobend erwähnt.
Im Schlussteil des Referates präsentierte Dr. Dickinger seinen Vorschlag zur Gründung eines Vereines, der sich mit allen Fassetten der Geschichte unserer Stadt beschäftigen soll: mit den alten und neuen Medien, mit wichtigen Gebäuden, Plätzen, Persönlichkeiten, Institutionen, Vereinen, politischen Parteien und Entscheidungen der lokalen Politik usw. Auch Zeitzeugen sollten befragt werden und eine spezielle Homepage soll erstellt werden. Die Herausgabe von Schriften und Büchern und die Diplomarbeiten von Studenten, die sich mit der Historie Gmundens befassen, sollen auch finanziell gefördert werden. Im Spätherbst 2015 wird es erste Gespräche zur Vereinsgründung geben.
Im Anschluss an den Vortrag gab es bei Getränken noch viele Diskussionen und Gespräche in kleinen Gruppen.

Führung durch das Landschloss Ort März 2015
Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Jirikowski, der Direktor der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort (FAST), lud den Musealverein am Freitag, dem 27. März 2015, zu einer Führung durch das Landschloss ein. 68 Personen folgten der Einladung: die meisten waren Vereinsmitglieder, aber es waren auch einige Gäste darunter. Dr. Jirikowski und der Obmann August Mayer begrüßten die große Runde im Hof des Schlosses vor dem Schlossbrunnen mit dem Steinaufbau vom Schloss Scharnstein und dem Schmiedeeisengitter aus Komorn. Im Durchgang erklärte Dr. Jirikowski das Schleiss-Relief aus Keramik, das ursprünglich über dem Eingangstor angebracht war. Es erinnert an die „Hubertusstiftung“. Dann besuchte die große Gruppe die Bibliothek. Dort lieferte er eine Power-Point-Präsentation, in der die Besucher anhand eindrucksvoller Bilder über die Baugeschichte des Landschlosses, die verschiedenen Besitzer desselben, vor allem Johann Salvator, informiert wurden, und mit Hilfe der gezeigten Bilder einen ersten Eindruck von den Sehenswürdigkeiten und Schätzen „seines“ Schlosses bekamen.
Besonders eindrucksvoll waren dann beim Rundgang die alten bemalten Holzdecken, die Öfen und die Einrichtung bzw. die Wandtäfelungen in diversen Räumen. An den Holzdecken konnte man seltene Bilder vom Bauernkrieg, von der Pferdeeisenbahn und vom Schlossleben bewundern. Im Festsaal erklärte Dr. Jirikowski die Jagdbilder an den Wänden, die heute noch der Stiftung gehören. Sie stellen die verschiedenen Jagdarten in den Kronländern dar: Niederwildjagd, Hochwildjagd, Auerhahnjagd usw. Die romantisierenden Deckengemälde mit Pallas Athene und weiteren Göttinnen wurden auch eingehend betrachtet.
Im Anschluss daran besuchte man den neuen Trakt mit der Ausstellung von forstlichen Gegenständen und Modellen. Dr. Jirikowski legte im dort befindlichen Seminarraum den Bildungsauftrag der FAST dar und zeigte Bilder und Pläne von der zukünftigen Wirkungsstätte in Traunkirchen.





Diese Fotos hat uns dankenswerterweise Josef Thallinger zur Verfügung gestellt.

 
Ein Teil der Besucher im Innenhof des Schlosses

Krippenfahrt im Jänner 2015 in die Hagenmühle – „Ein ganzes Dorf als Weihnachtskrippe“
Am 10. Jänner 2015 machten sich 26 Teilnehmer des Musealvereines mit einem Bus auf in die Hagenmühle, einem Ortsteil von Kirchham, der im Tal der „Dürren Laudach“ am Zusammenfluss des Platzbaches und des Edlbaches liegt. Obmann August Mayer begrüßte alle Teilnehmer im Bus und stellte diese „Kripperlroas der besondern Art“ vor.
Alle Krippen sind vor den Häusern aufgestellt und liebevoll dekoriert. Es gibt Krippen in Vitrinen, in Baumstämmen, in Holzfässern, hinter den Fensterscheiben, im Holzstoß eingebaut usw. Alle sind beleuchtet und ein Christbaum ist aufgestellt. In der alten Kegelbahn ist eine Ausstellung mit weiteren 25 Krippen. Herr Prem, der 2008 dieses Projekt mit Herrn Lachberger initiierte, führte uns unter klarem Sternenhimmel von Haus zu Haus. Die Hl. Familie mit Schafen, Ochs, Esel und Verkündigungsengel steht im Mittelpunkt. Andere Figuren, wie man sie aus dem inneren Salzkammergut kennt, sind selten.
Die Krippenspende der Teilnehmer bekommt das „Zentrum für individuelle Berufsvorbereitung“, das Jugendliche mit Behinderungen - ab dem 14. Lebensjahr - in der alten Volksschule betreut.
Im Anschluss an den Rundgang setzte man sich im Gasthof Eder noch in gemütlicher Runde zusammen und hat die gewonnenen Eindrücke besprochen.








Die unterschiedlichsten Krippen waren im Freien zu bewundern.

Weihnachtsveranstaltung des Gmundner Musealvereines Dezember 2014
Das nebelige Wetter und die beleuchtete Innenstadt verbreiteten Adventstimmung, als am 4. Dezember 2014 über 60 Mitglieder ins Kammerhofmuseum kamen. Nach der Begrüßung durch Obmann August Mayer führte Frau Dir. Ingrid Spitzbart durch die Krippenausstellung 2014 mit dem Titel „ Das Kind in der Krippe - Erlöser der Welt“. Heimische Krippen und Krippen aus amerikanischen Ländern wie Chile, Peru, Mexiko usw. sowie aus Europa, Asien und Afrika konnten bewundert werden.
Der Obmann gab dann einen Überblick über die 11 Veranstaltungen, die der Musealverein im abgelaufenen Jahr organisiert hat. Dann überreichte der Obmann im Namen der Mitglieder die Geschenke an das Museum: 10 Keramiken von der Keramik Födinger (aus Privatbesitz), 2 Keramiken aus der Gmundner Keramik (bunte Blumenmuster), ein Zinnkrug aus der Zeit um 1700 von Rochus Kesselberger - einem Gmundner Zinngießermeister -, der von einem deutschen Sammler angekauft wurde, und schließlich ein sehr komplettes Album mit über 500 teilweise kolorierten Postkarten aus dem ehemaligen Gmundner Postkartenverlag Brandt. Die Ansichten reichen von Bad Aussee über Bad Ischl und Gmunden bis nach Laakirchen, aber auch Karten vom Mondsee, Wolfgangsee und Attersee sind dabei. Darunter sind oft sehr seltene Stücke! Die Sammlung wurde von einem Schweizer Sammler angekauft. Ing. Ernst Nussbaumer überraschte alle mit einem grün geflammten „Pfeifenaschenbecher“ der Gmundner Keramik, der in seinem Namen auch an das Museum übergeben wurde.
Danach folgte der besinnliche Teil mit der Lesung von Franz Reinthaler, der eigens für unsere Veranstaltung Gedichte verfasst hatte, die mit Harfenklängen von Alena Bitterlich sehr einfühlsam untermalt wurden.
Der Abend klang - nach einer kurzen Vorschau auf kommende Veranstaltungen – mit den Weihnachtswünschen von Obmann August Mayer gemütlich bei Punsch, Tee und Stollen aus.


Alena Bitterlich, August Mayer und Franz Reinthaler


Zinnkrug                      Keramikaschenbecher

Vortrag von Mag. Heinz Schießer am 5. November 2014 im Kammerhofmuseum zum Thema
„Österreich, bevor es Ostarrichi hieß - Was war im ersten nachchristlichen Jahrtausend auf dem Boden des heutigen Österreich los?“
Mag. Heinz Schießer erwähnte zunächst noch einige wichtige Daten und Denkmäler aus der Zeit vor Christi Geburt, so z. B. die berühmte Venus von Willendorf, die Hallstattzeit und neueste Ausgrabungen in der Wachau, die Funde von Steinwerkzeugen hervorbrachten, die ca. 45.000 Jahre alt sind und eine ganz frühe menschliche Besiedelung dieses Gebietes nachweisen. Dann ging der Referent auf das Kernthema ein und sprach über die schrittweise Zurückdrängung der Kelten durch die Römer in unserem Gebiet und die Gründung der römischen Provinzen Pannonien, Noricum und Rätien südlich der Donau. Sie wurden nach Norden hin durch den Limes geschützt. Schießers Ausführungen wurden durch zahlreiche einprägsame Bilder ergänzt, so z. B. über die Ausgrabungsstätten am Magdalensberg, die berühmte Bronzestatue des Jünglings vom Magdalensberg, die Überreste und Kunstschätze von Teurnia/St. Peter im Holz, schöne Bodenmosaike, die Grabungsstätte Carnuntum, Flavia Solva u.v.a.m. Auch die große Bedeutung des norischen Eisens wurde erklärt; ferner wurden der römische Straßenbau und die römischen Städtegründungen in Österreich, die Religionen in unserem Raum, die Auswirkungen des römischen Vierkaiserreichs auf das Alpengebiet und die Kunst an den Beispielen von Landhäusern, Grabsteinen und Reliefs besprochen und veranschaulicht. Im Anschluss daran wandte sich Schießer der Zeit der Völkerwanderung zu, in der unser Gebiet zum Tummelplatz verschiedenster Völker (Goten, Hunnen, Langobarden etc.) wurde. Schließlich besiedelten Bayern und Slawen unseren Raum. Im 6. Jahrhundert ließ sich das mongolische Reitervolk der Awaren in Österreich nieder. Nach seinem Sieg über die Awaren errichtete Karl der Große um 800 zwei Marken auf österreichischem Boden. Der römisch-deutscher Kaiser Otto II. belehnte schließlich 976 den Grafen Leopold von Babenberg mit der sog. Ostmark. Auch auf die wichtigsten Klostergründungen in unserem Raum Kremsmünster, Mondsee, Traunkirchen etc. kam Schießer zu sprechen. Genauer ging er auf die Gründung des Erzstiftes St. Peter in Salzburg durch Bischof Rupert im Jahre 696 ein. Am Ende seiner Ausführungen beschäftigte sich Heinz Schießer mit der Schenkungsurkunde aus dem Jahre 996, in der der Kaiser Otto III. dem Freisinger Bistum 30 Königshufen im Gebiet Neuhofen an der Ybbs schenkte. In diesem Dokument scheint erstmals der Name „Ostarrichi“ auf.
Der Obmann unseres Vereins August Mayer konnte zu seiner großen Freude zu diesem Vortrag über 40 Damen und Herren begrüßen. Sie bedachten den sehr informativen und bilderreichen Vortrag mit großem Applaus.

       
Die römischen Provinzen                                    Der Jüngling vom Magdalensberg
auf dem Boden des heutigen Österreich


Ostarrichi-Urkunde; im roten Kreis steht "ostarrichi"

Führung auf dem Dampfschiff „Gisela“ und Präsentation des Bergthaler-Buches 
„Der Raddampfer Gisela und die Traunseeschifffahrt“  Oktober 2014
Der Wettergott hatte ein Einsehen, denn nach Regenfällen am Vortag war am 18. Oktober 2014 ein herrliches Herbstwetter mit strahlendem Sonnenschein. 42 Damen und Herren unseres Vereins waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung von Obmann August Mayer erläuterte der Kapitän der Traunseeschifffahrt Karl Heinz Eder den Bau des Schiffes, die Rumpfform und die Geschichte der Traunseeschifffahrt. Die technischen Details über die Maschine wurden direkt beim Maschinenraum erklärt.
Mag. Herbert Bergthaler, der Vorsitzende der „Gesellschaft der Freunde der Stadt Gmunden“ und Autor des Buches, ergänzte zur Geschichte des Schiffes vor allem die Ereignisse um die Rettung der „Gisela“ durch die Stadt Gmunden, das Land O.Ö. und durch den Verein. Er stellte auch das Buch, das mit vielen interessanten Geschichten über Bau und Sanierung des Schiffes und mit vielen Fotos ausgestattet ist, den Besuchern vor. Die Bedeutung des Schiffes für den Tourismus wurde deutlich hervorgehoben. Die „Gisela“, die nun schon mehr als 140 Jahre auf dem Traunsee unterwegs ist, war bei der Indienststellung im Jahre 1872 ein wichtiges Verkehrsmittel auf dem See. Auch nach dem Bau der Straße und der Bahn nach Ebensee behielt sie ihre Bedeutung bei, doch wurde immer mehr der touristische Aspekt bedeutender.
Eine Rundfahrt nach Altmünster, vorbei am den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt, dann weiter zum Gasthof Hois’n und zurück nach Gmunden beendete diese sehr interessante Veranstaltung des Musealvereines.



Mag. Heinz Schießers „Altgmundner Bilderbuch“ im Rahmen des Musealvereins präsentiert
Das „Altgmundner Bilderbuch“ mit Dokumenten und Fotos aus sieben Jahrhunderten wurde am
15. Oktober 2014 im Festsaal des Schlosses Cumberland vorgestellt. Der Obmann des Musealvereines August Mayer konnte über 130 Mitglieder, Damen und Herren aus dem Vorstand, Gäste und Besucher zu dieser Veranstaltung begrüßen. Auch der Bürgermeister und Dir. Herbert Brindl vom Schloss waren gekommen. Mag. Heinz Schießer ging in seiner Präsentation vor allem auf das Kapitel der Hannoveraner ein und erläuterte die Entstehung des Titels der Hannoveraner „Herzog von Cumberland“.
Das Buch enthält über 550 Fotos auf 195 Seiten mit Bildtexten. Viele Kapitel werden behandelt: Gmunden im ältesten Atlas der Welt, viele Urkunden, Gaststätten, Hotels, Betriebe und Fabriken wie etwa die Theresienthaler Spinnerei und Weberei, das Kalkwerk, die Gmundner Keramik, die Sparkasse oder katholischer und evangelischer Klerus in Gmunden, Feste und Brauchtum, Epithaphe für Gmundner Bürger, die Feuerwehr, das Strandbad , der Bootsbau, die Stadtkapelle, der Traunbrückenbau, Sportvereine, alte Geschäfte und vieles andere mehr. Ein kleiner politischer Abriss der letzten 100 Jahre beschließt das Bilderbuch.



Besichtigung des Schlosses in Scharnstein September 2014
Nachdem etliche Vereinsmitglieder im Vorjahr das Strafrechtsmuseum in Scharnstein besucht hatten, besichtigten am 10. September 2014 am Nachmittag 22 Mitglieder unseres Vereins die Privaträume des Schlosses Scharnstein. Der Besitzer Mag. Harald Seyerl führte persönlich durch die Räumlichkeiten und gab auch einen kurzen Überblick über die Entstehung der Burg und des Schlosses Scharnstein respektive die Baugeschichte des Anwesens: Begonnen hat alles mit der mittelalterlichen Burg über Scharnstein; nach Bränden Auflassung der Burg; 1538 Bau eines Pfleghauses; 1584 erwarb Helmhard von Jörger das Anwesen als Eigentümer; Bau eines Herrenhauses mit Meierhof, Brauhaus und Taverne; Übernahme des Besitzes durch Sohn Georg Wilhelm; prächtige Ausgestaltung; 1606 war das Schloss der am besten ausgestattete Renaissancebau des Landes; Übernahme durch Karl von Jörger, einem kompromisslosen Vertreter des Protestantismus und der Reformation; er wird von der kaiserlichen Armee im Zuge der Gegenreformation besiegt; damit endete die Herrschaft der Jörger, das Stift Kremsmünster „übernimmt“ den Besitz; 1787 erste Entfernungen von Einrichtungsgegenständen für die Franzensburg in Laxenburg; 1878 kamen der Brunnen, die Fensterkörbe, die Holzdecken, die Marmorportale, Türen u. a. m. in das Landschloss Ort in Gmunden; im Schloss wurden Wohnungen eingerichtet; auch Einquartierung von Flüchtlingen; 1967 Kauf des desolaten Schlosses durch die Familie Seyerl; sogleich Beginn der Renovierung; 1973 Strafrechtsmuseum; 1976 Landesausstellung „Der oö. Bauernkrieg“; 1980 Kriminalmuseum, Einrichtung einer Abteilung für Österreichische Zeitgeschichte mit dem Schwerpunkt Gendarmerie, heute ist das Schloss eine Begegnungsstätte vielfältiger Art.
Mag. Seyerl führte unsere Gruppe durch die Eingangshalle, den Schlosshof, durch den großen Saal und durch die Speise- und Wohnzimmer im ersten Stock mit teilweise schönen Holzdecken und Sekko-Bemalungen. Zu vielen Exponaten lieferte er interessante Einzelheiten.
Der Abschluss dieses Halbtagsausflugs wurde im Gasthaus Engelhof gemacht.


Das Schloss Scharnstein


Das Wappen der Jörger


Eine der bemalten Holzdecken


Ein Teil der Gruppe im Schlosshof mit Mag. Seyerl

Gmundens Altbürgermeister Erwin Herrmann am 1. August 2014 gestorben



Am 1. August 2014 starb Altbürgermeister Erwin Herrmann nach langer schwerer Krankheit. In Erinnerung bleibt der Gmundner Ehrenbürger aber als ausgleichender, weitblickender und konsenssuchender Stadtpolitiker, der mit allen Fraktionen das Gespräch suchte und fand. Parteiübergreifend konstatieren ihm seine politischen Wegbegleiter und Mitstreiter in Nachrufen Geradlinigkeit und Handschlagqualität. Herrmann hatte die Geschicke der Stadtgemeinde insgesamt 13 Jahre lang - von Mai 1984 bis November 1997 - geleitet. Schon zuvor hatte er zehn Jahre als Vizebürgermeister gedient. Seine berufliche Karriere begann Herrmann als Volkschullehrer, ehe er 17 Jahre lang bis 1992 die Hauptschule Gmunden-Traundorf als Direktor leitete.
Mit den beiden Chronikbänden, die er über die Stadt Gmunden verfasst hat und als Namensgeber für den „OSR Erwin Herrmann Kai" bleibt er den Gmundnern auch sicht- und lesbar erhalten.
Mit seinem Tod verliert auch der Musealverein Gmunden einen engagierten und immer überaus interessierten Beirat, der sein großes Wissen auch in Vorträgen des Vereins vermittelt hat.

OSR Erwin Herrmann-Kai
Wenige Wochen vor dem Tod des Altbürgermeisters Erwin Herrmann 2014 erhielt das westliche Ende der Gmundner Esplanade zu dessen Ehren den Namen "OSR Erwin Herrmann Kai". Dieser hat 1990 die Aufschüttung dieses Esplanadenteils gegen großen Widerstand durchgesetzt.

Die Tagesfahrt Mai 2014 nach Regensburg und zur Walhalla
Die Tagesfahrt 2014 führte am 17. Mai 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Deutschland. Das Ziel waren Regensburg und die Walhalla. Das Wetter in Oberösterreich war eine Woche vom Regen gekennzeichnet, daher waren alle froh, als kurz vor Regensburg der Regen aufhörte. Im „castra regina“, das seit 2006 auch zum Weltkulturerbe zählt, empfingen uns zwei kompetente Führerinnen. Nach einer kurzen Einführung in die Stadtgeschichte wanderten die Gruppen über die über 850 Jahre alte „Steinerne Brücke“ durch den Salzstadel und zum „Brückturm“, dann weiter zur historischen „Wurstkuchl“ und durch die „Porta praetoria“ in den idyllischen Bischofshof. Der Dom St. Peter durfte
wir zunächst nur von außen betrachten. Die Baugeschichte und interessante Baumerkmale sowie der Innenraum wurden sehr gut erklärt. Weiter ging die Stadtführung durch enge mittelalterliche Gassen, über wunderbare Plätze zum Grundriss der Synagoge und dann zum „Goldenen Turm“. Der Rathausplatz mit seinen interessanten Gebäuden war der Endpunkt des Rundganges. Im „Ratskeller“ verbrachten wir  die Mittagspause. Am frühen Nachmittag besuchte die Gruppe unter der Führung von Dr. Norbert Wimmer das Kloster „St. Emmeram“ mit der Krypta des hl. Wolfgang. Dann führte der Weg vorbei am Schloss der „Thurn und Taxis“ zur „Alten Kapelle“ und zur Stiftskirche und schließlich in den Dom mit den mittelalterlichen Glasfenstern. Auf der Heimfahrt besuchten wir noch den nachempfundenen griechischen Tempel „Walhalla“ und betrachteten die 195 Büsten und Gedenktafeln in der riesigen Halle der berühmten Männer und der 12 Frauen „teutscher Zunge“. Die Aussicht auf das Donautal war beeindruckend! Kurz vor Passau wurde noch ein kurzer Stopp in der Benediktinerabtei Niederaltaich und im dortigen Klosterbräu gemacht. Obmann August Mayer bedankte sich beim Reiseleiter Dr. Norbert Wimmer mit einem Bierkrug aus Regensburg, warb noch bei den Gästen für den Musealverein und stellte die laufenden Ausstellungen („175 Jahre Traunseeschifffahrt“ und „Das Welfenhaus in Gmunden“) im Kammerhofmuseum vor. Mit vielen neuen Eindrücken kehrte die große Gruppe nach Gmunden zurück.

 
"Steinerne Brücke" mit Salzstadel und Brückturm

 
Der "Goldene Turm" - einer der schönstern Geschlechtertürme Regensburgs

 Eine Gruppe vor der "Wurstkuchl"


 Eine andere Gruppe in der Altstadt

 Walhalla, Innenansicht

Generalversammlung des Musealvereins am 2. April 2014 im Kammerhofmuseum
Anwesend waren ca. 45 Personen. Obmann August Mayer begrüßte anfangs die anwesenden Mitglieder und auch die sehr wenigen Gemeindevertreter. Seit der letzten Generalversammlung sind zwei Jahre und vier Monate verstrichen. Der aktuelle Mitgliedsstand beträgt 254 Personen. Trotz Ableben und Austritten ist er auf Grund von Neuzugängen in etwa gleich geblieben. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen und nach einer stillen Gedenkminute für unsere Verstorbenen berichtete der Obmann über die Veranstaltungen und Projekte der letzten zwei Jahre: Das Projekt „Das weiße Gold des Kaisers“ für Schulklassen wurde nicht angenommen. Es wird aber versucht erneut die Schulen dazu zu gewinnen. Für das Museum wurde ein Beamer angekauft, der auch von Mitgliedern genützt werden kann. Es wurden Ausweise für die Mitglieder ausgeteilt, um eine bessere Kontrolle beim Besuch des Museums zu haben. Außerdem wurden verschiedenste Keramikstücke für das Kammerhofmuseum angekauft und der Aufbau eines Schleiß-Kachelofens bezahlt, der jetzt auch dort zu besichtigen ist. An Veranstaltungen gab es drei Weihnachtstreffen mit Lesungen von Luise Pappe und Erich Langwiesner, Krippenfahrten nach Strobl, nach Ischl und nach Altmünster-Neukirchen; zwei Fahrten zu Landesausstellungen - einmal „Verfeindet, verschwägert, verheiratet“ in Braunau und Ranshofen und im nächsten Jahr  „Alte Spuren, neue Wege“ nach Krumau, Hohenfurt und Freistadt - wurden durchgeführt. Zwei kleine Gruppen besuchten einmal das Museum in Vorchdorf mit anschließender Bierverkostung in der Brauerei Eggenberg und ein anderes Mal das Kriminalmuseum in Scharnstein. Im Museum selbst gab es einige Vorträge, wie über das Landschloss Orth von Dipl.-Ing. Jirikowsky, über die Villen in Gmunden von Mag. Schießer mit zwei nachfolgenden Spaziergängen mit über 50 Personen zu diesem Thema, dann die Präsentation des Buches „Gmunden 1918-1945“ von Mag. Holger und Mag. Eckard Höllwerth und schließlich noch deren Ergänzung zum Buch von Mag. Schießer mit der Auflistung aller Villen in Gmunden. Für das Museum werden wir eine bedeutende Ansammlung von Postkarten aus dem Fotoatelier Brandt in einem sehr gut erhaltenen Jugendstil-Lederalbum erwerben.
Aus dem Vorstand scheiden die Schriftführerstellvertreterin Frau Kahofer und der Rechnungsprüfer Herr Fischill aus. Für Ersatz ist gesorgt.
Kassier Hans Georg Knauss legte sodann den Kassenbericht vor. Der Verein verfügt über zwei Konten bei der Raika: Stand 1232.04 € beim Hauptkonto und 6000.00 € beim Festkonto. 2013 gab es Einnahmen in der Höhe von 2640.09 € und Ausgaben in der Höhe von 2635.29 €. Die Kassaführung wurde von Herrn Fischill und Frau Marschner überprüft und für korrekt befunden. Die Entlastung des Kassiers wurde einstimmig angenommen.
Die Neuwahl des Vorstandes wurde von Konsulent Manfred Reingruber vorgenommen. Der Wahlvorschlag wurde einstimmig angenommen. Herwig Hipfinger wurde als Rechnungsprüfer und Mag. Holger Höllwerth als Schriftführerstellvertreter neu gewählt.
Frau Kustodin Ingrid Spitzbart berichtete über die letzten Ausstellungen im Kammerhofmuseum und informierte über die zukünftigen: Ammoniten im Gschlief-Graben, 150 Jahre Traunseeschifffahrt, Tourismusausstellung, internationale Krippenausstellung (auch wieder in der Spitalskirche), Kinderprogramme im Museum usw.).
Dann wurde noch das zukünftige Programm des Vereins vorgestellt: Fahrt nach Regensburg im Mai mit Dr. Wimmer (sie ist schon ausgebucht), Fahrt zum Schloss Scharnstein am 10. September, Vorstellung eines neuen Buches von Mag. Schießer mit dem Arbeitstitel „Österreich bevor es Ostarrichi hieß“ und Weihnachtsveranstaltung 2014.

Der neu gewählte Vorstand des Musealvereins:
Obmann: OSR Dipl. Päd. August Georg Mayer, Brunnenweg 18, 4810 Gmunden
Obmannstellvertreter: Bgm. Heinz Köppl, Rathausplatz 1, 4810 Gmunden
Schriftführer: Mag. pharm. Renate Hipfinger, Cumberlandpark 7, 4810 Gmunden
Schriftführer-Stellvertreter: Mag. Holger Höllwerth, auch Gestalter der Homepage
Kassier: Hans Georg Knauss
Kassier-Stellvertreter: OStR Mag. Eckhard Höllwerth
Rechnungsprüfer: Dipl. Päd. SR Monika Marschner und Konsulent Herwig Hipfinger
Alle Positionen wurden einstimmig (zu 100%) gewählt!
Sitz und Stimme im Vorstand haben: der Bürgermeister und der Kulturreferent, das sind
Bgm. Heinz Köppl und Vzbgm. Gottfried Schrabacher
außerdem die Direktorin der Kammerhofmuseen Dir. Ingrid Spitzbart
Im Vorstand arbeiten als Beiräte mit:
Frau OSR Dir. i. R. Christine Zemann
Herr Bgm. a. D. OSR Erwin Herrmann
Herr Stadtpfarrer Mag. Gerald Geyrhofer
Herr Vzbgm. Dr. Christian Dickinger
Frau Dr. Beate Steinkogler
Herr GR Dr. DI Herbert Löcker
Frau GR Dr. Elisabeth Rumpf
Herr GR Konsulent Manfred Reingruber
Herr GR Manfred Andessner, Leiter des Kulturamtes

Zweiter Gmundner Villenspaziergang mit Mag. Heinz Schießer März 2014

 
Die Gruppe vor der Großen Villa Toscana

Mag. Heinz Schießer bot als Ergänzung zu seinem Buch „Gmundner Villen“ am 7. März 2014 einen zweiten Spaziergang vorbei an einigen Gmundner Villen an. Start war wieder am Rinnholzplatz, dann führte die Route die Satoristraße entlang, weiter ging es über die Parkstraße, die Hebbelstraße, Pensionatstraße und den Nepomuk David-Weg zur Villa Toskana im Toscanapark. Dieses Mal nahmen 32 Personen daran teil. Mag. Schießer erzählte bei einigen Villen kleine Anekdoten, erklärte Baustile, erwähnte die Errichtungsdaten und Besitzer und wies auf besondere Details hin. Die Teilnehmer betrachteten dabei wieder die Villen Margelik, Natter-Hornbostel, Habacher, Flotow, Rehwinkl, Feurstein, Mandelsloh, Clementine und die Stern-Neumann Villen. Vorbei an der Villa Prokesch-Osten, am Hebbelhaus, an den Villen  Lanna, Aichelburg, Adele und Fernblick führte uns der Spaziergang zur zwischen 1870 und 1880 erbauten „Großen Villa Toscana“. Da es sehr viel zu berichten gab, verweilte die Gruppe dort längere Zeit. Zum Schluss des Spaziergangs traf man sich in den „Orther Stuben“. Bei einer kleinen Stärkung konnten noch viele Fragen beantwortet werden.

Vorstandssitzung des Gmundner Musealvereins am 12. Februar 2014 im Hotel Schwan
Anwesend waren Mag. Holger Höllwerth, Mag. Eckhard Höllwerth, Herr Knauss, Dr. Rumpf, Dr.Herbert Löcker, Mag. Renate Hipfinger, Obmann August Mayer und Frau Direktor Spitzbart. (Eigentlich zu viele haben sich entschuldigt. Einige sind ohne Entschuldigung der Vorstandssitzung ferngeblieben.)
Nach der Begrüßung gab Obmann August Mayer einen Kurzbericht über die Veranstaltungen, die im letzten Jahr durchgeführt wurden (Landesausstellung, Buchvorstellung Mag. Schießer, Exkursion zum Scharnsteinmuseum, Weihnachtsveranstaltung, Villenspaziergang mit Mag. Schießer) und über die Anschaffungen für das Museum. Außerdem musste leider das Scheitern des Salinenprojektes mit den Schulen eingestanden werden. Es soll eventuell noch einmal versucht werden. Über den Einsatz unseres Beamers wurde berichtet und daran erinnert, dass dieser vom Verein angeschaffte Beamer von Vereinsmitgliedern ausgeborgt werden kann. Der Einladung für die Generalversammlung werden heuer Vereinsmitgliedsausweis hinzugefügt. Er dient dazu, um im Museum Klarheit über die Vereinszugehörigkeit herzustellen. Allzu viele Besucher geben sich als Mitglieder aus, ohne es tatsächlich zu sein. So entsteht dem finanziell ohnehin angeschlagenen Museum ein zusätzlicher Schaden! Nur damit kommt man ab dann billiger ins Museum. Obmann August Mayer führt immer wieder größere Gruppen durch das Museum.
Unser Kassier Herr Knaus berichtete kurz über den Kassenstand: Girokonto bis dato 1232,04 € und Festkonto bis dato 6000,00 €. Die Raika sponsert jedes Mal die Aussendungskopien.
Frau Spitzbart informierte über die Ausstellungen im Jahr 2014: Bis Mitte April gibt es noch die Jagdausstellung; geplant sind eine Ammonitenausstellung in Kooperation mit dem Biologiezentrum Linz, dann „175 Jahre Traunseeschifffahrt“, im Herbst „Tourismus einst und jetzt“, eine Weihnachtsausstellung, wobei alte Christkindlbriefe gesucht werden.
Anschließend wurde die Liste des neuen in der Generalversammlung im April zu wählenden Vereinsvorstandes erstellt.
Der Verein möchte wieder für Weihnachten etwas ankaufen. Frau Direktor Spitzbart schlug ein Album mit alten Postkarten vom Salzkammergut und Gmunden vor. Wenn der Anbieter aus der Schweiz einem neuen Preisvorschlag zustimmt, soll das Album angeschafft werden.
Der Obmann bedankte sich schließlich bei Holger Höllwerth für die vorzügliche Betreuung unserer sehr gelungenen Homepage sowie des Schaukastens im Trauntor und lieferte sodann eine Vorausschau über die kommenden Veranstaltungen des Musealvereins.
Unter „Allfälliges“ wurde wieder über den nicht gestalteten Keramikweg diskutiert, dann über den Namen des Museums („k-hof“ oder „Kammerhofmuseum“). Es soll nochmals eine Eingabe an die Gemeinde gemacht werden: Es sollte wieder der traditionelle Name verwendet werden. Ferner wurden Überlegungen angestellt, wie man junge Menschen fürs Museum begeistern und auch wie man in der Gemeinde den Stellenwert des Museums verbessern könnte.

Kripperlroas Jänner 2014 Altmünster-Neukirchen




39 Vereinsmitglieder fuhren am Samstag, den 18. Jänner 2014 zuerst von Gmunden zur Pfarrkirche Altmünster. Dort erklärte uns Dr. Wimmer die aus der frühen Gotik stammende Kirche und die darin im Laufe der Zeit vorgenommenen Veränderungen. Im Seitenaltar bestaunten wir die siebenteilige Krippe von Georg Schwanthaler. Sie gilt als die Mutterkrippe aller Salzkammergutkrippen. Von dort fuhren wir nach Neukirchen und besuchten - auf drei Gruppen aufgeteilt - in den kleinen Privathäusern zwei herausragende Krippen. Bei der Familie Harringer war die „Gschwandthäusl-Krippe“ zu sehen. Deren Figuren lassen sich fast alle seit über 100 Jahren mit Hilfe von Elektrizität bewegen. Bei der Familie Schatzl war die „Boten-Krippe“ ausgestellt. Deren Figuren werden teilweise mechanisch bewegt. Die letzte Station war dann das Viechtauer Heimathaus. In diesem zeigte uns Herr Gaigg die alten, aber auch neuere Kastenkrippen mit den berühmten „Loammanderln“.

Weihnachtsveranstaltung Dezember 2013


Obmann Mayer und Frau Pape

Am 11. Dezember 2013 trafen sich 52 Mitglieder zum diesjährigen Weihnachtstreffen. Zuerst besichtigten sie die Krippen aus der Stadt „Cità di Castello“, die in der Spitalskirche untergebracht sind. Obmann August Mayer erklärte dort die in dieser  umbrischen Stadt üblichen  Krippenbautraditionen. Er hob besonders hervor, dass  die Auffassung dieser Krippen anders als unsere Landschaftskrippen ist. In ihren Produktionen werden vor allem Teile der Stadt - z. B. sehr  realistisch dargestellte italienische Gässchen - und auch das Leben im Alltag gezeigt. Anschließend besichtigten die Mitglieder auch im Kammerhofmuseum unsere Krippen. Im ersten Saal des Museums präsentierte Frau Pape dann nicht nur weihnachtliche Geschichten,  sondern auch sehr viel Humoriges aus ihrem Leben. Den Mitgliedern wurden auch die angekauften und dann dem Museum geschenkten Keramiken gezeigt: der Schleiß-Frauenkopf, eine sehr  schöne Schüssel und ein Teller eines Schleiß-Mitarbeiters. Außerdem konnten sie den wieder von einem Fachmann aufgestellten  Schleiß-Kachelofen besichtigen. Die Brüder Höllwerth boten noch ihre gerade eben erst erschienene Broschüre über Villen, Schlösser und Freisitze in Gmunden zum Verkauf an. Diese stellt  eine tolle Ergänzung zum Villenbuch von Mag. Heinz Schießer dar. (Beide sind im Museum zu bekommen.) Anschließend wurde bei Punsch und Stollen noch geplaudert und viele weihnachtliche Wünsche ausgetauscht.

Villenspaziergang mit Mag. Heinz Schießer am 8. November 2013


Der Buchautor Mag. Heinz Schießer bot als Ergänzung zu seinem Buch „Gmundner Villen“ einen Spaziergang zu einigen Gmundner Villen an. Start war am Rinnholzplatz, dann führte die Route die Satoristraße entlang, weiter ging es über die Parkstraße, die Hebbelstraße und die Reisenbichlerstraße zur Esplanade und Endstation war das „Goldene Schiff“ am Rathausplatz. 28 Personen nahmen daran teil. Es gab aber bedeutend mehr Interessenten. Daher musste eine Warteliste aufgestellt werden. Die Personen, die dieses Mal nicht zum Zug kamen, werden im Frühjahr 2014 zum 2. Spaziergang eingeladen. Mag. Schießer erzählte bei den interessanten Villen kleine Anekdoten, erklärte Baustile, erwähnte die Errichtungsdaten und wies auf besondere Details hin. Die Gruppe betrachtete unter anderem die Villen Margelik, Natter-Hornbostel, Habacher, Flotow, Rehwinkl, Feurstein, Mandelsloh, Clementine und die Stern-Neumann Villen. Vorbei an der Villa Prokesch-Osten, am Hebbelhaus, an der Villa Marienheim, den Villen Lehmann, Jagerspacher und Abpurg führte der Spaziergang zum Endpunkt des Rundganges. Im Café wurden dann noch weitere Fragen beantwortet.

Halbtagesfahrt des Musealvereins zum Schloss Scharnstein Oktober 2013




Die diesjährige Herbstfahrt des Musealvereins führte am 9. Oktober 2013 18 Mitglieder des Musealvereins in das Kriminalmuseum im renovierten Schloss Scharnstein, das immer auch Austragungsort politischer und religiöser Gegensätze zur Zeit der Reformation und Gegenreformation war. Zunächst besuchte die Gruppe die gruselige Folterkammer im Kellergeschoß des Schlosses, die einen Einblick in die grausame Praxis der historischen Justiz zeigt. Mag. Harald Seyrl führte dann persönlich durch die Schauräume. In mehr als 20 Schauräumen wird die Geschichte des österreichischen Justiz- und Sicherheitswesens vom späten Mittelalter bis in unsere Zeit mit vielen Exponaten, auf Schautafeln und Schriftstücken ausführlich dargestellt. In diesen Gewölben befand sich auch von 1584 bis 1848 das Landgericht. Das Verfahren und der schreckliche Strafvollzug der Vergangenheit, die furchtbare Folter, Folterinstrumente und Instrumente zur Hinrichtung wurden von Mag. Seyrl erklärt. Die Ausstellungsstücke wurden uns mittels kleiner Anekdoten nähergebracht. In anderen Räumen werden bekannte Mordfälle, Mordwaffen und die Aufklärungsarbeit dargestellt. An einige der jüngeren Verbrechen konnten wir uns sogar noch selbst erinnern wie z. B. an die von Engleder und Guffler. Auch die Geschichte der Gendarmerie wird in diesem Schloss sehr gut dokumentiert. Nach der interessanten Führung äußerten die Mitglieder den Wunsch, das Schloss und seine Privaträumlichkeiten im kommenden Frühjahr zu besichtigen. Obmann August Mayer versprach noch an Ort und Stelle, diesen Wunsch im kommenden Jahr umzusetzen.   

Kammerhofmuseum erhielt eine besonderes Geschenk vom Musealverein
Im Depot unseres Museum lagerten wunderbare Schleiß-Kacheln, die von der Stadtgemeinde schon vor längerer Zeit aus privater Hand angekauft worden waren. Leider fehlte das Geld zum Aufbau des Ofens! Der Obmann des Musealvereines Gmunden war nach Rücksprache mit einigen Vorstandsmitgliedern sofort einverstanden, den Aufbau zu finanzieren. Obmann August Mayer fand auch in Herrn Roland Leitner einen geeigneten Restaurator für antike Kachelöfen und beauftragte den Aufbau des Ofens. Dieser herrliche Kachelofen wurde auch dringend für die Keramikausstellung 2013 benötigt und ist ein wunderbares Beispiel für viele Öfen der Werkstätte Schleiß in unserer Stadt und eine Bereicherung der Keramiksammlung im Kammerhofmuseum. Er ist auf einer fahrbaren Unterlage aufgesetzt, damit kann er auch leichter verschoben werden.


Roland Leitner nach der Fertigstellung
des Kachelofens  für unser Kammerhofmuseum

Diese Investition des Musealvereines für unser Museum ist nur durch die Mitgliedschaften vieler Vereinsmitglieder möglich gewesen! DANKE!

Erlebnisreiche Fahrt zur Landesausstellung "Alte Spuren, neue Wege" im Juni 2013
Am Samstag, den 15. Juni 2013 brach ein voll besetzter Bus frühmorgens auf, um drei der vier Orte der diesjährigen länderübergreifenden Landesausstellung "Alte Spuren, neue Wege" zu besuchen. Drei der vier Ausstellungsorte  diesseits und jenseits der Landesgrenze zur Tschechischen Republik standen auf unserem Programm. Zuerst  ging es nach  Cesky Krumlov (Krumau) mit kurzer Stadtführung und Museumsbesuch sowie Mittagessen, dann ins teilweise restaurierte schön gelegene Kloster Vyssi Brod (Hohenfurt) und schließlich  nach Freistadt, wo uns im ebenfalls renovierten Brauereigebäude die Beziehungen zwischen Oberösterreich und Böhmen eindrucksvoll vor Augen geführt wurden. An allen  Ausstellungsorten wurde uns ein Einblick in die Beziehungen zwischen Böhmen und Österreich, in das Leben im Grenzgebiet, in die Kulturschätze und in die Entwicklung des Handels und der Wirtschaft dieses Grenzlandes gegeben. Veranstaltet wurde diese Fahrt vom Musealverein unter der Führung von Obmann August Mayer und Stern Reisen. Die Reiseleitung hatte in bewährter Weise Dr. Norbert Wimmer inne.


Dr. Wimmer und Obmann Mayer im Hof des Klosters Hohenfurt


Das prächtige Zawischkreuz wird im Kloster Hohenfurt gezeigt.

Heinz Schießers Buchpräsentation "Gmundner Villen" im Mai 2013
ein voller Erfolg
Die Buchpräsentation am 29. Mai 2013 war für den Autor Mag. Heinz Schießer ein großer Erfolg. Der Saal der Landesmusikschule Gmunden konnte die vielen Besucher nicht fassen. Mehrere Personen verließen die Präsentation wegen der fehlenden Sitzmöglichkeiten, doch vorher erstanden sie noch das neue Buch. Dieses liefert auf 180 Seiten mit 200 Bildern in 28 Kapiteln eine Auswahl der über 70 Gmundner Villen. Der Autor beschreibt jene Villen, die auf Grund ihrer baulichen und kunsthistorischen Besonderheiten, die auf Grund der gesellschaftlichen Position und Taten ihrer Besitzer und auf Grund der Ereignisse, die sich in diesen Villen abspielten, die für ihn aus diesen Gründen interessant erschienen. Heinz Schießer ergänzt seine Beschreibungen mit Anekdoten und mit einem Rückblick auf die Entwicklung der Villa im Allgemeinen und auf die drei Villentypen im Salzkammergut. Bgm. Heinz Köppl begrüßte die Gäste der Buchpräsentation, der Obmann des Musealvereines Gmunden August Mayer stellte das neue Buch kurz vor und beschrieb die wichtigen Stationen des Lebens von Mag. Heinz Schießer und dessen bisherige literarische Tätigkeit. Heinz Schießer sprach dann zur Entstehungsgeschichte seines Buches, zitierte daraus und berichtete einige lustige Anekdoten. Die Buchpräsentation wurde von Ernst Reiter auf seiner Klarinette und einer Linzer Pianistin musikalisch mit Werken von Johannes Brahms, die er in der Villa Miller zu Aichholz komponierte, umrahmt. Die Stadtgemeinde Gmunden und der Musealverein Gmunden unterstützten das Buchprojekt finanziell.




Infos zu Schießers prächtigem Villenbuch:



"Gmundner Villen - Reminiszenzen an die Belle Epoque in der Traunseestadt“:
Das Buch behandelt in 28 Kapiteln eine Auswahl der über 70 Gmundner Villen, die auf Grund ihrer baulichen und kunsthistorischen Besonderheiten, der gesellschaftlichen Position und Taten ihrer Erbauer und Besitzer, der sich in ihren Mauern abspielenden Ereignisse dafür besonders geeignet schienen. Im Einleitungskapitel erfolgt ein kulturhistorischer Rückblick auf die Entwicklung der Villa im Allgemeinen und über die Villentypen im Salzkammergut im Besonderen.

Hervorragender Vortrag über das Landschloss Ort März 2013

 
Das Landschloss heute und im 19. Jahrhundert

Am Mittwoch, den 6. März 2013 hielt der Direktor der FAST DI Dr. Wolfgang Jirikowski um 19.00 Uhr im Kammerhofmuseum einen einstündigen Vortrag über das Thema Das Landschloss Ort im Wandel der Zeit – Ein Streifzug durch die Bau-, Kultur- und Besitzergeschichte des Schlosses. Organisiert und veranstaltet wurde er vom Musealverein Gmunden. Deshalb begrüßte auch Obmann OSR Direktor i. R. August Mayer den Referenten und die dieses Mal besonders zahlreich erschienen Besucher. Der Vortragssaal war wirklich prall gefüllt, und die zahlreichen Besucher/-innen mussten ihr Kommen nicht bereuen. Der Referent wurde seiner Ankündigung voll und ganz gerecht. In seiner besonders abwechslungsreich gestalteten PowerPoint-Präsentation lieferte Dr. Jirikowski eine Fülle von – z. T. bisher noch nie publizierten – Fotos und lieferte tatsächlich umfassende Informationen zur Bau- Kultur- und Besitzergeschichte des Landschlosses Ort.

Kripperlroas des Musealvereins 2013 nach Ebensee



 



Am 12. Jänner fuhren 31 Vereinsmitglieder bei winterlichen Verhältnissen mit dem Autobus nach Ebensee. Im dortigen Museum informierten uns der Kustos des Museums Dr. Franz Gillesberger und Herr Rudolf Loidl an Hand der darin ausgestellten Objekte über das Krippen-Brauchtum in Ebensee. Viele kleine Geschichten machten diese Erklärungen erst so richtig lebendig, sodass auch diejenigen, die gut über Krippen Bescheid wissen, Neues erfuhren. Vor allem wurde uns die Holzknecht-Krippe, eine Winterkrippe von Rudolf Heißl, näher gebracht. Zu sehen waren noch Krippen der Schnitzer Frey, Huemer, Fellner und die Krippe der Familie Scheck. Anschließend gingen wir in die Pfarrkirche, in der eine der schönsten Barockkrippen des Salzkammergutes ausgestellt ist. Besonders stachen in dieser Krippe die zwei Seitengruppen mit der Tempel- und der Fluchtszene hervor. Dank Dr. Gillesberger durften wir danach in der Bleichstatt in drei Privathäuser treten, die sonst nicht im öffentlichen Kripperlroas-Programm sind und die darin ausgestellten Kunstwerke bestaunen. Bei der ersten Krippe konnten wir als Besonderheit eine Köhlerei und deren Aufbau bewundern. Besonderes Prunkstück der zweiten Krippe war die Fluchtszene mit vielen kämpfenden wilden Tieren. Bei der dritten Krippe war als Besonderheit alles über Jäger, Jagd und Wilderei, viele Hirsche, Rehe und Getier in das Krippengeschehen eingebaut. In der Mostschenke in Ebensee ließen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen.

Weihnachtsveranstaltung 2012
Über 40 Mitglieder unseres Musealvereins und etliche Gäste trafen sich am 4. Dezember 2012 um 18 Uhr 30 zu einer Weihnachtsfeierstunde im Museum. Frau Mag. Barbara Riedl aus der Musikschule und drei ihrer Schülerinnen umrahmten diese Feier mit weihnachtlicher Flötenmusik. Nach der Begrüßung durch den Obmann lasen Herr Hansjörg Knauss und Frau Renate Hipfinger jeweils zwei kurze zur Weihnachtszeit passende Geschichten vor. Zwischendurch wurde an Frau Dir. Ingrid Spitzbart das Weihnachtspräsent übergeben. Dieses Mal war es ein Keramikteller von Leopold Schleiss aus einer seiner Blauserien mit dem Titel Wasser. Außerdem bekam sie vom Verein einen Beamer, der einen alten ersetzt, der seinen Dienst mehr oder minder aufgegeben hat. Mit ihm können bei diversen Vorträgen Bilder und Texte präsentiert werden. Nach Dank, Advent- und Weihnachtswünschen und einem gemeinsam gesungenen Lied erklärte uns Frau Dir. Spitzbart die heurige Krippenausstellung, indem sie uns, die wir zuerst sitzen blieben, alle Krippen in der Runde vorstellte, auch die, die im Nachbarraum ausgestellt wurden. Dadurch hörten alle die Erklärungen sehr genau und konnten sich dann selber bei einem Rundgang alles in Ruhe ansehen. Eine Tasse Punsch oder Tee sowie ein klein wenig Süßes erfreute die Rundgänger und lud zu manchem Gespräch ein.

 

 



Das Kammerhofmuseum sucht MITARBEITER/-INNEN
Wir möchten auch eine dringende Bitte des Kulturamtes und des Kammerhofmuseums weiter geben. Das Museum sucht freiwillige Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen – vor allem für den Aufsichtsdienst – auch an einem Freitag bis zum Sonntag. Man kann sich für stundenweise  oder für halbtägige Aufsicht melden. Es wird immer eine „Diensteinteilung“ gemacht. Je mehr sich melden, desto kürzer kann die Aufsichtszeit sein. Bitte melden Sie sich bei Frau Dir. Ingrid Spitzbart und besprechen dann die Details!

„DAS WEIßE GOLD DES KAISERS“
Ein Angebot des Musealvereins im Kammerhofmuseum für die 4. Klassen der Volksschulen
Für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Volksschulen möchten die Kolleginnen Christine Zemann, Inge Steinkogler, Mag. Ingrid Bergthaler, Sandra Oberleitner und Obmann August Mayer - lauter Lehrer/innen - ab September 2012 ein Projekt anbieten. Es wurde ein Programm über Entstehung, Vorkommen, Gewinnung, Transport und Verwendung des Salzes ausgearbeitet (Literatur, Besuch in der Saline  usw.). Es soll dies eine Fortsetzung eines Projektes von Schülerinnen aus dem BG Gmunden sein. Natürlich werden auch das Anschauungsmaterial und die Ausstellungsgegenstände unseres Museums in das Projekt eingebunden. Die Salinen Austria haben die Kolleginnen großzügig mit Fachliteratur, Prospekten und einer Betriebsführung unterstützt. Der Zeitrahmen beträgt ca. 1 1/2 bis 2 Stunden pro Schülergruppe. Für diese Veranstaltung ist nur der Eintritt in das Museum zu bezahlen. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten  kostenlos im Rahmen des Musealvereines. Obmann August Mayer bemüht sich um Kontaktaufnahme mit den Schulen  bzw. es können sich Lehrerinnen unter a.mayer@traunseenet.at melden, um einen Termin zu vereinbaren. Die Projektverantwortlichen hoffen, durch dieses Angebot die Besucherzahlen des Kammerhofmuseums zu steigern und das Interesse für weitere Museumsbesuche zu wecken.


Die für dieses Projekt verantwortlichen Lehrerinnen mit
Direktor a. D. August Mayer bei ihrem Kontaktbesuch in der Saline Ebensee

Vorstandssitzung des Musealvereins Mittwoch, 10. Oktober 2012, 19.00 Uhr im Hotel Schwan
Anwesend waren Manfred Reingruber, Holger und Eckhard Höllwerth, Beate Steinkogler, Renate Hipfinger, Hans Georg Knauss und Obmann August Mayer. Zu Beginn hat Obmann August Mayer kurz über das Regionaut-Seminar der Bezirksrundschau berichtet. Dann informierte er über das von einigen Lehrkräften für Volksschulen erarbeitete Programm „Das Weiße Gold des Kaisers“, mit dem Kindern durch Exkursion zur Saline, durch Proben von Salz, durch Geschichtliches im Museum usw. die Bedeutung des Salzes für unsere Region nahegebracht werden soll. Bis jetzt haben sich dafür die Traundorfschule und die Brahmsschule gemeldet. Über die Schüler sollen die Erwachsenen erreicht und so zu einem Besuch des Museums animiert werden. Die Besucherzahlen des Kammerhofmuseums lagen in den letzten Jahren zwischen ca. 11.000 und 14.000 pro Jahr, wobei fast immer die Hälfte freien Eintritt hatte. Vom Land wird schon wieder eine Forderung nach Umbau des Museums und Reduzierung auf eine kleinere Fläche mit Einquartierung von Stadtbücherei und Nutzung von Räumen als Depot vorgeschlagen. Bereits jetzt sind nur mehr 3 1/2 Personen fix im Museum beschäftigt. Im Sommer werden diese durch Studenten ergänzt. Einige Musealvereinsmitglieder machen dort auch freiwillig Dienst. Vom Landesrechnungshof wurde der hohe Stromverbrauch im Museum beanstandet. Dieser ist darauf zurückzuführen, dass keine Bewegungsmelder im Haus installiert wurden und daher das Licht immer per Hand abgedreht werden müsste, was jedoch wegen des Personalmangels schwer möglich ist. Unser in der letzten Generalversammlung eingebrachter Vorschlag, den Namen wieder in Kammerhofmuseum umzuwandeln, wurde vom Kulturausschuss am 11.10.2012 abgelehnt. Der Name K-Hof wird somit beibehalten. Im neuen Wirtschaftshof wird es ein Depot für das Museum geben, damit die nicht verwendeten Objekte ordnungsgemäß aufbewahrt werden können. August Mayer hat an die Gemeinde einige unserer Ideen eingebracht: Man solle allen Schulen gemeinsam mit einem Wandertag das Museum als Package anbieten. Stadtführungen müssten mit einem Museumsbesuch beendet werden, wobei nur ein kleiner Museumseintritt dafür verlangt werden sollte. Seniorengruppen und Vereine sollten einmal mit ihren Mitgliedern das Museum besuchen. Gutscheine für Museumsbesuche sollten aufliegen und vielleicht sogar im Rahmen von Hochzeiten im Schloss Ort angeboten werden. Aus der Idee, in der Stadt Keramikbänke aufzustellen, ist bis jetzt nichts geworden. Die Hinweise auf das Museum sollten noch verbessert werden. Der Vorstand plädiert dafür, im Museum wieder Sonderausstellungen zu organisieren. Eine weitere Möglichkeit, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen, wäre darüber hinaus eine Änderung der Öffnungszeiten. Rückblick auf das letzte sehr erfolgreiche Jahr: Die von den Musealvereinsmitgliedern Dir. Erwin Herrmann, Heinz Schießer sowie Holger und Eckhard Höllwerth gestalteten drei Vortragsabende brachten ca. 200 Personen zusätzlich ins Museum. Der Verein machte einen Halbtagesausflug nach Ebensee ins Museum und einen Ganztagesausflug mit Dr. Wimmer zur Landesaustellung 2012 nach Ranshofen und Mattighofen (ca. 50 Personen) und dann fuhr Stern und Hafferl selber nochmals nach Burghausen, an der wieder eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern teilnahm. Mag. Heinz Schiesser wird zu seinem neuen Buch über die Villen in Gmunden ein Zuschuss in der Höhe von 800 € gewährt und dem Autor Unterstützung beim Verkauf zugesagt. Für Weihnachten wird vom Verein bei der Fa. Costa ein Beamer Typ BenQ W 700+ angekauft: Kostenpunkt 599 € inklusive 2 Jahren Garantie. Dieser verbleibt im Eigentum des Musealvereins, wird aber im Museum deponiert. Er kann auch von Mitgliedern des Musealvereins mitbenützt werden. Der Obmann bedankt sich besonders bei Holger Höllwerth für die gut gestaltete Homepage und die aufwändige Betreuung des Schaukastens. Ab jetzt gehört die Homepage-Domain dem Verein, Vertragsperson ist Holger Höllwerth (Vertretung Hans Georg Knauss). Die Verfasser des Buches „Gmunden 1918 bis 1945“ geben bekannt, dass eine „Nachlese“ mit einigen Korrekturen und zahlreichen Ergänzungen zum Buch erstellt wird. Diese wird im Dezember erscheinen und mit einem kleinen Unkostenbetrag (2 bis 3 €) angeboten. Sie liegt dann für Interessierte im Museum auf. Unter der Gmundner Musealvereins-Homepage findet man unter Gmunden-Info wieder etliche neue Beiträge über Gmunden (Straßen- und Plätzenamen, Künstler in Gmunden, denkmalgeschützte Objekte sowie Ehrenbürger und Ehrenringträger).

Fahrt des Musealvereins Gmunden zur Landesausstellung September 2012
„Verbündet,  verfeindet,  verschwägert“ nach Mattighofen und Ranshofen
Am 15. September 2012 veranstaltete der Musealverein seine jährliche Ganztagesfahrt. Das Ziel war die Landesausstellung 2012 in den Ausstellungsorten Mattighofen und Ranshofen. Dr. Norbert Wimmer war ein kompetenter Reiseleiter und bereitete die Teilnehmer auf die Ausstellungen mit seinen interessanten Ausführungen vor. Insgesamt nahmen 50!!! Personen an der Fahrt teil. Vier Personen aus dem Christlichen Lehrerverein hatten sich der Gruppe angeschlossen. Bei der Führung im Schloss Mattighofen und in Ranshofen wurde unsere große Gruppe in zwei kleinere Gruppen geteilt. In Mattighofen wurden die Themen „Leben im 18. und 19. Jahrhundert“, „Spiele der damaligen Zeit“, „Gärten für Herrscher und Volk“ und „Kindersterblichkeit und Kindersegen“ anschaulich dargestellt. Auch Umstürze, Konflikte und die Koalitionskriege gegen Napoleon nahmen breiten Raum ein. Es wurden auch das Werden des Königreiches Bayern und des Kaiserreiches Österreich, der Tiroler Volksaufstand, die russische Katastrophe und der Wiener Kongress behandelt. Das Mittagessen wurde im Gasthaus Badhaus in Mattighofen eingenommen. Am Nachmittag besuchten wir die Ausstellung in Ranshofen. In dieser Ausstellung im ehemaligen Stift und Kloster wird die Kunst, Kultur und Herrlichkeit - trotz Kriegen mit Angst und Schrecken - dargestellt. Ebenso wurden die Frömmigkeit für alle Stände, Vergnügungen und Zeitvertreib (z. B. Schlittenfahrten, Jagd, Feste, Hochzeiten, Feuerwerke...) und das Spiel der Mächtigen und das Leiden der Opfer anschaulich gezeigt. Dr. Wimmer führte auch noch im Anschluss in die interessante Stiftskirche  mit den erwähnenswerten Akanthus-Verzierungen an den sechs Seitenaltären. Am Heimweg machte man noch Station im gemütlichen Braugasthof Vizthum in Uttendorf.

 Schloss Mattighofen
 Eingang in die Ausstellung in Ranshofen
 Monstranz von Kaiser Karl VI., ausgestellt in Ranshofen
 Stiftskirche in Ranshofen

Vorstellung des Buches "Gmunden 1918 bis 1945" am 6. Juni 2012
um 19 Uhr im Kammerhofmuseum


Obmann August Mayer, Holger Höllwerth und
Eckhard Höllwerth mit dem neuen Buch

Auf großes Interesse stieß die Präsentation des von Holger und Eckhard Höllwerth verfassten Buches über die Geschichte der Stadt Gmunden in der schwierigen Zeit von 1918 bis 1945. Über 80 Personen fanden sich zu dieser vom Musealverein gestalteten Veranstaltung  ein. Es wurden an diesem Abend in Form einer Power-Point-Präsentation u. a. die Entstehung des Buches, dessen Inhalt und Besonderheiten erklärt, die an der Entstehung der Publikation beteiligten Personen und Fachleute lobend hervorgehoben sowie besonders hervorstechende Bilder und Fotos des Buches gezeigt. Dank der aufwändigen Arbeit durch die Brüder Höllwerth ist ein sehr wichtiges Kapitel Gmundens sichtbar geworden. Es ist zu hoffen, daß dieses Buch von vielen gelesen und für ihre Bibliothek gekauft wird. Der Musealverein hat gemeinsam mit der Stadtgemeinde diese Arbeit unterstützt und gratuliert zu der gelungenen Publikation, die diese zwei Vereinsmitglieder nach mehr als drei Jahren Arbeitszeit fertig gestellt haben. Verkauft wird das Buch im Kammerhofmuseum, im Papierfachgeschäft Meingast und in den Buchhandlungen Kochlibri sowie Thalia.

Museumsausflug nach Ebensee am 18. Mai 2012


Obmann August Mayer mit Gattin (Bildmitte), neben ihm Dr. Franz Gillesberger

Nach einer kurzen Zugfahrt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Museum von Dr. Franz Gillesberger empfangen, der uns dann durch "sein" Museum führte. Er wies darauf hin, dass es nicht nur ein Heimatmuseum über das Ebenseer-Brauchtum ist, sondern vor allem ein Arbeitsmuseum der Salinen- und Forstarbeiter. Die sehr interessanten Erklärungen über die Geschichte des inneren Salzkammergutes trugen wieder einmal dazu bei, ein weiteres Stückchen Heimat durch ein Museum kennenzulernen.

150 Jahre Kurstadt Gmunden: Und keiner spricht davon …
Am 17. Mai 1862, also vor genau 150 Jahren, wurde Gmunden offiziell „Kurstadt“. 100 Jahre später wurde dieses „Jubiläum“ noch „groß gefeiert“. Auf Veranlassung der „Kurkommission“ erschien damals ein spannendes, noch immer lesenswertes Buch: „Gmunden. Kurstadt am Traunsee“. Auch zum 125jährigen „Jubiläum“ erschien ein Buch („125 Jahre Kurstadt Gmunden“). Heuer wird dieses „Jubiläum“ totgeschwiegen. Niemand spricht davon, niemand schreibt darüber. Überraschend ist dies freilich nicht. Von der „Kurstadt Gmunden“ – als „Marke“ – ist nicht viel übrig geblieben. Frühere Bürgermeister waren stets auch „Vorsitzende der Kurkommission“, auf dem Briefpapier des gegenwärtigen Amtsinhabers glänzt das Attribut „Bürgermeister der Keramikstadt Gmunden“. Ob diese identitäre Zuschreibung mit der Wahrnehmung der BürgerInnen und Gäste korrespondiert, will ich nicht beurteilen. In den letzten Jahrzehnten bemühte sich Gmunden, zu einer neuen „Identität“ zu finden, vieles konnte erreicht werden, vieles wurde freilich auch versäumt. Noch sind wir auf der Suche, die vielen „gebrochenen Identitäten“ zusammenzuführen, noch ist es nicht gelungen, einige ganz wenige „Schwerpunkte“ aus dem Steinbruch mehrerer Optionen zu brechen, um im nationalen wie internationalen Wettbewerb dauerhaft und nachhaltig erfolgreich unseren unverwechselbaren Platz zu finden. „Kurstadt“ sind wir jedenfalls nicht mehr, die Genesis zur „Filmstadt“ endete mit der 163. Folge von „Schlosshotel Orth“, wir sind ein bisserl „Keramikstadt“ (mit zu wenig Geld und einem Manko an politischem Wollen, daraus mehr zu machen), ein bisserl „Kongressstadt“ (mit zu wenigen Kongressen, weil große und anspruchsvolle Hotels fehlen).

Dieser Beitrag ist eine stark gekürzte Fassung eines viel längeren Kommentars von Vizebürgermeister Dr. Christian Dickinger. Da es in unserer Homepage einschlägige Beiträge zum Thema "Kurstadt Gmunden" und zu deren Begründer Dr. Feurstein gibt, erschien diese Kürzung angebracht.

„Die Ära Dr. Ferdinand Krackowizer in Gmunden“
Vortrag im Rahmen des Musealvereines im Kammerhofmuseum



Der Musealverein Gmunden gestaltete in diesem Jahr schon den zweiten Vortragsabend im Kammerhofmuseum. Viele geschichtlich interessierte Besucher ließen sich dieses interessante Thema nicht entgehen. Obmann August Mayer konnte viele Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft  und aus dem Musealverein begrüßen. Mag. Heinz Schießer beschäftigte sich schon sehr früh im Rahmen seines Universitätsstudiums mit der Person Ferdinand Krackowizer. Er schrieb auch seine Diplomarbeit zu diesem Thema. Der Vortragende behandelte in seinen Ausführungen, die er  durch viele Fotos und Dokumente medial bereicherte, zunächst das Leben, die berufliche Tätigkeit als Arzt in Gmunden, die Abstammung und die Familie Dr. Krackowizers. Dieser war  ja viele Jahre als Arzt in seiner Heimatstadt tätig, er arbeitete auch als Betriebsarzt in der Spinnerei und Weberei Theresienthal  und auch als „ Leibarzt“ der Herzogsfamilie. Die Zuhörer erfuhren aber auch interessante Details über die Parteienlandschaft und die damaligen politischen Verhältnisse in Gmunden von ca. 1900 bis nach 1930. Heinz Schießer berichtete sehr genau über die schwierige Zeit Dr. Ferdinand Krackowizers als Bürgermeister, über seine große soziale Einstellung und über ihn als Verfasser unserer wichtigen Stadtchronik in drei Bänden. Auch die wirtschaftliche Situation, die Betriebe Gmundens, beleuchtete Mag. Schießer ausführlich. Alle Zuhörer waren sich einig: „ Mag. Heinz Schießer ist es durch seinen Vortrag gelungen, die Bedeutung Dr. Ferdinand Krackowizers für Gmunden in Bild und Wort zu verdeutlichen und jeder Zuhörer erfuhr viel Neues über diesen großen Sohn Gmundens.“

Vortrag von Bürgermeister a. D. OSR Erwin Herrmann
"Ein Streifzug durch meine Chronikbände Gmunden 1950-1972" im März 2012


Altbürgermeister Herrmann begeisterte sein Publikum.

Bürgermeister a. D. OSR Erwin Herrmann hielt am Mittwoch, den 7. März im Kammerhofmuseum den ersten Vortrag im Rahmen der drei Vortragsabende, die 2012 vom Musealverein Gmunden  gestaltet werden. Über 40 Personen lauschten seinen Ausführungen. Unter diesen waren neben dem Obmann des Musealvereins August Mayer der ehemalige Vizebürgermeister Grabensteiner, Vizebürgermeister Dr. Dickinger, Stadtrat Meingast und einige Gemeinderäte. OSR Herrmann behandelte die Themen Umfahrungsstraße, Herzoghaus von Cumberland in Gmunden, Neubau der Traundorfschulen, Grünbergseilbahn, Neubau des Gymnasiums, Kläranlage, Schiabfahrt vom Grünberg, Sportplatz, Jugendherberge u. a. m. Durch seine Schilderungen wurde den Zuhörern bewusst, dass viele Probleme von heute schon jahrzehntelang behandelt werden und noch immer auf  die Realisierung warten. OSR Herrmann bot interessante Hintergrundformationen und Details und würzte sie sehr oft mit witzigen Andeutungen. In der abschließenden Diskussion wurden von den Besuchern Themen wie Theresiental, Wohngebiet Au, Barackensiedlung Cumberland angesprochen.

Krippenfahrt im Jänner 2012 nach Strobl


Die Krippenfans im Deutsch-Haus


Eine prächtige Krippe im Deutsch-Haus

48 Mitglieder und Freunde des Musealvereins besuchten am Samstag, den 7. Jänner 2012 unter der umsichtigen Leitung von Dr. Norbert Wimmer Strobl. Im Deutsch-Haus, dem Kulturzentrum von Strobl, sahen die Teilnehmer eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung von Salzkammergut-Krippen der verschiedensten Art. Der Empfang war sehr herzlich, sogar der Punsch und das Kletzenbrot fehlten nicht. Nach einer ausgiebigen Besichtigung aller Krippen gingen die Teilnehmer unter Schneetreiben entlang der Strobler Promenade und sahen die dort aufgestellten lebensgroß geschnitzten Krippenfiguren. Anschließend besuchten sie die renovierte Barockkirche und die darin ausgestellte Krippe. Zum Abschluss fuhren die Krippenfans dann in das Gasthaus „Zum Weberhäusl", wo dieser Nachmittag seinen gemütlichen Ausklang fand.

Weihnachstveranstaltung 2011



Am Donnerstag, dem 15. Dezember, trafen sich 33 Mitglieder im Ausstellungsraum der Salzkammergut-Krippen im Kammerhof-Museum zu der Vereinsweihnachtsveranstaltung. Obmann August Mayer übergab an die Direktorin des Museums Ingrid Spitzbart fünf Keramikobjekte zur Ergänzung der Keramiksammlung des Museums. Diese wertvollen Objekte wurden von einer Privatsammlung gekauft und stammen aus den Werkstätten Schleiß und Hoffmann. Außerdem wurde der Kustodin noch ein Portrait von Dr. Ernst Horowitz, gezeichnet von Prof. Hübl, überreicht und weiters  Keramik-Krippenfiguren vom ehemaligen Zahnarzt Dr. Emmerich Schwarzäugl, die unser Ehrenobmann Willi Pelikan dem Museum vermacht hat. Eine Führung durch die heurige sehr gelungene Krippenausstellung und eine Lesung von Luise Pape aus ihren Büchern mit musikalischer Untermalung ergänzte die weihnachtliche Veranstaltung. Eine äußert witzige und unterhaltsame Geschichte, gelesen von der Schriftführerin Renate Hipfinger, führte dann in den geselligen Teil dieser Veranstaltung mit Punsch und Keksen über.


Obmann Mayer und Ehrenobmann Eckhard Höllwerth übergeben
an Direktorin Ingrid Spitzbart die Keramikobjekte.


Frau Luise Pape an der Zither


Frau Gertrude Lachmair mit dem Porträt von Dr. Ernst Horowitz

Wappenfresko von Kaiser Maximilian I. endlich restauriert



Das Wappenfresko wurde nun hervorragend restauriert und erstrahlt in neuem Glanz. Dass die Stadtgemeinde in Zeiten geringer werdender Budgets diese Investition getätigt hat, dafür gebührt ihr ein besonderer Dank. Die Initiative dazu ging seit längerer Zeit von unserem Verein aus und alle Vorstandsmitglieder - und sicher auch viele Gmundnerinnen und Gmundner - freuen sich über diese gelungene Arbeit. Die „Wappenzier" trägt die Jahreszahl 1490. Sie befindet sich an der Seitenwand der „Polizeihausarkade“. Bis zur Umgestaltung des Kammerhofkomplexes in den 1960er Jahren war sie lange Zeit hinter einer Pappwand eines Geschäftsraumes versteckt. Prof. Fröhlich hat sie wieder aufgefunden und restauriert. Das Fresko erinnert an die wiederholten Aufenthalte Kaiser Maximilians I. in Gmunden.

Neue Vereinshomepage
Da die bisherige Vereins-Homepage seit Längerem nicht mehr von Herrn Höllering betreut wird und er in letzter Zeit keine Beiträge, die ihm zugeschickt worden sind, mehr veröffentlicht hat, wurde eine neue Homepage eingerichtet, in der sowohl fast alle bisherigen Beiträge enthalten sind als auch aktuelle aufscheinen. Die Adresse der neuen Homepage lautet:
www.gmundner-musealverein.at
Diese neue Homepage ist einfacher als die bisherige gehalten, dafür kostet sie dem Verein fast nichts. In dem Bereich "Ältere Berichte" scheinen die Artikel auf, die in der alten publiziert worden sind. Unter "Gmunden-Info" finden sich Berichte zur "Geschichte Gmundens", zur "Zeitgeschichte Gmundens", zu "Kunst und Künstlern", zu "Gebäuden, Kirchen, Gasthäuser, Fabriken etc.", "Straßen- und Plätzenamen" und zu "Denkmalgeschützte Objekte".

Generalversammlung am 20. Oktober 2011 im Kammerhofmuseum
Der Obmann des Gmundner Musealvereines, August Mayer, verwies in seinem Bericht an die Mitglieder auf viele Aktivitäten des Vereines. Für das Museum wurden in den letzten zwei Jahren wertvolle Keramikfiguren angekauft. Auch bei der kommenden Weihnachtsveranstaltung am 15. Dezember werden wieder Keramiken von Schleiß und Hoffmann übergeben. Neben den Bildungsfahrten zu anderen Museen, Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten und den Aktivitäten für den Antikkeramik- und Gebrauchtkeramikmarkt, regte der Obmann eine Verbesserung und Ergänzung des unscheinbaren Keramikweges mit vielen praktischen, nicht teuren Beispielen an. Er sprach sich auch für eine  Neufärbelung des zweiten noch erhaltenen Stadtturmes, des Schusterturmes, aus. Mit Stolz verwies er auf die Mitarbeit mehrerer Mitglieder beim Jubiläumsjahr der Pferdeeisenbahn hin und auf die neue Homepage, die Holger Höllwerth erstellte und unter www.gmundner-musealverein.at abrufbar ist.
Bei der Generalversammlung wurde Obmann August Mayer mit 100 Prozent  Zustimmung für die nächste Periode wiedergewählt. Ebenso die restlichen Mitglieder des Vorstandes. Neu im Vorstand sind Hans Georg Knauss als Kassier und Monika Marschner als Kassenprüferin. Im Beirat sind Beate Steinkogler und Elisabeth Rumpf sowie Herbert Löcker neu vertreten. Der langjährige Obmann, Ehrenobmann und Kassier Eckhard Höllwerth fungiert künftig als Kassierstellvertreter. Der Musealverein wird sich in Zukunft auch verstärkt Kindern und Jugendlichen annehmen. Für diese Gruppe wird eine kostenlose Mitgliedschaft angeboten.

Beschlüsse, Stellungnahmen und Anregungen der Generalversammlung Oktober 2011
Der Musealverein begrüßt die Öffnung eines „Cafés“ in den Räumlichkeiten des Museums grundsätzlich. Sorgen bereiten uns die Öffnungszeiten, die aufwändigen Einbauten zur Absicherung des Museums und des Kassenbereiches und die Tatsache, dass die Räumlichkeiten nicht mehr in dem Ausmaß für das Museum genützt werden können, wie dies bei der Ausstellung der Pferdeeisenbahn möglich war. Eine Öffnung, gekoppelt mit den Öffnungszeiten des Museums, wäre eine günstigere Möglichkeit. Personell und finanziell soll das Museum nicht mehr weiter „ausgedünnt“ werden, darunter würde die gute Qualität dieser wichtigen Kultureinrichtung leiden. Große Sorgen bereitet dem Verein der „Keramikweg“ in unserer „Keramikstadt“. Manche Objekte sind zerstört bzw. stehen „abseits“. Bodenvitrinen sind manchmal leer bzw. sollten Objekte öfter gewechselt werden. Entlang der Esplanade sind 10 Werbetafeln für das Porzellanmuseum (4 in Vitrinen, 6 auf Laternenmasten, die auch in der Nacht gut beleuchtet sind!). Es wird vorgeschlagen, einige "Schautafeln" mit Infos und Fotos über KERAMIK, deren Eerzeugung und Verwendung etc. aufzustellen. Man könnte z. B. auch Abfallkörbe aus Keramik mit dem Gmundner Wappen drauf aufstellen oder/und ein paar Sitzbänke, verziert mit Fliesen. Während also für das Porzellanmuseum aufwändig in der Stadt geworben wird, fehlen Hinweise auf unser Museum überhaupt. Da wäre auch etwas dagegen zu tun. Ein neues „Design“ am gut frequentierten Spielplatz (Kaffeekanne) wäre nötig, denn aktuell ist es alles andere als eine Augenweide. Ein Muster der Gmundner Keramik wäre wünschenswert, evtl. eine Töpferscheibe zum Drehen und kleinere „Sitzfiguren“ aus Keramik hätten auch noch Platz. Ein Hinweis auf unsere Partnerstadt FAENZA - eventuell aus Keramik - wäre am besten an der Esplanade anzubringen. Sorgen bereitet dem Verein der Zustand des „Schuster- oder „Bettlerturmes“. In der Stadt gibt es nur mehr zwei Stadttürme, daher sollte man bzgl. des Stadtbildes darauf schauen. Eine Färbelung nach alten Motiven wäre dringend notwendig. Bei der Generalversammlung wurde auch beantragt, für unser Museum wieder die Bezeichnung „Kammerhofmuseum“ einzuführen, denn die Bezeichnung „K-Hof“ weist zu wenig auf die historische Bedeutung des „Kammerhofes“ hin und vor allem Gäste wissen damit nichts anzufangen.

Ausflug nach Vorchdorf - September 2011

 
14 Mitglieder fuhren am Freitag, dem 30. September 2011, um 13.00 Uhr mit der Vorchdorfer-Bahn vom Seebahnhof entlang dem Pferdeeisenbahnweg durch eine herbstliche Landschaft bei schönstem Wetter nach Vorchdorf. Es war fast wie ein Museumswaggon, er hatte noch Holzsitze, blieb überall stehen und wir wären beinahe zu früh ausgestiegen. Nach einem kleinen Fußmarsch zum Zentrum von Vorchdorf haben wir dort das Heimatmuseum besucht. Freundlich empfangen und liebevoll alles erklärt, was an schönem Brauchtum zusammengetragen wurde. Eine kleine, aber feine Sonderschau über die Goldhauben und Tracht war ebenfalls zu sehen. Dann fuhren wir wieder eine Station mit dem Zug zurück und kamen nach einem kleinen Fußmarsch in der Brauerei Schloss Eggenberg an. Dort wurden wir mit der langen Geschichte dieses Hauses bekanntgemacht. Dann wurde uns das Brauen erklärt. Da es ein sehr heißer Tag war, freuten wir uns schon alle auf die Bierverkostung, die vom alkoholfreien Bier, Radler, verschiedenen Biersorten bis zum 14%igen Saminslaus Bier reichte. Dazu eine frische, noch warme Laugenbrezen. Herrlich. So gestärkt traten wir wieder die Heimfahrt mit dem Zug an und freuten uns über diesen gelungenen Nachmittag.

Entlang der Pferdeeisenbahn Gmunden–Budweis - Mai 2011
Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Eröffnung der Südstrecke der Pferdeeisenbahn von Linz nach Gmunden vor 175 Jahren organisierte der Musealverein Gmunden für Samstag, 21. Mai 2011, eine Busfahrt. Die Teilnehmerzahl war überwältigend! 86 Personen nahmen daran teil, man benötigte zwei Busse der Fa. Stern. Auf der Fahrt nach Wels gaben die beiden Reisebegleiter GR Manfred Reingruber – unser Pferdeeisenbahnspezialist - und Obmann August Mayer einen Überblick über die Geschichte der Pferdeeisenbahn, besonders über den Bau der Südstrecke. Die weiteren Stationen ergänzten diese Informationen über den Bau der Pferdeeisenbahn. Zunächst besuchte man die Station „MAXLHAID“ in Wels. Dr. Heinz Schludermann führte durch sein Museum. Kurzfilme ergänzen dort die gut präsentierten Exponate. Nach einer kleinen Stärkung ging die Reise weiter nach Kerschbaum. Direktor Walter Mayr und sein Team erwarteten uns schon mit einem „Gleishupfer“. Man besichtigte ausführlich die gelungene Ausstellung und fuhr natürlich mit dem „HANNIBAL“ auf der nachgebauten Strecke der Pferdeeisenbahn. Da fühlte man sich 175 Jahre zurück versetzt! Nach dem Mittagessen (… manche verspeisten „Rossknödel“….) führte die Reise weiter nach Budweis. Zuerst wurden wir vom Vizebürgermeister der Stadt im Trauungssaal des Rathauses empfangen und es wurden Gastgeschenke ausgetauscht, dann gab es einen geführten Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber auch zu den wenigen noch vorhandenen Stationen der Pferdeeisenbahn. Nach einer Freizeit – einige sollen das Budweiser Bier verkostet haben – fuhr die Gruppe wieder Richtung Gmunden. Obmann August Mayer, dem die Gesamtorganisation oblag, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Reise und freute sich über die große Teilnehmerzahl und den gelungenen Beitrag des Musealvereins Gmunden zum Jubiläumsjahr.


Die Pferdebahnexperten sind in der Station Maxlhaid bei
Wels zum Fototermin angetreten.

Kripperlroas des Musealvereins - Jänner 2011



In diesem Jahr führte unsere „Kripperlroas“ am 8. Jänner 2011 mit 38 teilnehmenden Personen nach Bad Ischl. Frau Mag. Renate Hipfinger hatte die schwierige Organisation der Anmeldungen übernommen. Dr. Norbert Wimmer war wieder unser bewährter Reiseleiter, diesmal in seiner Heimatstadt. Zuerst wurde die große Landschaftskrippe der Familie Neureiter( ca. 700 Figuren) besichtigt. In dieser Krippe sind bereits jetzt viele Szenen aus dem Leben Jesu eingebaut (Hochzeit zu Kanaa, die ausziehenden Hl. Drei Könige, Jesus im Tempel, Flucht nach Ägypten, Kindermord…, die in anderen Krippen erst nach und nach aufgestellt werden. Auf die Religiosität wird auch besonderer Wert gelegt (Lieder, Gebete, Musik…während und nach dem Aufstellen). Nach einem kurzen Fußmarsch gelangten unsere 2 Gruppen in das Ischler Museum. Dort besichtigte man die berühmte „Kalßkrippe“ mit ihren beweglichen Figuren. Wir lauschten den Erklärungen des Tonbandes und blickten interessiert auf die beleuchteten Szenen. Die Sonderausstellung mit Krippen und anderen Schnitzkunstwerken von Karl Gruber wurde auch besucht, er ist bereits über 80 Jahre und stammt aus dem Innviertel. Unsere „Roas“ führte uns weiter über die Traunbrücke zur Krippe des Herrn Christoph Schmid, der die so genannte „Falmsederkrippe“, die sein Großvater von einem Ebenseer erworben hatte, stolz präsentierte. Besonderen Wert legt der „Krippenvater“ auf die Bäume und die Häuser, die genau nach ihrem Original nachgebaut sind. Dann bestieg die Gruppe wieder den Bus und man fuhr in das Rettenbachtal zum „LIPPENBAUER“. Der Hausherr weihte uns über die Kunst des Aufstellens ein und erläuterte die Besonderheiten (Bergmänner, Stollen, Jagdgeschehen, Handwerker, Bauernarbeit, Heuwagen…) seiner Krippe. Zum Abschluss der gelungenen „Roas“ gab es das obligate „Zusammensitzen“  in gemütlicher Runde in der Rettenbachmühle. An Dr. Norbert Wimmer überreichte dort Obmann August Mayer ein Buchgeschenk (Das Mittelalter) und ein Fläschchen Wein als Dank für die Reiseleitungen in den letzten Jahren.

Vereinsweihnachstfeier im K-Hof-Museum am 14. Dezember 2010


Als Dank für seine Lesung bei der Weihnachtsfeier
erhält Erich J. Langwiesner ein Weinsortiment.

Fahrt des Musealvereins Gmunden zur Landesausstellung - Oktober 2010

Am 14. Oktober 2010 machte sich ein mit 52 Personen vollbesetzter Reisebus der Fa. Stern auf den Weg, um die Landesausstellung zu besuchen. Mag. Renate Hipfinger hatte die Idee zu dieser Fahrt, es waren auch Mitglieder des Kneippvereines eingeladen. Obmann August Mayer nutzte den Anfahrtsweg, um über die Zeit der Renaissance und der Reformation einen geschichtlichen Überblick zu geben. Er beleuchtete nicht nur die geschichtlichen Daten, sondern berichtete auch über geschichtliche Hintergründe, Querverbindungen, über Musiker, Bildhauer, Wissenschaftler, Staatsmänner, Erfindungen und Entdeckungen aus dieser spannenden Zeit. So waren alle Mitreisenden mit dem Thema vertraut und freuten sich auf die Führungen. Im Schloss Tollet besichtigte man zunächst die Ausstellung „Standpunkte, die Jörger von Tollet und ihre Zeit“. Eine sehr gute audiovisuelle Präsentation ergänzte die Ausführungen der beiden Führer zu den interessanten Ausstellungsobjekten. Auch der Keller des Schlosses mit den Erklärungen zu den „Erdställen“ dieser Gegend wurde besucht. Im Anschluss an das Schloss Tollet fuhr die Gruppe zum Schloss PARZ. Dieses Schloss bei Grieskirchen mit dem dazu gehörenden Wasserschloss gehört zu den bedeutendsten Renaissancebauten Oberösterreichs. Die vielen Exponate begeisterten die beiden Gruppen. Einblicke in die Buchdruckerkunst, gute Hörstationen und seltene aber auch skurrile Ausstellungsstücke wurden präsentiert. An der Südfassade des Landschlosses befindet sich ein europaweit einzigartiger Freskenzyklus, der als künstlerisches Hauptwerk der österreichischen und der süddeutschen Renaissancekunst gilt. Er verkörpert die Weltsicht eines humanistisch-protestantischen Landadeligen am Ende des 16. Jahrhunderts. Nach den „anstrengenden Ausstellungsbesuchen“ wurden beim Mostheurigen „Möseneder“ in Zeißerding bei Grieskirchen noch viele angeregte Diskussionen zu dieser gelungenen Ausstellung und zur interessanten Fahrt des Musealvereines geführt.


Schloss Parz  Schloss Tollet

3. Antik- und Gebrauchtkeramikmarkt - Mai 2010
Der Musealverein Gmunden veranstaltete den dritten Antik- und Gebrauchtkeramikmarkt am Samstag,
29. Mai 2010 von 8.00 bis 15.00 Uhr auf dem Museumsplatz in Gmunden. Angeboten wurde Gebrauchskeramik aller Art, aber auch die Antikkeramik hatte einen hohen Stellenwert. Ausstellen und verkaufen konnten auch Gmundnerinnen und Gmundner, aber auch Anbieter aus anderen Orten. Das eine oder auch andere „Schnäppchen“ wartete auf seinen Käufer. „Wir wollten damit wieder einen weiteren Mosaikstein zur Keramikstadt Gmunden beitragen und den Museumsplatz und die Innenstadt mit diesem Spezialangebot beleben“ meint der Obmann des Musealvereines August Mayer.


Mag. Renate Hipfinger und Direktor August Mayer verkauften
beim 3. Gebrauchtkeramikmarkt auch das "Gmunden-Taschenbuch" unseres Musealvereins.

Tagesfahrt des Musealvereins Gmunden - April 2010
Samstag, 24. April 2010
Lochen – Braunau – Burghausen – Wallfahrtskirche Marienberg – Zisterzienserkloster Raitenhaslach

Die Tagesfahrt 2010 unter der bewährten Reiseleitung von Dr. Norbert Wimmer war für 44 Teilnehmer ein großes Erlebnis. Auf der Hinfahrt machten wir in LOCHEN einen kurzen Halt, um die interessante Pfarrkirche zu besichtigen. In BRAUNAU erwarteten uns schon die Fremdenführer. In zwei Gruppen wurde durch die Stadt am Inn geführt, die ihr 750 Jahr- Jubiläum feiert. Interessante Stationen waren: das Stadttheater, das GUGG Kulturhaus, Hl. Geist Spital und Kirche, die historischen Badhäuser (Vorderbad, Mitterbad und Hinterbad), der Malerwinkel, Torturm und Stadtturm, die Stadtpfarrkirche St. Stephan mit dem Grabmal des Hans Staininger (der „Mann mit dem langen Bart“ war im 16. Jhdt. Stadthauptmann von Braunau), die Herzogsburg, das Glockengießerhaus, der Stadtplatz und die Innbrücke. Viel Interessantes wurde uns geboten – das Geburtshaus von Adolf Hitler war aber nur ein Randthema. Das Mittagessen wurde in Hochburg Ach eingenommen. Am Nachmittag besichtigte man die längste Burganlage Europas ( 1051 m ) mit den 6 Burghöfen, den Brücken und Wehrtürmen in Burghausen. Ein herrlicher Blick auf die Altstadt wurde uns von dem Burgfelsen geboten! Weiter ging die Fahrt durch die Altstadt von Burghausen zur berühmten Wallfahrtskirche Marienberg, die zu den schönsten Rokokokirchen Bayerns zählt. Zum Abschluss besuchten wir das älteste Zisterzienserkloster in Oberbayern RAITENHASLACH mit der beeindruckenden Klosterkirche. Nach der Einkehr im Klosterkeller fuhren wir auf der bayrischen Seite der Salzach über Tittmoning, Laufen, Freilassing und Salzburg – reich an neuen Eindrücken - wieder zurück nach Gmunden.


Ein Teil der Reisegruppe in Braunau vor dem Bürgerspital

Wallfahrtskirche Marienberg           

Kloster Raitenhaslach


Wanderung in der Burganlage von Burghausen

Spaziergang entlang der Pferdeeisenbahn - April 2010
Auch schlechtes Wetter mit Wind und Regen hielt am 14. April 2010 12 tapfere Mitglieder unseres Vereines nicht davon ab, den „Spaziergang“ durchzuführen. Gestartet wurde um 16.00 Uhr beim Rathaus. Manfred Reingruber erläuterte die Situation der Gleise und der Probleme bzgl. Ausbau der Strecke von Linz nach Gmunden. Technische Probleme: keine genormten Schienen, Schrauben, Kurvenradien, usw. 1000 Pferde und über 100 Wagen…..viele Berufe profitierten von der Bahn: Schmiede, Bauern, Wirte, usw. Gütertransport bis zur Annastraße, Personentransporte nur ab Annastraße! Führung durch das Trauntor, Schleifung des „Bruckturms“ für die Pferdeeisenbahn, weiter führte uns der Weg über die Georgstraße bis zur Traundorfschule. Dort wurde die kleine Ausstellung, die in der „Schule an der Pferdeeisenbahn“ von Dir. August Mayer eingerichtet wurde, besichtigt: Stadtpläne, Streckenpläne, Fotografien, Löscheimer…Weitermarsch über die Hochmüllergasse entlang der Schienen zum „Pferdeeisenbahnweg“. Besichtigung eines original erhaltenen Stückes der Trasse beim Haus Ohnsorg. Weiter führte der Weg zum Bahnhof „ENGELHOF“. Die Einkehr zum gemütlichen Abschluss im GH Engelhof durfte nicht fehlen, wo noch eifrig diskutiert und Literatur besichtigt wurde. Herzlichen Dank an Manfred Reingruber, der die Führung mit seinem Wissen hervorragend gestaltete. Alle „wetterfesten“ Teilnehmer waren begeistert!


Die Teilnehmer studieren in Traundorf in der Volksschule 
an der Pferdeisenbahn die Karte über die Gmundner Strecke der Bahn

Kripperlroas 2010




Die Krippenfahrt am 9. Jänner 2010 führte uns - wieder unter der bewährten Reiseleitung von Dr. Norbert Wimmer - nach PEUERBACH zur LANDESKRIPPE, die im Schlossmuseum ausgestellt wird. Sie ist ein sehenswertes Denkmal der oberösterreichischen Volkskultur. Über 200 Figuren, die in die jeweilige
Tracht eines Landesteiles gekleidet sind, veranschaulichen auch verschiedenes Brauchtum und typische Feste. So sieht man Prozessionen, Hochzeitszüge, unseren Liebstattbrauch, den Glöcklerlauf usw. Die Goldhaubengruppen wirkten bei der aufwändigen Einkleidung der Figuren mit. Natürlich werden auch die verschiedenen Hofformen in unserem Land dargestellt. Das Schlossmuseum beherbergt auch das „Bauernkriegsmuseum“. Viele Diaramen mit hunderten Zinnfiguren zeigen Szenen aus den Bauernkriegen, Schlachten, Überfälle auf Einzelhöfe aber auch den Kampf um Linz. Die Schlacht bei Pinsdorf und das „Frankenburger Würfelspiel“ werden in Diaramen ebenso dargestellt. Das Schloss Peuerbach war zur Zeit der Bauernkriege mehrmals Schauplatz tragischer Ereignisse. Unter der Führung von Stefan Fadinger und Christoph Zeller erfolgte 1626 von Peuerbach ausgehend der größte Bauernaufstand Europas. Figuren, Fotos, Modelle, Waffen und Grafiken beleuchten politische, konfessionelle, wirtschaftliche und soziale Hintergründe der damaligen Zeit. Peuerbach nennt sich aber auch „Stadt der Sterne“. Das Rathaus schmückt eine Nachbildung einer astronomischen Uhr. Ein weiterer Teil der Ausstellung im Museum ist der Geschichte der Sternenkunde gewidmet. Vor allem die Zeit um das Schaffen des Georg Aunpekh von Peuerbach wird dargestellt, dessen Erkenntnisse zum Teil bis in die heutige Zeit wichtig sind. Dieser große Astronom, Mathematiker, Humanist und Dichter erfand die erste Taschenuhr der Welt und stellte viele astronomische Geräte her. Er beschäftigte sich aber auch mit den Anwendungsmöglichkeiten der Sinusrechnung. Die Ausstellung kann aber nicht am großen Sohn Gmundens vorüber gehen, denn auch unser Johannes von Gmunden und seine Leistungen auf diesem Gebiet werden gebührend gewürdigt.

Vereinsweihnachtsfeier , am 9. Dezember 2009



Übergabe einer Keramikfigur an Frau Direktor Ingrid Spitzbart als 
Weihnachtsgeschenk an die K-Hof-Museen

Ausflug nach Wasserburg am Inn - Mai 2009

Unter der bewährten Leitung von Dr. Wimmer und Sternreisebüro fuhren am 16. Mai 2009 54 Interessierte in den bayrischen Raum. Zuerst besuchten wir das Barockkloster Rott, das sehr schön renoviert wurde. Anschließend fuhren wir dann nach Wasserburg, das eine wunderschöne, gut erhaltene Altstadt hat. Trotz Regengusses, der dem Namen alle Ehre machte, konnten wir eine kleine Führung machen, und es wurden uns die Sehenswürdigkeiten, wie Kirche, Kernhaus, Rathaus, Alte Apotheke, kleine Plätze und Gassen gezeigt.


Die Teilnehmer an dem Ausflug bei der Stadtführung in Wasserburg am Inn


Bürgerhäuser mit Treppengiebel in Wasserburg am Inn

Nach einer gemütlichen Mittagsrast zeigte sich die Sonne und wir fuhren zu dem idyllisch gelegenen Kloster Seeon am Chiemsee. Dieses ist wirklich eine Oase der Ruhe.


Kloster Seeon

Weiter ging unsere Fahrt nach Traunstein. Diese frühere Salinen-Stadt hat eine sehenswerte Altstadt mit sehr gut erhaltenen Häusern, einem schönen Stadtplatz und einer eindrucksvollen Kirche.


Schönes Bürgerhaus mit Ausleger in Traunstein

Nach einer Labung im alten Sudhaus ging unser Ausflug zur Zufriedenheit aller zu Ende.

2. Antik- und Gebrauchtkeramikmarkt - Mai 2009
Bei strahlendem Sommerwetter wurden am 23. Mai ab 8.00 Uhr Früh auf über 40 Standeln am Museumsplatz und bis zum Stadtplatz alte und antike Keramik in allen Formen und Farben angeboten. Es waren dabei sehr wertvolle Stücke, aber auch die Gebrauchskeramik, alt und neu, war stark vertreten. Ein reges Treiben war bis Nachmittag auf diesem Platz und viele Besucher gingen mit einem Stück Keramik nach Hause.


Besuch der Galerie Schloss Weye
r - Oktober 2009
Der Musealverein Gmunden besuchte am 22. Oktober 2009 die Galerie Schloss Weyer mit dem einzigartigen Porzellanmuseum. Der Besitzer, Herr Kommerzialrat Schober, führte persönlich die Teilnehmer auch in den privaten Teil des Schlosses und in die Kapelle. Er erläuterte auch die Entstehungsgeschichte des Hauses und die „Wappenwand“. Besonders interessant waren dann seine Ausführungen zu der einzigartigen Sammlung von Meißner Porzellan mit historischen Stücken, die
ca. 300 Jahre alt sind. Viele Anekdoten und interessante Geschichten zu den wertvollsten Stücken lockerten die Führung auf. Seit 1722 sind die „Gekreuzten Schwerter“ das Markenzeichen des Meißener Porzellans. Herrliche historisch gedeckte Tafeln, Prunkschalen und Vasen, Tafelgeschirr bzw. reich dekoriertes Tee- und Kaffeeservice begeisterten die Besucher. Sehr lebendig und abwechslungsreich war die Figurenwelt von Meißen: die „Affenkapelle“, das Schokoladenmädchen, die Gärtnerkinder, Märchenfiguren usw. hinterließen bleibende Eindrücke.

Kripperlroas ins Innviertel - Jänner 2009
Bei wunderschönem Winterwetter fuhren am 10. Jänner 2009 34 Kunstinteressierte ins Innviertel.
Dr. Wimmer begleitete uns und erklärte uns alles - wie immer sehr ausführlich - und brachte uns die verzweigte Familie der Schwanthaler näher. Zuerst besichtigten wir die gotische Kirche in Zell am Pettenfürst, die am Hochaltar eine Schwanthalerkrippendarstellung als Altaraufsatz hat. Diese ist seitenverkehrt zur Gmundner Darstellung in der Stadtpfarrkirche geschnitzt. Weiter ging die Fahrt über den sonnigen Hausruck nach Ried, wo wir im neu umgebauten Volkskundemuseum die Schnitzkunst der Schwanthaler-Familie, Figuren des Schnitzers Zürn und auch des Bildhauers Bernhard Prähauser bei einer Führung erklärt bekamen. Wir wurden dann durch den volkskundlichen Teil geführt, in dem eine große Anzahl an prachtvollen Stücken ausgestellt wird.

Schwanthaleraltar in Zell am Pettenfürst

Ein kurzer Blick in die Stadtpfarrkirche von Ried, die auch von der Familie Schwanthaler geprägt wurde, beendete den kulturellen Teil. In Neuhofen im Innviertel klang der Tag mit einer gemütlichen Stunde aus.


Stadtpfarrkirche in Ried: Engelbild

Ausstellung „Gmunden 1918 bis 1945“ im Kammerhofmuseum Jänner / Februar 2009
In dieser interessanten Ausstellung, die von den Kammerhofmuseen Gmunden in Zusammenarbeit mit unserem Musealverein entwickelt wurde, werden die Themen Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur vom Ende der k. u. k. Monarchie bis zum Beginn der Zweiten Republik behandelt. Auf 26 informativen Schautafeln, die von unserem Vorstandsmitglied Historiker Mag. Holger Höllwerth zusammengestellt wurden, erfährt der Besucher Fakten aus Gmundens Geschichte. Die Straßennamen der damaligen Zeit werden dargestellt, die schreckliche Judenverfolgung in Gmunden und deren Folgen, die Betriebe der damaligen Zeit, die Gebietserweiterung des Gemeindegebietes von Gmunden durch Teile des Gemeindegebietes Altmünster, das Ansteigen der Bevölkerungszahl und der Erhalt des Status einer Bezirksstadt, der Weg vom Nobelkurort zur Tourismusstadt, Wohnungsnot und Wohnraumbeschaffung, Hotels und Gasthöfe der damaligen Zeit, der Tag des Anschlusses, Gmunden als Garnisonsstadt, Kulturinitiativen jener Zeit, der Brand des Kurhauses, unsere Stadt im zweiten Weltkrieg, das Schloss Cumberland und das Kriegsende und der „Umbruch“, das sind nur einige Themen der interessanten Schautafeln. Skulpturen, Bilder und zeitgenössische Gebrauchsgegenstände, Spielzeug und Keramik aus den Sammlungen der Kammerhofmuseen ergänzen die informative Ausstellung und runden das Bild dieser Zeit ab. Der Dank für die viele zeitraubende Arbeit gilt unserem Vorstandsmitglied Prof. Mag. Holger Höllwerth, der damit auch dem Musealverein Gmunden einen großen Dienst erwiesen hat und große Aufklärungsarbeit über dieses spannende und heikle Kapitel unserer Stadt geleistet hat.


Der Kurator der Ausstellung, Mag. Holger Höllwerth,
spricht zur Eröffnung der Ausstellung einführende Worte.

Besichtigung der Landesausstellung in Ebensee und Traunkirchen
Bei wunderbarem Herbstwetter fuhren wir (44 Teilnehmer und Teilnehmerinnen) mit dem von unserem derzeitigen interimistischen Obmann gesponserten Bus nach Ebensee. Dort hatten wir eine sehr informative Führung unter der Leitung von Dr. Franz Gillesberger und Herrn Lahnsteiner über das Thema Heimat, Himmel & Hölle. In dem sehr gut umgebauten Museum in der ehemaligen Salinendirektion wurde uns anschaulich das soziokulturelle Phänomen der Migration im Salzkammergut nahegebracht. Der zweite Teil der Führung führte uns durch das Leben der Salinenstadt und zum Abschluss wurden uns im Dachgeschoß noch eine Anzahl wunderschöner Glöcklerkappen gezeigt. Dann führte uns unsere Fahrt nach Traunkirchen. Dort blieb es jedem selbst überlassen, ob er den Landesaustellungsteil Schätze, Gräber, Opferplätze, die schöne Kirche oder den neu gestalteten Johannisberg besichtigte. Manche schafften alles.

Fahrt durch das Steirische Ennstal von Admont bis Pürgg am 1. Juni 2008
Wir besuchten die wunderschön renovierte Bibliothek und die Museen des Benediktinerklosters Admont. Weiter ging die Fahrt nach Frauenberg. Nach dem Mittagessen hatten wir vom Pfarrer eine Spezialführung durch die barocke Wallfahrtskirche. Es folgte ein kurzer Aufenthalt in Niederhofen, wo wir in der Ruprechtkirche die gotischen Wandmalereien sahen. Den Abschluss bildete die Besichtigung der Johanneskapelle am Kalvarienberg in Pürgg mit seinen bedeutenden Fresken, und anschließend die gotische Kirche St. Georg mit herrlichen Skulpturen, Glasfenstern und Freskenzyklen. Nach einer Jause im Lebzelterhaus in Bad Aussee ging es wieder heimwärts.

Erfolgreicher Keramikflohmarkt am 7. Juni 2008
Der ursprünglich von Willi Pelikan in seiner Eigenschaft als Obmann des Musealvereins Gmunden als einmalige Aktion geplante Keramik-Flohmarkt am 7. Juni rund um das Museum K-Hof entwickelte sich zu einem derart erfolgreichen Projekt, daß die Nachfolger des scheidenden Vereinsleiters schon jetzt über eine jährliche Fortsetzung nachdenken. Statt der erwarteten zwanzig waren rund vierzig Aussteller gekommen, die alte und neue Keramikwaren und -kunst zum Verkauf anboten. Auch das Interesse der Passanten war groß, so dass zahlreiche schöne Stücke den Besitzer wechselten. Als Unterstützung hatte sich Pelikan Vorstandsmitglieder des Vereins, darunter die beiden Stadträte August Mayer und Wolfgang Sageder, zur Verstärkung an den Stand geholt, die eifrig die Werbetrommel rührten und ein ganzes Paket an Beitrittserklärungen abgeben konnten. (Presseartikel von Wolfgang Sageder)


Keramikflohmarkt v.l.n.r.: Stadtrat Wolfgang Sageder, Obmann Willi Pelikan,
Stadtrat August Mayer

Kripperlroas am 12. Jänner 2008
Unsere Kripperlroas führte uns diesmal nach Linz ins Schlossmuseum zur Besichtigung der umfangreichen Krippensammlung des OÖ. Landesmuseums. Besonders interessant die Gmundner mechanische Kastenkrippe aus der Werkstätte des Johann Georg Schwanthaler, die große Wiesmayr-Krippe vom Grasberg (Viechtau), die alte Kirchenkrippe (Goldene Samskrippe) aus Bad Ischl und die Bruckschlögl - Krippe mit ca. 700 Figuren aus dem Salzkammergut. Abschließend besichtigten wir noch die Sebastian Osterrieder Krippe im Neuen Dom. Nach einer kurzen Rast  ging es wieder zurück nach Gmunden.

Der Musealverein Gmunden besucht die Perlen an der Moldau
In Zusammenarbeit mit Stern–Reisen, und unter der fachkundigen Führung von Dr. Norbert Wimmer, fand auch die diesjährige Besichtigungsfahrt zu den Perlen an der Moldau statt. Erste Station war der Besuch des Stiftes Hohenfurth. Unter der Leitung von Dr. Zerbs, er organisiert auch die Renovierung des in Zisterziensergotik erbauten Stiftes, sahen wir dessen Kirche, das Konventsgebäude, die barocke Bibliothek und auch der Allgemeinheit nicht zugängliche Bereiche. Weiter ging die Fahrt entlang der Moldau nach Krumau. Der Besuch des Schlosses mit seinem prächtigen Turm und ein Rundgang durch die zum Weltkulturerbe ernannten malerische Stadt standen auf dem Programm. Gestärkt durch die Schmankerl der böhmischen Küche ging die Fahrt wieder zurück nach Gmunden. Ein besonderer Dank an Herrn Dr. Norbert Wimmer, der durch seine interessanten Informationen begeisterte. Zur Freude von Obmann Wilhelm Pelikan, entschlossen sich sechs Reiseteilnehmer dem Musealverein beizutreten.


Reisegruppe des Ausflugs zu den Perlen der Moldau

Rekordteilnehmerzahl bei der „Kripperlroas" 2006
34 Teilnehmer, auf drei Gruppen aufgeteilt, besichtigten in der Stadtpfarrkirche den Dreikönigsaltar und die Schwanthalerkrippe, und lauschten den fachkundigen Erklärungen von Pfarrer Mag. Gerald Geyrhofer. Weiter ging es zum Rinnholzplatz, zur Familie Dr. Schwaiger, wo uns die interessanten Details Ihrer Ebenseer Familienkrippe geschildert wurden. Gestärkt durch ein Schnapserl, ging die Fahrt nach Neukirchen, um die automatischen Krippen der Familien Harringer und Schatzl zu bewundern. Den Abschluss bildete die Besichtigung der Krippenausstellung im Altmünsterer Eggerhaus mit einem anschließenden gemütlichen Beisammensein in der warm geheizten guten Stube.

Herwig Hipfinger als 100. Mitglied begrüßt
Vor 3 Jahren startete der Musealverein Gmunden eine Mitglieder-Werbeaktion. Das 100. neue Mitglied, Konsulent Herwig Hipfinger, konnte jetzt durch Frau Dir. Ingrid Spitzbart (in Vertretung von Bürgermeister Heinz Köppl) und durch den Obmann des Musealvereins Wilhelm Pelikan im Gmundner Stadtmuseum begrüßt werden. Der Verein freut sich über die erfolgreiche Aktion und hofft, dass bis zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2007 noch viele “Neue“ dazukommen werden. Die Mitgliedschaft im Musealverein ist die Visitenkarte für jeden, der eine besondere Beziehung zu Gmunden hat!


Herwig Hipfinger wird von Frau Dir. Ingrid Spitzbart und
Obmann Wilhelm Pelikan begrüßt.             

Auf den Spuren der Erdgeschichte entlang dem Traunsee
Am Samstag, den 24. September, lud der Musealverein Gmunden zu einer Veranstaltung zum Thema „Geologie des Traunsees“. Frau Direktor Ingrid Spitzbart begrüßte die vielen Teilnehmer im Stadtmuseum. Anschließend führte der Geologie-Experte Dr. Weidinger durch die zum Thema passenden Bereiche des Museums: Geologie-Abteilung, Vor- und Frühgeschichte (Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit), Salzhandelsstadt und Fossilienzimmer. Jeder waren begeistert von der Sachkenntnis und der spannenden Darbietung des Referenten. Weiter ging es dann von der Theorie zur Praxis. Mit einem Schiff der Traunsee-Schifffahrt Eder fuhren die Teilnehmer dem östlichen Traunseeufer entlang bis Karbach, wobei Dr. Weidinger die Gesteinsformationen und Gesteinsarten der Region erklärte und auch auf die Gefahren hinwies, die zu intensive Bebauung hervorrufen können. Vorbei ging es dabei an wenig bekannten Buchten und Klammen am Fuße des Traunsteins und des Hochlindachs. Danach an der Westseite des Traunsees nach Traunkirchen und Altmünster. Dr. Weidinger ließ es natürlich auch hier nicht an geologischen und historischen Informationen fehlen. Für seine Ausführungen und überhaupt für die zahlreiche Teilnahme an dieser Fahrt bei herrlichem Wetter dankte abschließend der Vizeobmann des Musealvereines Prof. Mag. Eckhard Höllwerth.



Die Gotikstraße des Mühlviertels
war der Titel des Musealvereinausfluges, in Zusammenarbeit mit Stern Reisen, am 4.Juni 2005. Unter der fachkundigen Führung von Dr. Norbert Wimmer und unter Mitwirkung von Obmann Wilhelm Pelikan, ging die Zeitreise zur ersten Station nach Waldburg, wo in der Pfarrkirche die drei Flügelaltäre bewundert wurden. Danach ging die Fahrt nach Freistadt, mit der Besichtigung des Schlossmuseums und einem Rundgang in der Altstadt, mit der gotischen Pfarr- und Johanneskirche. Später am Nachmittag führte der Weg weiter über St. Michael Ob Rauhenödt. Dort wurde uns der Flügelaltar im geöffneten und geschlossenen Zustand gezeigt. In der Pfarrkirche von Laasberg sahen wir die drei vom Gmundner Bildhauer Josef Unterberger geschaffenen neugotischen Altäre. Den Höhepunkt der Zeitreise bildete aber der Besuch des weltbekannten Flügelaltars in Kefermarkt. Ein vollbesetzter Bus mit von dem Gesehenen begeisterten Teilnehmern, sind sicher ein gutes Zeichen für die nächste Veranstaltung GEOLOGIE des TRAUNSEES mit Herrn Dr. Johannes Weidinger und Frau Dir. Ingrid Spitzbart am 24. September 2005. Beginn 14 Uhr im Stadtmuseum Gmunden, mit anschließender Seerundfahrt und Vortrag vor Ort.

„Traunsee-Schätze“ im Stadtmuseum Gmunden
Versteinerte Meeresbewohner und seltene Mineralien aus Gmundens bekanntestem Wandergebiet.

Neben seinem reichen Angebot an erd- und kulturgeschichtlichen Themen für Museumsbesucher aller Altersstufen bietet das Stadtmuseum Gmunden heuer als einmalige Attraktion eine außergewöhnliche Schau von Jahrmillionen alten, versteinerten Lebewesen und seltenen Mineralien vom Fuße des Traunsteins. In Großvitrinen mit farbigen Lichteffekten präsentiert vermitteln die Exponate dem Museumsbesucher den Eindruck eines Meerestauchgangs in grauer Vorzeit. Neben den bereits bestehenden, speziell für Kinder aktiv zu erlebenden Einrichtungen, wie Geoparcour, Schatzbergwerk und Stadtmodell, werden ein Meeres-Quiz und ein Aquarium-Spiel neu angeboten. Nach dem im Hause seit Jahren praktizierten und bestens bewährten „Konzept eines aktiven Museumsbesuchs“ können so meeres- und tiergeschichtliche Inhalte spielend erlebt, begriffen und erlernt werden!

 Aquarium-Spiel

Das bei Touristen so beliebte Wandergebiet am Nordwestfuß des Traunsteins nahe dem Traunsee-Ostufer ist zwischen Kaltenbachwildnis, Grünberg und Laudachsee ein weitum bekanntes Eldorado für Sammler von Versteinerungen und seltenen Mineralien. Dort begann vor 25 Jahren der Hobbypaläontologe Ferdinand Estermann mit seiner abenteuerlichen Suche nach den Schätzen eines heute längst verschwundenen, weltumspannenden Meeres. So häufte sich eine der bedeutendsten Fossilien- und Mineraliensammlungen Österreichs mit mehreren hundert Schaustücken und Einzelfunden von besonderem Seltenheitswert aus der Jura-, Kreide- und Tertiärzeit an – Muscheln, Seeigel, Haifischzähne, Krabben, Ammoniten und die bekannten Riesen-Septarien.

  Riesen-Septarien

Auch für den Touristen, der von den Gasthöfen „Ramsau“, „Sepp-Stahrl-Talherberge“, „Hois’n Wirt“ oder „Moaristidl“ zur „Grünberg Alm“ oder zur „Laudachsee Alm“ bergwärts wandert, ist es immer wieder faszinierend und überraschend zugleich, auf halber Höhe des Traunsteins die Reste von ehemaligen Meeresbewohnern zu finden. Für den, der sich die kräfteraubende und zeitaufwendige Arbeit sparen und stattdessen die außergewöhnlichsten und schönsten Funde aus diesem Gebiet genießen möchte, ist die im Stadtmuseum Gmunden neu eröffnete Ausstellung „Traunsee-Schätze“ ein unbedingtes Muss!

 Ammonit

Kripperlroas am 29. Jänner 2005
29 Personen nahmen am 29. Jänner an der KRIPPERLROAS teil und bewunderten in Steinbach an der Steyr fast 400 neuzeitliche Krippen aus aller Welt. Anschließend ging die Fahrt nach Christkindl, wo uns Herr Kustos Jakob die Pöttmesser Krippe, eine mit 778 aus Lindenholz geschnitzte und bekleidete Figuren auf einem 58 m2 großen orientalischen Krippenberg, zeigte. Danach führte er uns eine der letzten noch erhaltenen mechanischen Großkrippen vor. Diese wurde von Herrn Karl Klauder gebaut und besteht hauptsächlich aus Korkeiche. Klauder arbeitete von 1899 bis zu seinem Lebensende im Jahre 1939 daran. Den Abschluss bildete eine Führung durch die Kirche in Christkindl. Alle Teilnehmer waren vom Gebotenen begeistert.