MUSEALVEREIN GMUNDEN


Fahrt zum "Paneum" und zum Stift St. Florian
am Freitag, 22. November 2019
Eine große Gruppe fand sich zu dieser Veranstaltung ein und fuhr zuerst per Bus nach Asten. Dort besuchte sie zunächst das „Paneum“, die Wunderkammer des Brotes. In diesem sehr modernen Bau werden sehr interessante Objekte ausgestellt, die alle mit dem Brot zu tun haben. Unsere Gruppe wurde wegen der großen Zahl zweigeteilt. Der Einführungsfilm war sehr informativ. Bei den Führungen wurden uns Museumsstücke gezeigt, die teilweise 9.000 Jahre alt sind. Brot spielt und spielte in unserem Leben, im Alltag, in den Kulturen („Brot und Spiele“..) und Religionen (Brotheilige, Brot brechen, Hostien…) eine wichtige Rolle. Der Gründer, Besitzer und Sammler, Herr Peter Augendoppler, trug in vielen Jahren Kornmumien aus Ägypten, Bilder und Gemälde von berühmten Malern, Spielzeug, Keramikteller, Figuren aus Meißner Porzellan, Literatur über Brot und Geräte zum Bestrafen der Bäcker bei Fehlverhalten und Betrug (Bäckerschupfen, Schandmasken…) zusammen. Die Führungen waren sehr informativ und kurzweilig! Ein Kornspitz war die Belohnung für die Aufmerksamkeit!


Das architektonisch einzigartige Gebäude


Figuren aus einer syro-hethitischen Bäckerei


Strafmaßnahme „Bäckerschupfen“


Der Bäckerbub aus der Gmundner Kirchengasse
am Haus der Bäckerei Rastinger

Nach dem Besuch des Paneums besichtigte man das herrliche Augustiner Chorherrenstift St. Florian, das über dem Grab des Hl. Florian erbaut wurde, der im Jahre 304 n. Chr. hingerichtet wurde. Im Jahre 1686 begann Carlo Antonio Carlone mit dem barocken Neubau, der nach seinem Tod von Jakob Prandtauer vollendet wurde. Unsere beiden Gruppen wurden durch die Krypta geführt (Sarkophag des Stiftsorganisten und Komponisten Anton Bruckner), durch die Stiftsbasilika mit der Brucknerorgel und den Deckenfresken von Anton Gumpp, durch die Ausstellung mit dem „Sebastianaltar“ von Albrecht Altendorfer, durch den wunderbaren Marmorsaal und schließlich durch die Bibliothek (Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte) mit über 150.000 Bänden. Im Stiftskeller fand dieser schöne Tag den krönenden Abschluss!


Das Barockstift St. Florian mit dem großartigen Eingangstor


Die Brucknerorgel in der Basilika


Der Sarkophag Bruckners in der Krypta


Gmundens Schätze“ – eine neue Website für Gmunden im Internet


Keramikglockenspiel in der Loggia des Rathauses

In dieser neu eingerichteten Website „Gmundens-Schaetze.at“ werden nach und nach Highlights von Gmunden in detaillierter Form und mit speziell ausgewählten Bildern und Fotos präsentiert. Erarbeitet werden die meistens sehr umfangreichen Beiträge von einer Projektgruppe unter der Leitung von Dr. Elisabeth Rumpf.
Sie wird betrieben vom Gmundner Musealverein und vom Kammerhofmuseum Gmunden.
Aktuelle Mitarbeiter/-innen dieser Projektgruppe:
Josef Aigner, Melanie Grasberger, Stefanie Habsburg-Halbgebauer, Holger Höllwerth, August Mayer, Karin Pfeil, Fritz Reinitzhuber, Elisabeth Rumpf, Helma Sigmund, Franz Six und Ingrid Spitzbart.
Begonnen haben wir die Serie mit einem altehrwürdigen Gebäude, in dem sich Jahrhunderte lang eine besondere Apotheke befunden hat. Die Salzkammergut-Apotheke hat Ende 2018 ihren Standort gewechselt und ist in ein Gebäude in der Georgstraße umgezogen. Bevor in deren alten Räume ein anderer Betrieb einzieht und das Inventar entfernt wird, wollten wir einer der ältesten Apotheken des Landes ein Denkmal setzen!
Im Juli 2019 wurden zwei Gebäudekomplexe von der Stadtgemeinde ausgezeichnet: das Doppelhaus Schleiß und das Seiler- oder Färberhaus. Der Besitzer ließ diese Objekte stilvoll und liebevoll restaurieren. Für seinen Einsatz zur Erhaltung des Stadtbildes erhielt er den "Salzträger"-Preis.
Den Wechsel in der Führung der Konditorei Grellinger am 1. August 2019 nahmen wir zum Anlass, um wieder einmal bewusst zu machen, über welches Juwel die Stadt in dieser kreativen Handwerkskunst verfügt. Denn nicht nur auf Grund seiner Köstlichkeiten ist "der Grellinger" etwas Besonderes. Diese Traditionskonditorei kann auf eine lange erfolgreiche Geschichte zurückblicken und ist optisch von außen und innen ein Schmuckstück.
In der Traungasse befindet sich das sog. Pepöckhaus. Es ist besonders alt, und dessen Fassade springt sofort ins Auge. Da sich heute darin die Stadtbücherei befindet, wurde auch dieses Gebäude näher vorgestellt.
Gravierende Veränderungen gab es auch am Gebäude der ehemaligen Forstdirektion. Diese werden auf einer eigenen Unterseite auch ausführlich dargestellt.

 
Das Pepöckhaus in der Traungasse

Die Kirchengasse ist die belebteste und traditionellste Gasse der Stadt. Ihr soll eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Nicht nur Haus für Haus wird auf dieser Seite vorgestellt, sondern es wird auch versucht, das Leben in dieser Gasse zu vermitteln.
Zuletzt wurde nach das prominenteste Gebäude Gmundens, der Kammerhof hinzugefügt.
Auch ein Blick in die evangelische Pfarrkirche Gmundens wird in einem eigenen Beitrag gewährt.
Schließlich gibt es noch eine umfangreiche Literaturliste zu Gmunden und seiner Geschichte.


„Kaiser Maximilian und seine Beziehungen zu verschiedenen Städten“
Vortrag im Kammerhofmuseum von DDDr. Franz Satzinger aus Vöcklabruck

Am Mittwoch, dem 2. Oktober 2019 sprach um 19 Uhr in der Kammerhofgalerie der ehemalige Stadtamtsdirektor von Vöcklabruck anlässlich des 500. Todestages von Kaiser Maximilian über dessen Beziehungen zu den österreichischen Städten Vöcklabruck, Gmunden, Wels und Innsbruck. Illustriert wurden seine Ausführungen durch die Präsentation ausdrucksstarker historischer Bilder.
53 Damen und Herren waren gekommen, um die Ausführungen des Vortragenden über Kaiser Maximilian (1459-1519) zu hören. Der Anlass dazu war das Gedenkjahr „500 Jahre Kaiser Maximilian“, das 2019 begangen wird. Dr. Satzinger wählte als Ausgangspunkt für seine Ausführungen seine Heimatstadt Vöcklabruck, weil der Kaiser dort sehr oft Station gemacht hat, da die damals sehr kleine Stadt verkehrsmäßig sehr günstig für den Kaiser lag. Er berichtete von den frei gelegten Wappenfresken an den beiden Stadttürmen, die sehr viele Wappen zeigen. Weiters zeigte Dr. Satzinger auf, dass Maximilian in Vöcklabruck einen so genannten „Aufschläger“ einsetzte, der Steuern (z.B. auf Weintransporte) einhob. Außerdem war in Vöcklabruck sein Freund Wolfgang von Pollheim beheimatet, der in der Wartburg seinen Stammsitz hatte.
Über unsere Stadt Gmunden berichtete der Vortragende über sehr viele Aufenthalte des Kaisers, über seine Ideen zum Salzwesen, über die Jagdleidenschaft Maximilians, über die Waffenkammer auf der Wunderburg und über seine Traunsteinbesteigung im Jahre 1506. Im Jahre 1514 war Kaiser Maximilian für 38 Tage in Gmunden. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben, weil der Kaiser in Kammerhofgebäude den Ehevertrag mit seiner zweiten Frau Bianca Maria Sforza aus Mailand abschloss (Maximilian war in erster Ehe mit Maria von Burgund verheiratet, die aber durch einen Unfall sehr früh starb…) und auch darüber, dass er mit dem russischen Zaren Wasilii III. den ersten Ost-West Vertrag in Gmunden aushandelte. Es war ein Schuss- und Trutzbündnis. Maximilian kaufte auch das Gebiet beim heutigen Hl. Bründl und leitete das Wasser für die Gmundner Bevölkerung in Holzrohren bis zu einem Brunnen beim Trauntor. Auch das Maximilanwappen im Trauntordurchgang erläuterte Dr. Satzinger.
Der Referent informierte auch kurz über Innsbruck (Guggenturm mit wunderbaren Wappenfresken und die Kirche mit den „Schwarzen Mandern“) sowie über Wels, wo Kaiser Maximilian am 12. Jänner 1519 verstarb. Er wurde in Wiener Neustadt bestattet, weil das erwähnte Mausoleum in Innsbruck noch nicht fertig gestellt war.
Dieser Vortrag wurde vom Gmundner Musealverein organisiert.

           

DDDr. Franz Satzinger am Rednerpult   


Kaiser Maximilian I.

Sehr erfolgreiche „Kirchenroas“ in Gmunden
Besuch und Führung in vier Gmundner Kirchen
39 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zu den Kirchenbesuchen am Freitag, 27. September 2019 angemeldet. Obmann August Mayer hatte die Idee dazu. Es war und ist erstaunlich, welche Schätze sich in unseren Kirchen verbergen. In der evangelischen Kirche (Grundsteinlegung 1871, Architekt Hermann Wehrenpfennig aus Wien, Einweihung 1876) erklärte unser Mitglied Frau Ursula Grill die Baugeschichte, schilderte die schwierigen Jahre der evangelischen Gemeinde, und sprach dann über die Innenausstattung der Kirche. Der Altar, die Kanzel, die Decke und die Orgel sind aus slawonischer Eiche kunstvoll von Gustav Göbel gefertigt.
Im Anschluss daran begab sich die Gruppe zur Kapuzinerkirche. Pfarrer Dr. Gustav Pirich berichtete in seinen Worten vom Kapuzinerorden, vom Bau der Kirche und des Klosters (Kapuziner aus Wels kamen nach Gmunden, zuerst in das heutige Kolpinghaus, 5.10.1636 Grundsteinlegung, 1638 Vollendung des Kirchenbaues, 1645 Einweihung durch den Kardinalerzbischof von Passau Graf Harrach). Besonders verwies Dr. Pirich auf das Hochaltarbild „Mariä Heimsuchung“ aus dem Jahre 1753. Der Maler war Phillip Haller. Sehr sehenswert ist auch die Statue des „Leidenden Heiland“. Man besichtigte auch den Innenhof und den gepflegten Klostergarten.
Nachdem 2007 die letzten Kapuzinermönche das Kloster verließen, wurde es von der Stadt übernommen und beherbergt heute eine große Anzahl an Vereinen, ein Jugend- und ein Forschungszentrum und bietet Platz für diverse Veranstaltungen.
Dr. Johannes Weidinger gelang eine große Überraschung, denn er lud die Gruppe ein, auf dem Weg zur Stadtpfarrkirche auch die Spitalkirche zu besichtigen und machte dort auch eine Führung (1340 dem Hl. Jakob geweiht, Standort in der Nähe des alten Bürgerspitals, Gotteshaus der Salzamtsmänner, verschiedene Grabplatten). Der Altar stammt aus dem Jahre 1883 und wurde vom Gmundner Bildhauer Josef Unterberger im neugotischen Stil geschaffen. Dr. Weidinger verwies auch darauf, dass diese Kirche vom Museum als Ausstellungsraum genützt wird und bei einem Museumsbesuch besichtigt werden kann. Obmann August Mayer dankte Dr. Weidinger ganz besonders für diese Idee und Gelegenheit, die Kirche anzuschauen.
Zuletzt besichtigte man die katholische Stadtpfarrkirche. Stadtpfarrer Mag. Gerald Geyrhofer stellte der Gruppe seine Kirche vor. (Weihe Ende des 13. Jhdts. zu Ehren der Hl. Jungfrau Maria, Vergrößerung und Barockisierung Ende des 17. Jahrhunderts). Stadtpfarrer Geyrhofer erklärte sehr ausführlich den von Thomas Schwanthaler geschaffenen Hauptaltar mit der „Anbetung der Hl. Drei Könige“. Sehenswert ist auch die Keramikmadonna von Emilie Schleiß. Der ursprünglich spitze Turm wurde 1717/18 zu einem barocken Zwiebelturm umgebaut. Pfarrer Geyrhofer wies auch auf die beiden Seitenaltäre (Hl. Nikolaus und Hl. Katharina) und auf die Grabplatten innerhalb und außerhalb der Kirche hin.
Im Hotel Schwan wurde die „erste Kirchenroas“ des Musealvereines noch „nachbesprochen“.

 
Altar der evangelischen Kirche

 
Taufbecken in der evangelischen Kirche

 
Der "Leidender Heiland" in der Kapuzinerkirche

  
Hauptaltar der Spitalkirche


Dreikönigsaltar der katholischen Stadtpfarrkirche von Thomas Schwanthaler

Konsulent Manfred Reingruber verstorben
 


Der Beirat des Musealvereins Konsulent Manfred Reingruber ist im 81. Lebensjahr verstorben. Er war ein wertvolles und engagiertes Mitglied unseres Vereins, verfügte über ein enormes Wissen zur Lokalgeschichte und war ein Experte für die Pferdeeisenbahn Gmunden - Budweis. An vielen Exkursionen hat er teilgenommen und dabei durch Heiterkeit und mit seinem Wissen die Veranstaltung bereichert. Unser Verein wird ihn auf jeden Fall sehr vermissen!

Der „Salzträger“-Preis wurde zum zweiten Mal verliehen
Mag. Paul Lintner, Projektentwickler aus Perchtoldsdorf und aktueller Eigentümer, hat zwei denkmalgeschützten Hausensembles in Gmunden – dem Schleiß-Doppelhaus und dem Seiler- oder Färberhaus - ihre historische Substanz und Außenwirkung gelassen und ihnen zugleich mit qualitätsvollen Wohnungen neues Leben eingegeben. Beide Häuser ließ er stilvoll renovieren und vorbildlich revitalisieren. Dafür hat er von der Stadt den „Salzträger“ verliehen bekommen, denn er hat begriffen, dass diese Objekte den historischen Charakter der Stadt Gmunden prägen und ausmachen und in ihrem äußeren Erscheinungsbild erhalten bleiben müssen.
Baustadtrat Dipl.-Ing. Reinhold Kaßmannhuber erläuterte, wie die Kooperation mit Paul Lintner aufwändiger, aber auch erfolgreicher war als bei vielen anderen Projekten. Um die Revitalisierung des historischen Gebäudes zu unterstützen, ließ die Stadt im Hinterhof eine dichte Bebauung mit Neubauten zu. Deren Ertrag sollte den Mehraufwand für die Renovierung aufwiegen. Es bedurfte mehrerer Sitzungen mit dem Gestaltungsbeirat und dem Bundesdenkmalamt, bis das Gesamtprojekt fertig entwickelt war.
„Wer nur Profit machen will, tut sich derart aufwändige Renovierungen nicht an. Bei Herrn Lintner kommt denkmalpflegerische Liebe mit ins Spiel“, meint GR Dipl.-Ing. Otto Kienesberger, dessen Fraktion die Auszeichnungen vorgeschlagen hatte. Der Gemeinderat hat die Verleihung einstimmig beschlossen.


Paul Lintner (ganz links) bei der Preisverleihung mit Frau und Tochter und Baustadtrat Reinhold Kaßmannhuber und Bürgermeister Stefan Krapf.

Die Stadt Gmunden verleiht die Auszeichnung „Gmundner Salzträger“ Personen, die sich besonders für die Pflege und Erhaltung von Baudenkmälern in der Stadt Gmunden einsetzen bzw. Außergewöhnliches für die Altstadterhaltung, Denkmalpflege und Stadterneuerung geleistet oder besondere Verdienste erworben haben, Der Preisträger erhält bei der Ehrung eine Keramikplakette, die er an einer Hausfassade des ausgezeichneten Objekts anbringen kann, sowie eine Urkunde, aber kein Geld. Das Ehrenzeichen „Gmundner Salzträger“ kann auch an eine Person verliehen werden, die sich in besonderer praktischer und theoretischer Hinsicht mit der Denkmalpflege in der Stadt Gmunden auseinandergesetzt hat. Vorgeschlagen werden die Preisträger vom Bauausschuss, der sich natürlich auch das O.K. des Gestaltungsbeirates holt. Er wurde erst zum zweiten Mal verliehen. Das erste Mal 2012. Da sich der Musealverein laut seinen Statuten auch für die Erhaltung des Ortsbildes einsetzt, ist es nur folgerichtig, dass dieses seltene Ereignis in seiner Website veröffentlicht wird. Möge dieser Preis in Zukunft viel öfter an Investoren und Hausbesitzer verliehen werden!!!

Der Gmundner Musealverein besuchte die „Grüne Erde-Welt“

Die letzte Veranstaltung im ersten Halbjahr führte am 5. Juni 2019 38 Damen und Herren zur „Grünen Erde“ im Gemeindegebiet Pettenbach. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen geteilt und erlebten eine sehr interessante Führung durch das Werk. Auf 9.000m2 findet man im hellen Fabriksgebäude die Möbeltapeziererei, die Schneiderei, die Matratzen-, Kissen- und Naturkostfertigung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten aus nächster Nähe die Fertigung einer hochwertigen handgefertigten Matratze ansehen. Am Werksgelände gibt es auch Wiesen, Kräuter, Bäume und Sträucher und Gewächshäuser sowie Obstbäume und Gemüsegärten. Obst und Gemüse wird auch verkauft. Sehr interessant ist auch die Möbelausstellung und die Schlafwelt. Die hochwertigen Materialien wie z.B. Baumwolle, Schafwolle, Kokosfasern usw. werden richtig gelagert und schonend verarbeitet. Das Gesamtkonzept dieser Firma ist die Verbindung von Mensch und Natur und der sparsame Umgang mit natürlichen Materialien.
Das Gebäude ist ökologisch geplant und aus natürlichen Materialien errichtet, immer wieder gibt es Lichthöfe und Grünzonen. Am Ende des Rundganges besuchten alle Teilnehmer das biologische Bistro und stärkten sich mit Tee oder Kaffee und mit einem Stück Kuchen.
Auf der Heimfahrt präsentierte der Obmann August Mayer das Programm für den Herbst 2019. Es umfasst eine Führung durch drei Gmundner Kirchen, einen Vortrag über Kaiser Maximilian, den Besuch des Brotmuseums „Paneum“ in Asten und den Besuch des Stiftes St. Florian, die Weihnachtsveranstaltung im Museum und eine Fahrt nach Steyr im Jänner 2020. Die schriftliche Einladung dazu erfolgt im September.

 



Vortrag von Dr. Johannes Weidinger zum Thema
„30 Jahre Bergsturz-Forschung in den Hochgebirgen der Erde

Der neue Leiter unseres Kammerhofmuseums Dr. Johannes Weidinger hielt am 8. Mai 2019 einen sehr interessanten Vortrag zu diesem Thema. Über 40 Mitglieder waren ins Museum gekommen und verfolgten gespannt den Ausführungen des Vortragenden. Dr. Weidinger erklärte zunächst den Unterschied zwischen einem Felssturz und dem Bergsturz, bei dem ungeheure Massen bewegt werden und riesige Energie frei wird. In unserer Gegend hatten wir nur einen Bergsturz im Almtal im Gebiet der Hetzau vor vielen, vielen Jahren. Skizzen, Fotos, Berichte der Einheimischen und Videoaufnahmen veranschaulichten die Bergstürze in Pakistan, in China, in Nepal, in Tadschikistan und in Indien. Dr. Weidinger zeigte aber auch Aufnahmen von Bergstürzen in Südamerika. Sehr interessant waren auch seine Berichte über das Leben der Menschen in diesen Gebieten, über ihre Religion, über die Siedlungen zur heutigen Zeit im Gebiet der Bergstürze und die verheerenden Auswirkungen eines Bergsturzes auf die Ansiedlungen, auf die Vegetation und auf die Verkehrswege. Einige Berichte stammten aus seiner Studienzeit und viele Berichte von Reisen und Aufenthalten mit seinen Studenten. Er verbrachte oft viele Monate in den Bergsturzgebieten in einfachen Zelten und Behausungen, das Team bestieg viele Gipfel und leistete wissenschaftliche Arbeit und Dokumentation während des Aufenthaltes.
Obmann August Mayer dankte Herrn Dr. Weidinger für die interessanten Ausführungen und für die originelle PowerPoint-Projektion und warb für die letzte Veranstaltung im ersten Halbjahr 2019, für den Besuch bei der Firma “Grüne Erde“. Er kündigte aber auch schon die Veranstaltungen für den kommenden Herbst an und lud zum Besuch ein.




Buchpräsentation von Mag. Heinz Schießer
“Die Ära Krackowizer in Gmunden“


Der verdienstvolle und überaus produktive Lokalhistoriker Mag. Heinz Schießer präsentierte im dicht besetzten Saal der Kammerhofgalerie am Mittwoch, 24. April 2019, um 19.00 Uhr sein neuestes Buch. 
Begrüßungsworte sprach Vereinsobmann August Mayer. Unter anderem hob er in launigen Worten die enorme publizistische Leistung Mag. Schießers hervor. Sein Oeuvre reicht von der Seitenanzahl bereits fast an Krachowizers dreibändiges Geschichtswerk von der Geschichte Gmundens heran. Bürgermeister Mag. Stefan Krapf bedankte sich in seiner Wortmeldung  für Schießers lokalgeschichtliche Forschungsarbeit. Diese wird auch noch späteren Generationen die Geschichte Gmundens näher bringen.

Obmann August Mayer begrüßt Mag. Heinz Schießer und die Besucher
Mag. Schießer beleuchtete dann in seinem sehr lebendigen und teilweise auch launigen Vortrag die Persönlichkeit, die Verdienste, die Biografie dieses bekanntesten und prominentesten Gmundner Bürgermeisters (1912 bis 1924). Der in Gmunden geborene Krackowizer war  in unserer Stadt  auch Arzt, Ehrenbürger und Heimatforscher. Er verfasste neben Gedichten vor allem die dreibändige „Geschichte der Stadt Gmunden“. Auch die Häuserchronik stammt von Dr. Krackowizer. Anlässlich der Präsentation konnte man das Buch zum Subskriptionspreis von 23,00 € erwerben.

Mag. Heinz Schießer spricht über sein neuestes Buch...

….und ein zahlreiches Publikum folgt gespannt seinen Worten.

Busfahrt nach Garsten
Am Freitag, den 22. März 2019 brachte ein Bus der Firma Fröch am frühen Nachmittag bei strahlendem Frühlingswetter über 40 interessierte Damen und Herren über Kremsmünster und Steyr zur ehemaligen Klosterkirche in Garsten. Im Vorhof empfing die Gruppe Dir. i. R. Dr. Mayer und erklärte die heutige Funktion des riesigen Komplexes.
Das Kloster wurde 1082 als Kollegialstift von Ottokar I. gegründet. Unter seinem Sohn Ottokar II. erfolgte im Jahre 1107 die Berufung von Benediktinerinnen aus dem Stift Göttweig. Die Stiftskirche wurde unter dem italienischen Baumeister Pietro Francesco Carlone begonnen und von dessen Söhnen Carlo Antonio Carlone und Giovanni Carlone vollendet. Die barocke Ausgestaltung ist u.a. von Kremser Schmidt. Das Stift wurde von P.F. Carlone gebaut und nach dessen Tod von Jakob Prandtauer fertiggestellt.
Ein Großteil des ehemaligen Klosters dient seit weit über 100 Jahren als Gefängnis für ganz "schwere Burschen". Die wunderbare Kirche ist berühmt für ihre Wandbehänge: Während des Großteils des Jahres sind an den Wänden Gobelins zu sehen. In der Fastenzeit werden diese von Fastentüchern verhängt. Diese Objekte stellen ein Alleinstellungsmerkmal dieser erst vor Kurzem restaurierten Kirche dar. Dir. Mayer erklärte die Geschichte der Kirche sehr detailreich, hob die künstlerischen Leistungen vor allem der Maler hervor und führte die Teilnehmer/-innen schließlich noch in die sog. Losensteinerkapelle, in der sich noch eine prächtige barocke Bühne befindet.
Um 16 Uhr 30 brachte der Bus die Gruppe nach Kremsmünster. Dort hatten die Teilnehmer/-innen ausreichend Zeit, um die Klosteranlage samt Kirche zu besichtigen und sich auch in der Stiftstaverne entsprechend für die Heimfahrt zu stärken. Gegen 19 Uhr Rückkehr nach Gmunden.


Dir. Dr. Mayer und Obmann Mayer inmitten der Teilnehmergruppe
im Vorhof des einstigen Klosters


 
Die hübsche Fassade der Kirche


Das Innere der Kirche mit den Fastentüchern an den Wänden

 Eines der zahlreichen Fastentücher

 Deckengewölbe der Kirche

Generalversammlung am 13. Feber 2019 um 18.30 im Kammerhofmuseum
Anwesend waren ca. 60 Personen, darunter auch der Bürgermeister Mag. Stefan Krapf, die neu zu wählenden Vorstandsmitglieder, die neu zu wählenden Beiräte und auch der neu eingesetzte Vorstand des Museums, Dr. Johannes Weidinger; außerdem die seit Jahreswechsel pensionierte ehemalige Kustodin Frau Ingrid Spitzbart sowie viele Vereinsmitglieder.
Ablauf der Generalversammlung:
Eröffnung und Begrüßung durch den Obmann OSR August Mayer
Gedenken an unsere seit der letzten Generalversammlung verstorbenen Mitglieder
Bericht des Obmanns über die vergangenen Aktivitäten unseres Vereins; diese umfassten über 25 Veranstaltungen von kleinen Reisen über Besichtigungen diverser Museen, Vorstellung von Büchern bis zu Veranstaltungen im Museum selbst. Nicht vergessen werden dürfen die Geschenkübergaben diverser Mitglieder an das Museum bei unseren Weihnachtsveranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Bildungswerk bei diversen Bildungsreisen.
Bericht des Kassiers Hans Georg Knauss über den Stand unserer Konten: Festkonto 6.000 €, bewegliches Sparbuch über 7.000 €. Dieses erfreuliche Ergebnis wurde trotz unseres kleinen Mitgliedbeitrages von 10 € pro Mitglied erwirtschaftet, weil in letzter Zeit keine großen Ausgaben angefallen sind. Es wurde der Beschluss erneuert, Mitglieder, die 2 Jahre nicht zahlen, aus dem Verein auszuschließen. Unser Verein hat zur Zeit 259 Mitglieder. Dieser Stand stellt trotz Austritten, Todesfällen und Ausschlüssen eine Erhöhung um 9 dar.
Der Bericht des Rechnungsprüfers Herwig Hipfinger fiel bestens aus. Mit Einstimmigkeit, keine ungültige oder verneinende Stimme, wurde dem Kassier die Entlastung ausgesprochen. Danach wurde Frau Monika Marschner als zweite Rechnungsprüferin verabschiedet.
Rücktritt des gesamten Vorstandes. Ehrenobmann Willi Pelikan führte die Neuwahl durch, wobei über den Obmann und den anderen Vorstand gesondert abgestimmt wurde. Alle Vorschläge wurden per Handzeichen einstimmig angenommen. Es gab keine ungültigen oder ablehnende Stimmen. Nach dem Abgang von Frau Marschner wurde Dr. Fritz Reinitzhuber als zweiter Rechnungsprüfer eingesetzt. Sitz und Stimme haben noch der Bürgermeister und Kulturreferent Mag. Stefan Krapf und der neue Kustos des Museums, Dr. Johannes Weidinger. Bürgermeister Krapf hielt eine kleine Rede über die Wichtigkeit des Museums, Frau Ingrid Spitzbart dankte er für ihr langes Wirken und auch dafür, dass sie dem Museum ehrenamtlich weiter zur Seite steht.
Dr. Johannes Weidinger erläuterte dann seine Vorstellung zur Führung des Museums und berichtete von den nächsten Vorhaben im Museum. Außerdem wurden auch die Räumlichkeiten etwas umgestaltet, um für diverse Veranstaltungen wie Lesungen, Musik, Workshops usw. besser gerüstet zu sein. Er möchte gern mit der Schuljugend mehr arbeiten, um wieder junge Menschen für ein Museum zu begeistern.
Neue Anträge wurden nicht gestellt.
Bei Allfälligem meldete sich Obmann Mayer mit der Frage an den Bürgermeister wegen der Sonnenuhr und dem gotischen Fenster der Kösselmühle. Bürgermeister Krapf möchte dies zwar den Architekten nahelegen, kann aber selber keinen Einfluss nehmen. Dr. Schneditz hat sich auch zu diesem Thema geäußert, da dieses Haus aber nicht unter Denkmalschutz steht, konnte gegen den Abriss und Neubau nur sehr wenig vom Gestaltungsbeirat der Stadtgemeine getan werden. Frau Dr. Rumpf hat wieder angeregt über schöne und gelungen renovierte Häuser und Plätze in Gmunden zu berichten (vielleicht eine Serienpalte in der Zeitung „mittendrin“, um den Gmundnern wieder bewusst werden zu lassen, in welch schöner Stadt sie leben). Sie schlägt eine Bildung eines Arbeitskreises vor. Wäre vielleicht eine Zusammenarbeit  mit dem Musealverein möglich.
Dann wurde noch über die Idee eines Privatmuseums von Ernst Grabner über die Gmundner Fayence-Sammlung (über 500 Stück), die er von Frau König- Hollerwöger erworben hat und die er durch seine Sammlung ergänzen will und den Gmundnern am Rathausplatz zugänglich machen möchte. Es ist dies wohl die größte Sammlung dieser Vorschleiß-Zeit-Keramik in Österreich. Auch darin werden wir ihn unterstützen.
Zum Ende der Versammlung wurden wir noch durch das Museum geführt, um die neuen Möglichkeiten, die sich Dr. Johannes Weidinger vorstellt, selbst zu sehen.
Dem neuen Vorstand gehören an:
Obmann: OSR August Mayer
Obmannstellvertreter: Bgm. Mag. Stefan Krapf
Schriftführerin: Mag. pharm. Renate Hipfinger
Schriftführerstellvertreter: Mag. Holger Höllwerth
Kassier: Hans Georg Knauss
Kassierstellvertreter: Mag. Eckhard Höllwerth
Rechnungsprüfer: Herwig Hipfinger und Dr. Fritz Reinitzhuber


Obmann Mayer, Hipfinger, Eckhard Höllwerth, Knauss, Weidinger,
Reinitzhuber, Holger Höllwerth, Bgm. Krapf


Sitz und Stimme im Vorstand haben: der Bgm. und der Kulturreferent Mag. Stefan Krapf, und der Kustos der K-Hof- Museen Dr. Johannes Weidinger.
Im Vorstand arbeiten als Beiräte mit:
OSR Dir. i. R. Christine Zemann
Stadtpfarrer Mag. Gerald Geyrhofer
Konsulentin Ingrid Spitzbart
Mag. Heinz Schießer
Dr. Beate Steinkogler
Dr. DI Herbert Löcker
Dr. Elisabeth Rumpf
GR Manfred Reingruber sowie
StR Manfred Andessner, Leiter des Kulturamtes

Vorstandssitzung am 22. Jänner 2019
Anwesend waren: Direktor Ingrid Spitzbart, Dr. Johannes Weidinger, Mag. Eckhard Höllwerth, Mag. Holger Höllwerth, Dr. Beate Steinkogler, Christine Zemann, Herwig Hipfinger, Mag. Heinz Schießer, Mag. Renate Hipfinger und Obmann August Mayer.
Entschuldigt waren Knauss, Marschner, Reingruber, Andessner und Bgm. Krapf. Dr. Dickinger lebt nicht mehr in Gmunden und konnte nicht informiert werden. Er wird deshalb seine Funktion als Beirat verlieren.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte der Obmann die Vorstandsmitglieder. Im Anschluss daran berichtete er über die Veranstaltungen im Jahr 20218. Mit Ausnahme des Sommers gab es jeden Monat eine Veranstaltung: Krippenfahrt nach Ebensee, Besuch des Stöhr-Museums in Vorchdorf, Besuch des Schulmuseums in Bad Leonfelden und der Lebzelterei Kastner, Reise zum Kupferschauwerk in der Steiermark und anschließend Besuch auf dem Erzberg, Anbringung der Pepöck- Gedenktafel in der Fellingergasse, Vortrag über die Salzamtstätigkeit vor dem Rathaus, Fahrt nach Mondsee zu der Pfahlbau-Ausstellung und der Basilika, Wanderung durch den Gschliefgraben und anschließend Bildberichte von dem Ereignis im Gasthof Grünberg, Fahrt zur Landesausstellung nach Enns über die Römerzeit, Fahrt auf den Spuren von „Stille Nacht“-Lied nach Oberndorf, Hochburg Ach und Arndorf, zum Abschluss Weihnachtsveranstaltung im Kammerhofmuseum.
Obmann Mayer informierte dann über den Kontostand unseres Vereins: 7.755,83 auf dem Girokonto und 6.000 auf dem Festgeldkonto. Da in der letzten Zeit dem Museum immer zu der Weihnachtsveranstaltung Objekte, die dem Verein gratis zur Verfügung gestellt worden waren, geschenkt wurden, hat der Verein weniger Geld als früher verbraucht.
Dem erstmals in der Runde anwesende neue Kustos des Museums, Dr. Johannes Weidinger, wurde volle Unterstützung zugesagt.
Weitere Programmpunkte:
Der Brief an den Bürgermeister Mag. Krapf über Dr. Satzingers Vortrag über Maximilian I. wurde vorgelesen. Dieser soll im Herbst 2019 zu einem Vortrag nach Gmunden eingeladen werden, da Kaiser Maximilian sehr viel Bezug zu Gmunden hat.
Präsentation des Briefes bezüglich der Sammlung der Fam. König über die Gmundner Fayencen, die von Herrn Grabner angekauft wurden, mit der Auflage, diese nicht zu zerteilen oder ins Ausland zu verkaufen. Der Musealverein soll dieses neu zu gründende Museum am Rathausplatz zumindest ideell unterstützen und dafür Werbung machen.
Dann Vorstellung der neuen Museumsleitung mit Dr. Hans Weidinger als Kustos. Frau Direktor a. D. Ingrid Spitzbart wird ihm ehrenamtlich beratend zur Seite stehen. Dr. Weidinger listete die letzten Ausstellungen des Museums im Jahr 2018 auf: Brahms-, Welfen-, Pepöck-, Raidel-, Ohnsorg-Ausstellung sowie nicht zuletzt die Krippenausstellung. Im Museum wurde bereits eine Umgestaltung der Ausstellungsräume durchgeführt. Die Sammlungen Heimatgeschichte und Geologie werden in anderen Räumen präsentiert. Der große ehemaligen Veranstaltungsraum steht momentan frei und soll vorerst in diesem Jahr für eine Ausstellung zum Thema Salzkammergutseen und Schifffahrt genutzt werden. Das Museum soll belebt werden und auch mehr für Veranstaltungen genützt werden. Damit hofft Weidinger wieder mehr Menschen in das Museum zu bekommen. Angedacht ist auch, dass die Stadtbücherei im Museum untergebracht wird. Es stellt sich nun die Frage, was mit dem frei werdenden Pepöck-Haus passieren wird.
Dann wurde über die bevorstehende im Museum stattfindende Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes am Mittwoch, dem 13. Februar 2019, um 18.30 Uhr gesprochen. Ehrenobmann Pelikan soll die Wahl durchführen. Bei der Generalversammlung soll die Meinung über die Installation eines zweiten Obmannstellvertreters erhoben werden. Da der erste Obmannstellvertreter Bgm. Mag. Stefan Krapf ist und dessen Amtsausübung nur wenig Zeit bietet, diese Funktion voll wahrzunehmen, soll im Anlassfall für ihn sofort einen Stellvertreter bereit stehen, wenn der Obmann ausfallen sollte. Ein solcher sollte bis zur nächsten Wahl in zwei Jahren gesucht werden. Ob dafür eine Statutenänderung notwendig ist, muss auf jeden Fall noch geklärt werden. Zum Schluss der Sitzung wurden die bis Juni 2019 geplanten Veranstaltungen bis vorgestellt: Generalversammlung, Fahrt zu den Fastentüchern in Garsten, Buchpräsentation über Krackowizer und seine Zeit von Mag. Schießer, Vortrag über Bergsturzforschung von Dr. Weidinger und dann noch ein Besuch der Fa „Grüne Erde“.

Ernst Grabners Sammlungen und seine Pläne für ein Gmundner Keramikmuseum
Einige Vorstandsmitglieder unseres Musealvereines waren der Einladung gefolgt und besichtigten vor der Vorstandssitzung am 22. Jänner 2019 die Keramiksammlungen von Herrn Ernst Grabner in seinem restaurierten spätmittelalterlichen Haus am Rathausplatz. Die Objekte derselben hatte einst der Gmundner Architekt und Baumeister Prof. Franz König-Hollerwöger unter so manchen Entbehrungen in vielen Jahren für die Familie erworben. Diese einzigartige Sammlung besteht aus über 500 Keramiken! Besonders interessant sind die Alt-Gmundner Fayencen. Die Krüge, Teller, Schüsseln und „Godenschalen“. Alle sind in einem hervorragenden Zustand und stammen aus Ende des 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Fast alle sind monogrammiert und mit Jahreszahlen versehen. Herrliche Motive zieren die Keramiken: z.B. Handwerker, Jäger, Salzfertiger, Bilder von der Pferdeeisenbahn, vom Dampfschiff Gisela, vom Jahreskreis, von der Stadt Gmunden.
Herr Ernst Grabner hat diese Sammlung von einem bekannten Auktionshaus in Wien zurückgekauft. Sie soll in Gmunden bleiben und darf nicht geteilt werden. Darüber hinaus besitzt er aber auch eine umfangreiche Privatsammlung von Gmundner Fayencen. Auch diese durften die Vorstandsmitglieder in dessen Wohnhaus am Moosberg besichtigen.
Bei seinen Führungen durch beide Sammlungen beeindruckte Ernst Grabner unsere Gruppe mit seinem enormen Fachwissen und mit seiner Beharrlichkeit beim Sammeln und Erwerben so vieler wertvoller Kunstobjekte.
Bekannte Fachleute haben diese Sammlungen bereits in Gmunden besichtigt und sind begeistert:
Frau Dr. Caudia Peschl-Wacher, stellvertretende Direktorin des Wiener Volkskundemuseums
Frau Dr. Thekla Weissengruber, Leiterin der Sammlung Volkskunde und Alltagskultur am O.Ö. Landesmuseum / Schlossmuseum Linz
Frau Monika Maislinger, ebenfalls Wiener Volkskundemuseum
Frau Dr. Andrea Euler, ehemalige Leiterin des Schlossmuseums in Linz
Aber auch die Stadtpolitik mit Bgm. Mag. Stefan Krapf und die Organisatorin des Gmundner Töpfermarktes Frau Eva Fürtbauer besichtigten schon diese Sammlung.
Ernst Grabners Wunsch ist es, diese beiden Sammlungen zu einer einzigartigen Sammlung zusammenzuführen. Dabei schwebt ihm vor, in seinem Haus am Rathausplatz ein Museum mit diesen beiden Keramiksammlung einzurichten, das weit über die Grenzen Österreichs Fachleute und Besucher anziehen soll. Der Besitzer hat dort bereits den idealen Ausstellungsraum geschaffen. Dieser ist behindertengerecht erreichbar und mit einem WC ausgestattet. So könnten die Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Eine solche Ausstellung würde sich nahtlos in die Keramiksammlungen des Museums, in die Porzellansammlung im Schloss Weyer, in die Aktivitäten beim Töpfermarkt, in die Gmundner Keramikwerkstätten usw. einfügen und auch diese aufwerten. Es würde Gmunden noch mehr als Keramikstadt in den Fokus rücken. Gmunden könnte damit z.B. neben Faenza oder Limoges ohne Weiteres bestehen.
Die Stadtpolitik, das Land OÖ, der Bund, unser Museum und der Besitzer müssen dieses Projekt für unsere Stadt Gmunden beginnen! Diese Chance soll auf alle Fälle genützt werden!


Die Gruppe der Besucher in Grabners Depotraum im Haus am Rathausplatz

  
Ein prächtiger Krug aus der Sammlung Grabner
mit Bild vom Rathausplatz und einer Datierung

 

Krippenschauen beim Obmann des Gmundner Trachtenvereines Franz Wolfsgruber
Am Freitag, dem 18. Jänner 2019, besichtigten 36 Vereinsmitglieder ab 15.00 Uhr die umfangreiche Krippensammlung dieses Krippensammlers in Gschwandt, Spitzerweg 10. Ein Teil der Besucher war mit der REGIOTRAM gefahren, ein anderer Teil mit Privat-PKWs. Die Besucher wurden in zwei Gruppen durch die Aufstellungsräume geführt. Liebevoll und mit Begeisterung wurden uns die vielen gesammelten Krippen, Krippenfiguren und die dazugehörenden Aufbauten und Krippenlandschaften näher gebracht. Zu jeder Figur gab es eine kleine Geschichte darüber, wie sie in diese Sammlung kam, wie sie restauriert wurde und von wem sie stammte. Bei jedem Wort von Herrn Wolfsgruber spürte man  dessen Liebe zu diesem Hobby. Zum Abschluss wurden wir noch mit einem köstlichen Punsch, einigen Schnapserln und Keksen, Kuchen und Speckbroten verwöhnt. Wir danken der Familie für diesen schönen Nachmittag.

Weihnachtsveranstaltung des Musealvereins
am Mittwoch, dem 12. Dezember 2018, um 18.30 Uhr im Kammerhofmuseum
mit Musik (Flötenduo Pürstinger), Lesung, Führung durch die aktuelle Krippenausstellung durch Dir. Ingrid Spitzbart, Übergabe von Geschenken an das Museum, Punsch und Tee

 
BG-Direktor i. R. Dr. Karl Schirl schenkt dem Museum eine Gmundner-Bier-Reklame-Tafel, die er selbst vor vielen Jahren aus dem Traunsee getaucht hat.


Univ.-Prof. i. R. Dr. Helmut Sitter vermachte dem Museum seine umfangreiche und wertvolle Sammlung der OÖ Monatshefte. Einen Band davon präsentiert Obmann August Mayer dem staunenden Publikum.

Tagesfahrt des Musealvereins ins Innviertel zu Ausstellungen anlässlich 200 Jahre „Stille Nacht, heilige Nacht“
Die Salzburger Landesausstellung ist in 9 Museen und in drei Bundesländern zu sehen. Wir besuchten drei Ausstellungsorte. Obmann August Mayer informierte während der Anfahrt ausführlich über die Entstehungsgeschichte des weltberühmten Liedes sowie über Franz Xaver Gruber und Josef Mohr.
Die erste Station war das F. X. Gruber-Gedächtnishaus in Hochburg-Ach, ein baugleiches Haus, das im Ortszentrum errichtet wurde. Gruber ist in Hochburg-Ach am 25. Nov. 1787 als Sohn eines Leinenwebers geboren worden und am 7. Juni 1863 in Hallein gestorben. Im Haus sind alle Räume mit Gegenständen aus dieser Zeit ausgestattet. Auch der Webstuhl der Familie Gruber ist zu sehen. In der Stube erhielt die Gruppe die ersten Informationen über Gruber und seine Ausbildung zum Schulgehilfen und Lehrer.
Die nächste Station war Arnsdorf mit dem „Stille Nacht Museum“ im ältesten noch benützten Schulgebäudes Österreichs. Hier „empfing uns auch Gruber und ein Pfarrer aus der damaligen Zeit“ persönlich. Sie sprachen kurz zur Gruppe. In Arnsdorf war F. X. Gruber als Lehrer tätig und komponierte die Melodie des Liedes kurz vor Weihnachten 1818.
In Oberndorf besuchten wir die Stille Nacht-Kapelle. In dieser sang unsere Gruppe hervorragend eine Strophe des Weihnachtsliedes. Die Kapelle steht heute an der Stelle, an der sich die St. Nikolaus-Kirche befand, in der das weltberühmte Lied zum ersten Mal am Weihnachtsabend aufgeführt wurde. Joseph Mohr, der Hilfspriester, geb. 11. Dezember 1792 in Salzburg, gestorben am 4. Dez. 1848 in Wagrain, hatte seinen Freund Gruber gebeten, eine Melodie zu seinem Gedicht zu komponieren. Den Text zum Lied hatte Joseph Mohr schon 1816 in Mariapfarr im Lungau verfasst.
Franz Xaver Gruber war zu dieser Zeit neben seinem Beruf als Lehrer als Organist in Oberndorf tätig. Das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklang, nur von einer Gitarre begleitet, zum ersten Male am 24. Dezember des Jahres 1818 am Ende der Christmette in Oberndorf. Das Lied wurde dann durch verschiedene Gruppen weltweit verbreitet und ist in über 100 Sprachen übersetzt.

 
Plakat der Landesausstellung






Originales Notenblatt von "Stille Nacht, heilige Nacht"
 
Stille Nacht-Kapelle in Oberndorf

Glasfenster in der Stille Nacht-Kapelle in Oberndorf

Fahrt nach Enns zur OÖ. Landesausstellung 2018
DIE RÜCKKEHR DER LEGION. Römisches Erbe in Oberösterreich

Der Gmundner Musealverein besuchte am 20. Oktober 2018 die Hauptorte dieser Landesausstellung Enns und Lorch. An dieser Exkursion nahmen 44 Personen teil. Diese wurden jeweils In zwei Gruppen durch die Ausstellungen geführt. Im Museum Lauriacum in Enns werden u. a. beinahe 6000 Zinnfiguren als Veranschaulichung der II. Legion, ein Modell des Legionslagers, viele Ausgrabungsfunde sehr gut präsentiert. Die Ausstellung befasste sich aber auch mit der Ausrüstung der Legionäre, mit deren Verdienst und deren Laufbahn, mit der römischen Küche, mit Krankheiten der Menschen in der Römerzeit, mit den herrlichen Fresken einer Villa und mit dem Alltagsleben. Alles in allem eine sehr gelungene Darstellung der über 500 Jahre dauernden Anwesenheit der Römer in unserem Gebiet.
Danach fuhr die Gruppe nach Lorch und besichtigte dort die Basilika
St. Laurenz ("Lorcher Basilika") mit der interessanten Unterkirche, in der die Überreste einer römischen Stadtvilla und Ausgrabungsfunde zu sehen sind. Ein Schwerpunkt war auch das Leben und das furchtbare Ende des hl. Florian im Jahre 304 nach Christi. Die Leidensgeschichte des römischen Beamten ist eindrucksvoll auf dem Tor der Basilika dargestellt.
Nach dem erst spät im Gasthaus Stöckler in Ennsdorf eingenommenen Mittagessen kehrte die Gruppe um 14.30 Uhr nach Gmunden zurück.
 


Ausstellungsobjekte des Museums Lauriacum

 
Florianstor der Lorcher Basilika

Gschliefgrabenwanderung

Am Freitag, dem 21. September 2018, einem der letzten herrlichen Sommertage, besuchte der Musealverein Gmunden das Rutschgebiet des Gschliefgrabens „Unterm Stein“. DI Christian Pürstinger, der Leiter der Wildbachverbauung - ein Mitglied unseres Musealvereins - war ein sehr kompetenter Führer dieser Begehung in der Natur. Er ist auch nur Stunden nach dem Bekanntwerden der ersten Rutschung einer Forststraße im Rutschgebiet eingetroffen. Im Anschluss an die Wanderung traf man sich im GH Grünberg. Dort erfolgte die filmische Aufarbeitung der Geschehnisse und der getroffenen Maßnahmen. DI Pürstinger hatte seine Erklärungen am Rutschkegel genau mit Plakaten vorbereitet, zeigte der 40-köpfigen Gruppe die Bohrungen und die Messstation sowie die gewaltigen Steinverfrachtungen, die Entwässerung und Aufforstungen. Im Gasthaus Grünberg wurde alles genauestens mit einer PowerPoint-Projektion noch einmal veranschaulicht und ergänzt. Die dramatischen Tage und Stunden in den damaligen Dezembertagen und Folgemonaten und die gewaltige Leistung der Rettungskräfte, der Bohrmannschaft, der Baggerfahrer, der Feuerwehr, der Geologen und der Menschen der Wildbachverbauung wurden von ihm genau geschildert. Obmann August Mayer bedankte sich für die interessanten Ausführungen und kündigte die kommenden Veranstaltungen (Landesausstellung in Enns und die Fahrt zu „200 Jahre Stille Nacht, Heilige Nacht“) an.







Gedenkstein für politische KZ- und Gefängnis-Opfer restauriert
Im Sommer wurde im Auftrag der Stadtgemeinde Gmunden der im katholischen Teil des Gmundner Stadtfriedhofs im November 1946 aufgestellte Gedenkstein für politische KZ- und Gefängnis-Opfer restauriert. Auf der Tafel sind die in den Gefängnissen und Konzentrationslagern ermordeten Bürger/-innen aus Gmunden und aus dem Raum Laakirchen-Steyrermühl-Ohlsdorf-Pinsdorf aufgestellt.

 
Der Stein befindet sich in der ersten Reihe des linken Blockes nach dem Haupteingang und trägt die Nummer 7/8.

Fahrt nach Mondsee
mit Führungen im Pfahlbau- und Klostermuseum sowie durch die Kirche
Am Freitag, den 8. Juni 2018 fuhr am frühen Nachmittag eine Gruppe von 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Mondsee, um dort mehrere Objekte in Augenschein zu nehmen. Zuerst besuchte die Gruppe das Kloster – und Pfahlbaumuseum. Die Erklärungen der Museumsführerin, einer Kunsthistorikerin, waren sehr ausführlich. Besonders interessant fand die Gruppe die sehr seltene „PULTBIBLIOTHEK“ mit alten Handschriften, mit sakralen Gegenständen und mit  Beispielen der Buchmalerei. Schon in der Frühzeit hatte die Mondseer Schreibschule überregionale Bedeutung. Erwähnenswert sind die um 825 entstandenen „Mondseer Fragmente“. Dabei handelt es sich um früheste Übersetzungen von Teilen der Bibel ins Althochdeutsche.
Der zweite Teil der Führung war das Pfahlbaumuseum, das in 3 Räumen die Pfahlbauforschung und ihre Geschichte, die umfangreiche Sammlung an Werkzeugen und Keramikgegenständen und organische Zeugnisse der Pfahlfelder zeigt. Die Sammlungen beweisen, dass man zurecht von der „Mondseekultur“, einer Ausprägung der Jungsteinzeit, spricht.
 Steinbeile aus dem Mondsee 
Im Anschluss an diese  Museumsführung erklärte Dr. Norbert Wimmer die Besonderheiten und Schönheiten der Mondseer Kirche. Die ehemalige Klosterkirche* wurde im Jahre 2005 zur Basilika minor erhoben. Besonders eindrucksvoll sind die Altäre von Meinrad Guggenbichler, einem der größten Bildhauer des Barocks.
 Altar von Meinrad Guggenbichler

Eingang in die Sakristei mit Figurengruppe von Meinrad Guggenbichler
Im Anschluss an die interessanten Führungen war noch Gelegenheit für eine leibliche Stärkung.
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* Die Gründung des Mondseer Klosters war im Jahre 748. 1791 wurde das damals älteste Kloster Österreichs leider wieder aufgelöst. Später wurde es zu einem Schloss von Feldmarschall Wrede umgebaut.

Wia vorm Rodhaus nu was g’orbat wordn is – vom „Wötumtaucher" und seinen Salzträger-Kumpanen
So lautete der Titel des Vortrags im Kammerhofmuseum am 23. Mai 2018. Die Vortragenden waren Frau Dir. Ingrid Spitzbart, die Leiterin unseres Museums, und Herr Dr. Johannes Weidinger. Beide hatten in einer wissenschaftlichen Arbeit alles zusammengetragen, was über die Arbeit mit dem Salz auf dem Rathausplatz, die so genannte „Salzmanipulation“, im Archiv ihres Museums zur Verfügung stand. Der Transport des Salzes auf dem Traunsee mit Hilfe von Kobelzillen, die von Pferden gezogen wurden, wurde anschaulich vermittelt. Die Vortragenden zeigten in sehr guten Bildern von der Salzkrippe die einzelnen Tätigkeiten und erläuterten auch deren Berufsbezeichnungen ( z.B. „Wagenlader, Sackltrager, Fudertrager, Buckltrager“ usw.). Auch die Bekleidung der Arbeiter und Begriffe wie „Salzaufschütt“, die Räumlichkeiten des Rathauses zu dieser Zeit, die der „Salzmanipulation“ dienten, wurden in Bildern gezeigt. Grundlage für den Vortrag war auch das Manuskript des Amtsoffizials Karl Riezinger aus dem Archiv des Kammerhofmuseums.
Durch die vergrößerten Fotos von Figuren (ca. 50 handgeschnitzte und gefasste Holzfiguren vom ehemaligen Salzträger Karl Schmied ca. 1835 angefertigt) aus dem Diarama vom Salzumschlag am Stadtplatz von Gmunden konnten sich die Besucher ein umfassendes Bild machen. Obmann August Mayer bedankte sich für die lokalhistorische Arbeit über dieses Thema, für den ausgezeichneten Vortrag und die anschauliche Präsentation. Über 70 Personen von unserem Verein waren zu diesem interessanten Vortrag gekommen.

Diarama vom Salzumschlag am Stadtplatz von Gmunden, ca. 1835

Direktorin Spitzbart, Obmann August Mayer und Dr. Weidinger

Neue Gedenktafel am Geburtshaus von Prof. August Pepöck Fellingergasse 6
Am 131. Geburtstag von August Pepöck, am 10. Mai 2018 wurde in einem kleinen Festakt eine Gedenktafel für den Gmundner Ehrenbürger und Operettenkomponisten August Pepöck von Bürgermeister Mag. Stefan Krapf enthüllt. Die Feierlichkeit umrahmte der Gmundner Gesangsverein 1861 unter der Leitung von Frau Ulrike Rastl mit drei Liedern: „Traunkirchner Busserl“, „Häuserl am See“ und mit dem „Vereinsmotto“ komponiert von August Pepöck.



Die Gedenktafel war von Wilhelm Pelikan initiiert worden, und der Gmundner Keramiker Alfred Zinhobl schuf diese Keramiktafel mit Aufschrift und mit einem Relief von August Pepöck. Der Obmann des Musealvereins August Mayer skizzierte in seiner Ansprache den Lebenslauf und das musikalische Schaffen des Gmundner Komponisten, der am Stadtfriedhof in Gmunden begraben ist.
Pepöck lebte ab dem Jahr 1926 in Gmunden und Wien als freischaffender Künstler. In seinem „Häuserl am See“ entstanden viele Kompositionen. (Das Gebäude wurde längst abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Pepöcks "Häuserl am See" stand in der alten Weyerstraße und hatte die Hausnummer 47. Heute hätte es die Adresse Traunsteinstraße 66.) Der Meister komponierte Operetten, Chorstücke, Lieder, Märsche und sakrale Musik. Mit dieser Gedenktafel aus Keramik, für die der Musealverein auch die Finanzierung übernahm, wurde dem Gmundner Ehrenbürger wieder mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegeben.
Prof. August Pepöck zählt zu den großen Persönlichkeiten unserer Stadt!

Tagesfahrt zum Kupferschaubergwerk Radmer und zum Erzberg
Eine Tagesfahrt führte eine große Gruppe unseres Vereines am 5. Mai 2018 zu diesen zwei interessanten Zielen. Dr. Fritz Reinitzhuber war der Ideengeber für diese „Bergwerksfahrt“ und traf viele Vorbereitungen für diesen Tag. Der Autobus brachte die 40-köpfige Reisegruppe zunächst über Scharnstein, den Ziehberg und die Pyhrnautobahn, vorbei am Stift Admont, dann durch das Gesäuse und schließlich nach Radmer an der Hasel am Talschluss.
Obmann August Mayer gab Informationen über Scharnstein und über das Stift Admont mit der sehenswerten, weltberühmten Bibliothek. Dr. Fritz Reinitzhuber erklärte die Bergwelt im Gesäuse und informierte ausführlich über den Kupferbergbau in Radmer. Der Bergbau in Radmer war bis in die jüngste Vergangenheit der tragende Wirtschaftsfaktor des Tales. Aber auch schon in der Bronzezeit war das enge Tal besiedelt. Im Spätmittelalter bestand in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses Greifenberg ein großer Kupferbergbau. Bis zu 600 Menschen waren mit der Erzgewinnung und mit der Erzverarbeitung beschäftigt. Im Jahre 1634 fand die erste Sprengung mit Schwarzpulver innerhalb der Alpenländer in Radmer statt. Das Rohkupfer wurde in der Messingfabrik in Seitenstetten verarbeitet. Ab dem Jahre 1711 baute man auch Eisenstein ab. Der Bergbau wurde bis 1979 betrieben.
Die Einfahrt mit der kleinsten Stollenbahn Österreichs in Kleingruppen mit 6 Personen und die interessante, sehr persönliche Führung im Stollen, war abenteuerlich. Der kleine Museumsraum im „Anfahrtshaus“ mit Mineralien und alten Ausrüstungsgegenständen ist ebenfalls sehenswert.
 
Das Anfahrtshaus vor dem „Mundloch“ ( Stolleneingang)


Die kleinste Stollenbahn Österreichs mit Batteriebetrieb

 
Ein Kupferknappe mit einem „Spurnagelhunt“

 Ein großer Brocken Kupfererz
Nach dem Mittagessen im GH „Zum Erzberg“ fuhr die Gruppe zum markanten Erzberg. Obmann August Mayer berichtete wieder Wissenswertes über die Stadt Eisenerz und Dr. F. Reinitzhuber erklärte den Tagbau am „Eisernen Hut“ der Steiermark und über den Transportweg des Erzes auf der Enns. Dann fuhr man mit dem „HAULY“, einem riesigen, umgebauten Kipper mit 860 PS, einige Abbaustufen den Erzberg hinauf. Auch die Anlagen zur Verhüttung des Erzes wurden gezeigt. Die Erklärungen der Begleiterin wurden durch Videos ergänzt. Auf der Heimfahrt besuchte man noch kurz den Leopoldsteiner See, an dessen Ufern Frau Annemarie Reinitzhuber den Teilnehmern die Sage vom Wassermann erzählte.
 
Der interessante Tagesausflug wurde mit einer Einkehr im Gasthaus „Roitherwirt“ In Ebensee abgeschlossen.

Besuch des Lebzeltariums und des Schulmuseums in Bad Leonfelden
An dieser Halbtagesveranstaltung am Samstag, den 21. April 2018 nahmen 29 Damen und Herren teil. Während der Anreise stellte Obmann August Mayer die Stadt Bad Leonfelden vor. Die Gründung, die geschichtliche Entwicklung, die Entstehung der Verteidigungsanlagen, der Kurbetrieb und die Handelsstraßen usw. wurden näher erklärt. Der Bus der Fa. Fröch brachte unsere Gruppe dann zur Firma Kastner. Nach der Kaffeepause begann die interessante Führung in der ältesten Lebzelterei Österreichs. Wir staunten über die große Menge an verschiedensten Zutaten für die vielen Produkte. Im Anschluss daran konnte jeder Teilnehmer sein Geschick beim Verzieren eines Lebkuchenherzens erproben. Ein hervorragender Film über die Geschichte der Firma und über die Herstellung der verschiedenen Produkte bildete den Abschluss der Führung. Natürlich wurde auch eingekauft!
Im Anschluss daran besuchten wir das kleine Schulmuseum in Bad Leonfelden. Es ist im ältesten Schulhaus Oberösterreichs untergebracht und wurde im Jahre 1577 als „Domus Disciplinae“ errichtet.  Im Sinne Maria Theresias wurde die Pfarrschule 1774 zur „Trivialschule“ und daher von Buben und Mädchen besucht. Das Museum entstand 1988. Die alte Klasseneinrichtung, die Unterrichtsmethoden, die „Schreibwerkzeuge“, der Beruf des Schulmeisters und seines Gehilfen, alte Lehrmittel, die Entwicklung der Schrift und die strengen Schulstrafen usw. waren Thema der Führung. Auch die Entstehung verschiedener Ausdrücke wie z.B. „Strohkopf“, „Eselsbank“ oder …“hast du deine sieben Sachen beisammen“ usf. wurden anschaulich erklärt.
Durch die blühende Frühlingslandschaft kehrte die Gruppe am Abend wieder nach Gmunden zurück.

 Lebzeltarium der Firma Kastner

 Selbst verziertes Lebkuchenherz

 Altes Klassenzimmer

 
Daher kommt die Redewendung "Schwamm drüber".

 
Buchstabensetzkasten für Kinder

 Freude über das gelungene Lebkuchenherz


Halbtagesfahrt zum Emailmuseum in Vorchdorf
Am Freitag, den 16. März 2018  folgten 30 Mitglieder des Gmundner Musealvereins  der Einladung zum diesem Museumsbesuch. Die meisten fuhren mit der „Traunseebahn“ nach Vorchdorf. Dort begaben sie sich nach einem kurzen Fußmarsch zum Wasserturm am Hauptplatz. Herr OSR Alfred Hollinetz führte uns durch das kleine Museum der Künstlerin Gertrude Stöhr, die international viele Arbeiten für Privatpersonen, Kirchen und Kapellen gestaltete. Sie arbeitete in Wien und Vorchdorf. Leider verstarb sie 1984. Frau Gertrude Stöhr arbeitete selber an der Gestaltung des Museums mit. Es sind über 220 Exponate zu sehen. Beeindruckend sind ein Kreuzweg, ein wunderbarer Kelch, Schmuckgegenstände, Schüsseln, Teller, Vasen, Kreuze u.v.a.m. Herr Hollinetz erklärte auch die Vorgänge und Arbeitsschritte der Emailmalerei. Obmann August Mayer lud abschließend in das Café Zwirn zum gemütlichen Ausklang. Alle Teilnehmer und -innen waren vom Museum begeistert, weil es niemand kannte und es sehr sehenswert ist. Es ist ein Geheimtipp!


Das Emailmuseum befindet sich im alten Wasserturm.


Blick auf einige dort ausgestellte Objekte


Die 1984 verstorbene Emailkünstlerin Gertrude Stöhr

Kripperlroas 2018 nach Ebensee
38 Vereinsmitglieder fuhren unter der Leitung von Dr. Norbert Wimmer am 27. Jänner 2018 bei prachtvollem Wetter mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus nach Ebensee. Dort trafen sie sich vor dem Museum zur Kripperlroas. Zuerst wurden drei Privathäuser, u. a. auch das Haus Zehentner, mit wunderschönen Landschaftskrippen besichtigt. Anschließend bestaunten die Teilnehmer die große Krippe in der Pfarrkirche und dann ging es ins Ebenseer Heimathaus. Hier erzählte Dr. Franz Gillesberger, der Kustos des Museums, in lustiger und sehr eindrucksvoller Weise vieles über die zur Zeit dort ausgestellten Krippen und auch über verschiedene Bräuche in der Weihnachtszeit. Im Dachboden wurden noch die außergewöhnlichen Glöcklerkappen besichtigt. Bevor die Heimreise wieder angetreten wurde, stärkte sich noch die Gruppe im Hotel Post.


Krippe der Pfarrkirche Ebensee

Weihnachtsveranstaltung 2017
Am Mittwoch, den 13. Dezember fand um 18.30 Uhr im Kammerhofmuseum die von Obmann August Mayer moderierte Weihnachtsveranstaltung 2017 statt. Frau Dir. Ingrid Spitzbart informierte über alle aktuellen Ausstellungen und bot darüber hinaus die Möglichkeit, alle Ausstellungsräume des Kammerhofmuseums inklusive Kunstgalerie und Spitalkirche zu besichtigen. Natürlich gab es wieder weihnachtliche Texte zu hören, es wurden ans Museum Geschenke überreicht und es erklangen weihnachtliche Melodien. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten ein lockeres Beisammensein bei Punsch und essbaren Köstlichkeiten.

Unser Obmann Dir. August Mayer mit den beiden Musikerinnen


Ehrenobmann Willy Pelikan, Direktorin Ingrid Spitzbart und Obmann August Mayer

Besuch der Papierfabrik Steyrermühl upm
Mitglieder unseres Musealvereins besuchten am Freitag, dem 17. November 2017 die ehemalige Papierfabrik Steyrermühl, heute UPM, die einem finnischen Konzern gehört. 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ausgestattet mit Schutzwesten und Gehörschutz, nahmen an der Werksführung teil. Dazu einige interessante Details: die Papiermaschine ist 124 m lang und produziert 9 m breite Papierbänder, die auf Rollen gewickelt werden. Auf einer riesigen Papierrolle sind ca. 100.000 Laufmeter Papier aufgerollt, und diese wiegt ca. 55 Tonnen. Die Papiermasse läuft mit starkem Lärm über ca. 100 Rollen innerhalb der Papiermaschine, und am Ende der Maschine kommt trockenes Zeitungspapier heraus, das in kleinere Rollen zum Transport und Verkauf (Export innerhalb ganz Europa!) geschnitten wird. Die Grundmasse besteht aus 80% Altpapier, das aus ganz Europa angeliefert wird, das schont daher unsere Wälder! Viele weitere Umweltmaßnahmen wurden in den letzten Jahren umgesetzt, wie zum Beispiel Filteranlagen für Wasser und Abgase.









Besuch des Evangelischen Museums in Rutzenmoos
Das Thema „500 Jahre Reformation“ und dann die Gegenreformation hat Mag. Heinz Schießer zwar schon mit seinem Vortrag im Kammerhofmuseum und mit seiner Buchpräsentation „Wir gehen zwar, aber wir kehren wieder – Gegenreformation und Geheimprotestantismus im Salzkammergut“ behandelt. Trotzdem wollte der Gmundner Musealverein das Thema Reformation und Gegenreformation noch einmal durch diesen Museumsbesuch in den Mittelpunkt rücken. Zu diesem Zweck organisierte er für den 21. Oktober 2017 eine Fahrt nach Rutzenmoos. Der Einladung waren 32 interessierte Personen gefolgt. Im Museum wurden sie in zwei Gruppen durch die Ausstellungsräume geführt.
Das „Evangelische Museum“ ist in einem ehemaligen Schulhaus untergebracht und die Ausstellung sehr gut didaktisch aufgebaut und mit modernen Medien präsentiert. Rutzenmoos zählte ja zu den neun Toleranzgemeinden in OÖ. Die Darstellungen in den einzelnen Räumen reichen vom Lebensweg Martin Luthers, über Beweggründe für seine Reformation, über die Bedeutung des Buchdrucks für die Verbreitung der Reformation, über die Entwicklung der Gegenreformation, die Bauernkriege und über den über fünf Generationen dauernden Geheimprotestantismus usw. In einer Multimediashow wird die Entwicklung des Christentums vom Anfang bis zu Martin Luther hervorragend dargestellt, Hexenverbrennungen, Kreuzzüge und Glaubenskriege werden nicht ausgespart. In einer weiteren Präsentation sieht man die Verbreitung der Reformation in Europa und damit des evangelischen Glaubens. Auch die Rolle der Adeligen in OÖ. bei der Reformation, die neun Toleranzgemeinden, liturgische Gegenstände und eine alte Schulklasse werden gezeigt. Alte Bibeln, Handschriften aus verschiedenen Klöstern und Ablassbriefe ergänzen die Ausstellung. Nach dem Museumsbesuch traf man sich im Gasthaus „Zur Pepi Tant“, wo noch eifrig diskutiert wurde.


Altarbild von Lukas Cranach


„Landhausbibel – Neues Testament“ (1579) mit Lutherportrait auf dem Einband


Das Evangelische Museum in Rutzenmoos

Tagesfahrt nach Salzburg und Oberwang
Am Samstag, dem 30. September 2017, machten sich um 8 Uhr 35 Teilnehmer/-innen bei schönstem Herbstwetter per Bus auf den Weg zur Salzachstadt. Dort besichtigten sie, aufgeteilt auf zwei Gruppen, das erst vor zwei Jahren völlig neu eingerichtete sog. Domquartier. In diesem sind in Räumen rund um den Domplatz Gemälde, prächtige Fürstensäle, eine Wunderkammer, Kunstschätze des Klosters St. Peter u.a.m. zu bestaunen. Auf dem Weg durch die Ausstellungsräume hat man sogar die Gelegenheit, von der Orgelempore einen Blick in den beeindruckenden Salzburger Dom zu werfen. Nach diesem Kunstgenuss nahmen wir das Mittagessen im Grünauer Hof in Wals ein. Am frühen Nachmittag besichtigten wir die altehrwürdige Wallfahrtskirche Maria Plain und genossen dort ausgiebig die herrliche Herbstsonne. Zum Abschluss dieser Fahrt stärkten wir uns in einem Gasthaus des Ortes Oberwang, der auf Grund der Entstehungsgeschichte und des Inhalts von Leo Falls „Der fidele Bauer“ weit über Österreich hinaus bekannt geworden ist. Wie fast immer bei solchen Veranstaltungen wurden die Teilnehmer/-innen von Dr. Norbert Wimmer über die historischen und kulturellen Fakten im Bus bzw. vor Ort informiert.


Ausstellung „Erinnerung an Prof. August Pepöck"
in der Spitalkirche
Die Idee für diese Ausstellung hatte Ehrenobmann Wilhelm Pelikan. Diese
findet anlässlich des 130. Geburtstages und des 50. Todestages des Gmundner Komponisten statt. Der Musealverein ist daran federführend beteiligt. Die Eröffnung fand am  Sonntag, den 17. September 2017 um 10.00 Uhr im Kammerhofmuseum unter der Mitwirkung des Gmundner Gesangsvereines 1861statt. Die Leitung des Chores hatte Ulrike Rastl inne.
Die Ausstellung war vom  17. bis 24. September  2017 jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr
geöffnet. Da die Exponate auch weiterhin am Aufstellungsort verbleiben, können diese ab dem 27. September im Rahmen der Öffnungszeiten der K-Hof-Museen bis gegen Ende des Jahres besichtigt werden. Zugang über den Eingang des Museums.

Dr. Konrad Meingasts Kommentar zur Aktion der Maximilianhof-GesmbH-Aktion
Unser Vereinsmitglied - er ist  auch der Initiator des Kösslmühlkomitees - hat nach der Aktion der Maximilianhof GesmbH folgenden Kommentar verfasst:

Brutal und illegal: Versuchte Zerstörung der Kösslmühlfassade


Wie dieses Bild zeigt und Augenzeugen berichten, ist die Giebelmauer nicht „beim Entfernen eines Baumes umgefallen“. Ohne behördliche Genehmigung haben die Eigentümer der Kösslmühle den Bagger angesetzt, um Teile der Fassade zum Einsturz zu bringen. Wir Gmundner lassen weder die Kösslmühle noch solche Bräuche einreißen. Aufmerksame Bürger haben den Baggerangriff im Rathaus gemeldet, worauf der Bürgermeister die Arbeiten polizeilich einstellen ließ und den Sachverhalt bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt hat. Wir werden mit allen rechtlichen und politischen Mitteln für die Kösslmühle kämpfen.
(siehe auch www.koesslmuehlkomitee.at)

Rundschreiben unseres Obmanns zum eingeleiteten Abriss der Kösslmühle
Sehr geehrte Damen und Herren im Gmundner Musealverein!
ICH BIN ENTSETZT!
Am 10. August 2017 begannen Abbrucharbeiten an der historisch wertvollen Fassade der Kösslmühle am Traunausfluss. Damit wird unser historisches, oft fotografiertes Stadtbild am Traunausfluss mit der Kurzmühle, mit dem „Runden Eckturm“, mit dem ehemaligen Schloss Grueb und der Königinvilla zerstört. Diese Arbeiten wurden ohne Abbruchgenehmigung und auch ohne Baubescheid für ein sehr umstrittenes Wohnprojekt begonnen. Der Abriss wurde sofort von Bgm. Mag. Krapf durch die Stadtpolizei gestoppt. Ich frage mich natürlich, ob durch dieses große Loch und den Wassereintritt die Statik gefährdet ist und der Abriss dann notwendig wird? Man wird sehen, wie die Politik, wie die Bezirksbehörde auf ein derartiges Vorgehen reagiert.
So könnten wir wieder ein historisches Objekt in Gmunden verlieren, wir zählen uns aber zu den kleinen historischen Städten! Wie lange noch?
Die Bauarbeiter an der Baustelle gaben an, dass sie einen „Kastanienbaum entfernen“ sollten. Vielleicht haben sie den Baum mit der Fassade verwechselt. Ich will das aber niemandem unterstellen! Zeugen haben jedenfalls gesehen und auch fotografisch festgehalten, dass man mit einem Meißel an einem Bagger gegen die Vorderfront geschlagen hat, sodass diese einstürzte. Von Seiten der Besitzer führte man an, dass Kinder durch das Loch im Dach in das Objekt geklettert seien und man deshalb handeln musste und dass der Einsturz des Giebels praktisch ein „bauliches Missgeschick“ sein soll.
Andere unbewohnte Objekte sind eben gegen Vandalenakte abgesichert, da gibt es viele Möglichkeiten.
Bitte verfolgen Sie in den kommenden Tagen die Bilder und Artikel der heimischen Presse und informieren Sie sich bitte auf unserer Homepage www.gmundner-musealverein.at bzw. auf der Website des Komitees zur Erhaltung der Kösslmühle unter www.koesslmuehlkomitee.at  über die weiteren Schritte. Im Komitee wird auch überlegt, die Volksanwaltschaft anzurufen. Eigentlich müsste ein Sturm der Entrüstung in Form von Leserbriefen in Gmunden ausbrechen.
Hoffentlich verstehen Sie nun, warum ich entsetzt bin!
Ihr
August Mayer
Obmann


Vortragsabend und Buchpräsentation von Mag. Heinz Schießer

Der Gmundner Lokalhistoriker hielt am Mittwoch, dem 14. Juni 2017, um 19.00 Uhr im Kammerhofmuseum vor einem äußerst zahlreich erschienenem Publikum einen Vortrag zum Thema: „Das Kloster Traunkirchen in der Zeit der Reformation und Gegenreformation“. Grundlage des Vortrags war dessen so eben erschienenes Buch „Wir gehen zwar, aber wir kommen wieder“ - Gegenreformation und Geheimprotestantismus im Salzkammergut". Auf informative und teilweise auch launige Weise berichtete Mag. Schießer über die Geschichte des Ortes und des Klosters Traunkirchen. Illustriert wurden seine Ausführungen durch eine Reihe aussagestarker Bilder. Sein Buch konnte im Anschluss an den Vortrag zum Subskriptionspreis erworben werden. 

Musealvereins-Tagesausflug in den Pinzgau
Samstag, den 13. Mai 2017
Noch bei schlechtem Wetter fuhren 50 Teilnehmer über das kleine Deutsche Eck in den Pinzgau zur Wallfahrtskirche Maria Kirchental, wo uns eine sehr schöne barocke Kirche erwartete. Das Besondere dieser Kirche ist das Muttergottes-Gnadenbild aus dem 15. Jhdt., denn die Gottesmutter hält Jesus auf dem Schoß. Dieser trägt auf dem Finger einen Stieglitz. Hervorzuheben ist auch die riesengroße Sammlung an Votivbildern mit rund 1200 Einzelstücken, vor allem aus dem 17. und 18. Jhdt., und ein kleines, aber feines Wallfahrtsmuseum. Frau Dr. Angelika Hüttner hat die für uns gehaltene Messe auf der Orgel begleitet.
Anschließend ging es auf ein Mittagessen gleich nebenan, und von dort fuhren wir weiter nach Leogang in das Bergbau- und Gotikmuseum. Da heuer 25 Jahre Museum gefeiert wird, durften wir uns schon die noch nicht eröffnete Ausstellung ansehen: "Leopold in Leogang" und "Freising zu Gast in Leogang". Ausgewählte Kostbarkeiten gotischer Schnitzkunst wurden uns gezeigt; aber auch das Handwerk, das dort für den Bergbau so wichtig war, die Schmiedewerkstätte. Wir besichtigten aber auch die durch die Eingliederung des mittelalterlichen Wohn- und Wehrturms „Thurnhaus“ geschaffene Erweiterung des Museums. Nach einer stärkenden Jause ging es nun bei strahlendem Wetter nach Hause.
Wir danken unseren Mitgliedern Dipl. Ing. mont. Fritz Reinitzhuber, der diese Reise bis ins Kleinste für uns organisiert hat, und Dr. Norbert Wimmer für seine geschichtlichen Ergänzungen zu den verschiedenen Orten.


Die Teilnehmergruppe

 
Tafel am Eingang zum Bergbau- und Gotikmuseum

 
Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental

 
Der Hochaltar der Kirche Maria Kirchental

Rundschreiben unseres Obmanns August Mayer vom 14. Mai 2017
anlässlich der Erstellung einer neuen Homepage mit einer Website
des Kössmühlkomitees
Sehr geehrte Damen und Herren des Musealvereines!
Unser Vorstandsmitglied und Historiker Holger Höllwerth hat eine sehr interessante und informative WEBSITE über das Komitee zur Erhaltung der Kösslmühle gestaltet. Sollten Sie daran Interesse haben, so rufen Sie bitte (z.B. mit GOOGLE) diese Seiten auf: www.koesslmuehlkomitee.at. Darin finden Sie Aktivitäten des Komitees, die interessante Geschichte der Kösslmühle, Bilder usw. Es gibt aber auch eine Sammlung von Bildern von gelungenen Restaurierungen in unserer Stadt Gmunden. Es soll dies auch ein Beitrag mit Informationscharakter sein und ein Aufruf zur Erhaltung historischer Bauten, die für das Stadtbild entscheidend sind und sehr gefährdet sind, wie uns das Beispiel der Remise der ehemaligen Pferdeeisenbahn zeigt, die (hoffentlich nicht!) abgerissen werden soll. Dieses Bauwerk erinnert an die wichtige Zeit und den wirtschaftlichen Aufschwung in Gmunden durch die Pferdeeisenbahn von Budweis nach Gmunden und es ist auf dieser 200km langen Strecke das letzte Gebäude dieser Art.Bitte, informieren Sie sich über die interessante Vergangenheit der Kösslmühle, die wunderbar harmoniert mit dem Schloss Grueb (Gerichtsgebäude), mit dem runden Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung, mit der Kurzmühle und mit dem Schloss der Königin.
Mit freundlichen Grüßen
August Mayer
Obmann

Vorstandssitzung am 3. Mai 2017
Anwesend waren: Manfred Reingruber, Christine Zemann, Hansgeorg Knauss, Herwig Hipfinger, Ingrid Spitzbart, August Mayer, Holger Höllwerth, Konrad Meingast, Willi Pelikan, Renate Hipfinger und Eckard Höllwerth.
Entschuldigt hatten sich Bürgermeister Stefan Krapf, Heinz Schiesser, Beate Steinkogler, Pfarrer Geyrhofer und Manfred Andessner. Alle anderen Vorstandsmittglieder waren nicht entschuldigt. Zu Beginn der Sitzung berichtete der Obmann kurz über die heurigen Veranstaltungen: Krippenfahrt nach Christkindl, Fahrt nach Pasching und Linz (Auslieferungslager der OÖ-Nachrichten und Besuch der Stahlwelten VÖST mit Hochofenbesichtigung.
Danach folgte der Bericht von Frau Direktor Spitzbart über die letzten Museumsaktivitäten: Ausstellung über Kaiser Franz Josef, Ausstellung von Frau Kern: Kopfsachen, Krippenausstellung, Maler Hugo Dachinger– Ausstellung, Ausstellung über das Haus Hannover, Ausstellung über Heimat und Tracht. Ab 7. Mai gibt es eine Brahmsausstellung. Dann erzählte sie uns von der Arbeit, die man nicht sieht, wie Depotverbesserungen, Eingliederung des Heimatmuseum, Betreuung von Studenten und Schülern usw.
Aufgezeigt wurde dann die mangelhafte Kommunikation zwischen Kulturamt und K-Hofmuseum. Außerdem werden vom Kulturamt nicht an alle Musealvereinsmitglieder Einladungen zu diversen Kultur-Veranstaltungen verschickt.
Manch einer / eine wird nicht einmal über Aktivitäten des Museums informiert.
Aufruf zur Erneuerung der kaputten Teile des Pferdeeisenbahnweges und zur Erhaltung des Bahnhofs Englhof. Es wurde darüber informiert, dass wegen der neuen Traunseebahngarnituren aus Sicherheitsgründen der Wanderweg auf dem Grafinger-Grund zur Gänze nach Süden verlegt werden. Es wurde gefragt, wie kann man den Abriss des Frachtenmagazins in der Annastraße (Urform wie vor 170 Jahren) verhindern könnte.
Anschließend informierte Vereinsmitglied Dr. Konrad Meingast über das Komitee zur Erhaltung des Kösslmühl-Gebäudes und dessen Aktivitäten. Untere anderem wurde vom Komitee ein Gutachten, das zur Erhaltung des Objektes rät. Der Musealverein hat das Gutachten mit 180 € gesponsert.
Ehrenobmann Willi Pelikan stellte sein Pepöck- Projekt vor. Es soll der Bevölkerung den fast vergessenen Komponisten wieder näher bringen. Dessen Geburtstag war vor 130 Jahren und sein Todestag vor 50 Jahren. Es soll eine Matinee geben, wo auch Lieder von ihm gesungen werden. Da in dem ursprünglich geplanten Ausstellungsraum im Foyer des Museums dies nicht möglich ist, kann man in die Spitalskirche ausweichen, die geöffnet wird. Der Zugang zum Museum wird gesperrt und die Ausstellung wird durch freiwillige Helfer des Musealvereins als Aufsichtspersonen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dauer der Ausstellung eine Woche vom 17. bis 24. September. Vor der Eröffnung der Ausstellung am 17. September wird noch eine  Sitzung zur Einschulung der Aufsichtspersonen anberaumt.
Holger Höllwerth stellte die neue eingerichtete Homepage des Kösslmühlkomitees vor („www. koesslmuehlkomitee.at“). Außerdem hat er den Vorschlag von Frau Dr. Rumpf aufgenommen und hat sehenswerte Hausrenovierungen und -restaurierungen fotografiert und dokumentiert gemäß dem Motto: Man muss nicht dauernd auf die Bausünden der Stadt hinweisen, sondern sollte auch die Objekte einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, die zur Erhaltung des schützenswerten Orts- und Stadtbildes beitragen. Interessant wäre daraus einen Folder für die Stadt zu machen und zu verteilen. Es müsste dafür jedoch zuerst das Einverständnis der Hausbesitzer eingeholt werden. Für so ein Projekt gäbe es sogar die Unterstützung von der Stadt.
Dann wurden die voraussichtlichen kommenden Veranstaltungen bis Jahresende vorgestellt:
13. Mai Fahrt in den Pinzgau/Leogang, 14. Juni Vortrag von Mag. Heinz Schießer über Reformation und Gegenreformation, 17. bis 24. September Pepöck-Ausstellung, 30. September Museumsquartier in Salzburg mit anschließend Kirche Mondsee und dann Kirche Oberwang, am 21. Oktober Besuch des evangelischen Museums Rutzenmoos (als Ergänzung zum Vortrag von Mag. Heinz Schießer), 17. November eventuell Papierfabrik Steyrermühl als Ergänzung zum vorjährigen Papiermachermuseum, und am 13. Dezember unsere Weihnachtsveranstaltung im Museum.

Der Musealverein unterstützt das Komitee für die Erhaltung der Kösslmühle
Der Musealverein hat unter anderem die Aufgabe, sich für die Erhaltung des Ortsbildes und der Kunstdenkmäler unserer Stadt einzusetzen. Daher unterstützt der Verein das Anliegen des Kösslmühl-Erhaltungs-Komitees.
Früher gab es mehrere Mühlen am Ausfluss der Traun aus dem See. Zwei Objekte davon stehen heute noch: die Kurzmühle am rechten Traunufer und visavis die Kösslmühle. Beide stellen heute für jeden Besucher Gmundens einen eindeutigen Blickfang dar und prägen hier das Ortsbild. Nicht selten staunen Touristen über diese Hingucker und fotografieren diese auch eifrig. Während es gelungen ist, die Kurzmühle weitgehend zu erhalten, droht dem Kösslmühlobjekt der Abriss. Nachdem die Investoren der Altmünsterer Maximilianhof Immobilien GmbH mit ihrem ersten Projekt abgeblitzt sind, bereiten sie ein neues Projekt vor. An einer Erhaltung der schützenswerten Fassade zeigt diese Investorengruppe allerdings nach wie vor kein Interesse. Daher arbeitet das Komitee zur Erhaltung der Kösslmühle zielstrebig weiter und empfiehlt dringend, alle Möglichkeiten auszunutzen, um das Gebäude zu revitalisieren und wenigstens die Fassade zu erhalten.
Obwohl die Kösslmühle nicht unter Denkmalschutz steht, ist zumindest ihre Fassade erhaltenswert. Als das damals im Besitz der OKA befindliche Objekt 1954 einer größeren Renovierung unterzogen wurde, bekam die Hauptfassade einen geschwungenen Giebel. Ein gotisches Fenster und ein Sonnenuhrfresko wurden aufgedeckt. Dieses wurde in Sgraffito transponiert. Dies war eine landschaftsgebundene und denkmalpflegerische Renovierung. Durchgeführt wurde sie vom Gmundner Architekten Franz König. Die damals renovierte Kösslmühle ist ohne jeden Zweifel eine Bereicherung und ein unverzichtbarer Teil des Ortsbildes.
In der Stadt Gmunden sind in den letzten Jahren so viele Bausünden passiert, dass es nun an der Zeit ist, diesem Wildwuchs einen Riegel vorzuschieben. Es darf nicht sein, dass in Gmunden hauptsächlich materielle Überlegungen und Gewinnmaximierung das Baugeschehen bestimmen! Man kann nicht alles diesem Ziel unterordnen. Es ist schon genug kaputt gemacht worden. Die Gemeinde sollte endlich erkennen, dass das Ortsbild durch derartige Baugenehmigungen stark beeinträchtigt wird und dass viele Einheimische - und natürlich auch Besucher - der Auffassung sind, dass diese Bausünden der letzten Jahre einer anerkannten Tourismusstadt wie Gmunden nicht zum Vorteil gereichen.

 Die Kösslmühle um 1900

 Die Kösselmühle heute

Tagesfahrt zu den O.Ö. Nachrichten und in die VÖEST-Alpine Stahlwelten
45 Personen besuchten am Freitag, den 3. März 2017 vormittags in Pasching die OÖ Nachrichten. In dieser Anlage wurde uns durch Power-Point-Präsentation die Geschichte der Zeitung und deren Entwicklung näher gebracht. Unser Obmann August Mayer hatte uns zuvor im Bus die Geschichte des geschriebenen Wortes von der Steinkeilschrift bis zum heutigen Offset-Druck erklärt. In der Maschinenhalle sahen wir außerdem noch die Sortieranlage und die Auslieferungsmaschinen der Zeitung. Es wurden uns alle Schritte bis zur fertigen Auslieferung an den Kunden sehr ausführlich erklärt und auch mit welcher Geschwindigkeit gearbeitet werden muss, um eine aktuelle Tageszeitung herzustellen.

 OÖN-Druckzentrum in Pasching
 Blick in die Fließbandstraße
 Fließband mit Zeitungseinlagen

Dann fuhren wir weiter zur VÖEST. Im Bus erklärte uns Dipl.-Ing. Reinitzhuber anhand einer Skizze mit einfachen Worten die komplizierten Vorgänge der Stahlerzeugung von der Gewinnung des Erzes bis zum fertigen Stahlprodukt. Das Mittagessen nahmen wir im Panorama- Café ein. Anschließend besuchten die Teilnehmer in zwei Gruppen die Ausstellung in den „VÖEST-STAHLWELTEN“. In dieser wird auf vier Ebenen sowohl die Geschichte der VÖEST als auch die Produktion von Eisen und Stahl anschaulich dargestellt. In kurzen Videos sieht man die Befüllung des Hochofens mit Koks, Kalk, Erzen und Alteisen. Es wird der „Abstich“ erklärt und die Weiterverarbeitung der Brammen (Eisenblöcke) aus Roheisen zu Stahl und in der Folge zu Blechen. Auch die Schutzkleidung der Hochofenarbeiter und die Verwendung des Stahles z.B. in der Autoindustrie, im Schienenbau usw. bis zur Verwendung der Spezialstähle für die Raumfahrt wird ebenso gezeigt.
Nach dieser Führung bestieg die Gruppe einen Werks-Bus, und dieser fuhr durch das riesige Werksgelände, dann entlang der viele Meter hoch aufgetürmten Lagerstätten von Kalk, Steinkohle, Koks und Eisenerz und entlang des werkseigenen Hafens zum imposanten Hochofen. Dort konnten wir nach dem steilen Aufstieg über Treppen einen spektakulären „Hochofenanstich“ beobachten und die Trennung in Roheisen und Schlacke. Die Rundfahrt führte weiter zu einem Warmwalzwerk, in dem aus den glühenden Brammen in vielen Walzvorgängen ca. 75 m lange Bleche entstehen. Die Mitglieder unserer Gruppe waren von den interessanten Führungen begeistert und natürlich auch von der Idee von Dr. Fritz Reinitzhuber, diese zwei Großbetriebe zu besuchen.

 Hochofen
 
Ausstellung "VOEST-Stahlwelten" 

Krippenfahrt 2017 nach Christkindl
Bei strahlend schönem Winterwetter fuhren am 21. Jänner 2017 40 Teilnehmer unter der bewährten Führung von Dr. Norbert Wimmer und Obmann August Mayer nach Christkindl bei Steyr. Dort besichtigten wir zuerst die einmalige Bötmesser Krippe, deren ca. 700 Figuren uns sehr beeindruckten. In dieser ist der Orient in verschiedenen Facetten (Basar, Teppichmarkt, Sklaven….) dargestellt und vor allem sind die vielen naturgetreuen Tiere zu bewundern. Dann besichtigten wir die von Karl Klauda erbaute mechanische Krippe mit ca. 300 Figuren, die sich aber alle bewegen. Das Alte Testament ist in verschieden aufgebauten Kreisen zu sehen, alles dreht sich, nickt, läuft, schreitet. Nach einem Blick hinter die Kulissen durften wir auch die komplizierte Mechanik dieser Krippe bewundern. Dann besuchten wir noch die Wallfahrtskirche mit dem „gnadenreichen Christkindl - eine 10 cm große Wachsfigur in Gold gefasst - im Baum unterm Himmel“. Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir wieder heimwärts.

 Szene aus der Bötmesser-Krippe
 Mechanische Krippe
 Die in Gold gefasste Christkindlfigur

Weihnachtsveranstaltung im K-Hof-Museum am 15. Dezember 2016
Rund 70 Teilnehmer fanden sich zu unserer heurigen Weihnachtsveranstaltung ein. Von musikalischen Darbietungen mit Zither und Gitarre unterbrochen wurden nach der allgemeinen Begrüßung drei Geschenke aus Privathand dem Museum überreicht: Zuerst ein Kupferrelief der hl. Familie von der Fa. Putz durch Dr. Norbert Wimmer, dann Noten und Handschriftliches von August Pepöck von Willi Pelikan und schließlich der Original-Briefwechsel dreier Pfarreien über die Madonna von  Ort und einige Zeitungsausschnitte über das Landschloss Ort. Dieses stammt aus dem Nachlass des Malers und Graphikers Edi Schulz und wurde von seiner Schwester dem Museum übergeben. Nach einigen lustigen Zwischenlesungen durch Renate Hipfinger und dem gemeinsamen Singen von „Es wir scho glei dumpa“ führte uns Kustodin Frau Spitzbart durch die heurige Krippenausstellung, die unter dem Motto „Sie folgten dem Stern“ den heiligen drei  Königen gewidmet ist. Zum Abschluss gab es nach der Vorausschau auf das nächste Jahr Punsch und Stollen.

Kösslmühlprojekt wurde vom Gestaltungsbeirat abgelehnt
Der Gestaltungsbeirat hat dem Projekt „Kösslmühle“ nicht zugestimmt! Gründe dafür waren die nicht geklärten Fragen der Zufahrt und der Parkplätze und wegen der mit dem Stadtbild NICHT vertretbaren Architektur.

Rundschreiben des Obmanns zum geplanten Abriss der Kösslmühle
vom 2. November 2016
Sehr geehrte Damen und Herren!
In den Statuten unseres Musealvereines steht neben der Förderung des Museums auch die Einflussnahme auf die Erhaltung des Stadtbildes und der Kunstdenkmäler der Stadt im Einvernehmen mit den verantwortlichen Stellen.
Ein Bauträger möchte das Gebäude der historischen Kößlmühle abreißen.
Unser Mitglied, Herr Dr. Konrad Meingast, hat bei der Generalversammlung einen eindringlichen Appell in seiner Rede für die Erhaltung der Kößlmühle und gegen den Abriss des historischen Gebäudes gehalten.
Er hat dies auch mit Hinweisen auf den Bebauungsplan und auf die geltende Bauordnung untermauert. Bitte, lesen Sie den Brief an den Gemeinderat und an den Gestaltungsbeirat der Stadtgemeinde Gmunden im Anhang. Darin sind die Argumente für den Erhalt dieses Gebäudes angeführt.
(...)
Viele Touristen fotografieren den Traunausfluss von der Traunbrücke aus und das harmonische Bild mit der Kößlmühle, mit der Kurzmühle, mit dem „runden Eckturm“ und der Königinvilla im Hintergrund. Dieses Stadtbild sollte nicht zerstört werden!
Ich habe mich dem Komitee zur Erhaltung der Kößlmühle angeschlossen und möchte Ihnen den Brief zur Kenntnis bringen. Sollten Sie auch dieser Meinung sein, so ersuche ich Sie, in Ihrem Bekanntenkreis für die Erhaltung der Mühle zu werben. Es gibt heute viele Möglichkeiten, die Bausubstanz zu pflegen und dadurch das Gebäude zu erhalten und zu verwerten.
Mit freundlichen Grüßen
August Mayer

œGeneralversammlung des Musealvereins 2016
Sie fand am Mittwoch, dem 19. Oktober 2016, mit Beginn um 19 Uhr im Kammerhofmuseum statt. Die Programmpunkte waren:
1) Eröffnung und Begrüßung durch den Obmann OSR August Mayer:
Speziell begrüßt wurden unser neuer Bürgermeister Mag. Stefan Krapf, der sich als Kultur-Referent der Stadt als Obmannstellvertreter unseres Vereins zur Verfügung gestellt hat und darüber hinaus auch Beirat mit Stimmrecht ist, sowie Frau Direktor Spitzbart und die anwesenden Gemeinderäte.
2) Bericht des Obmannes:
Er begann mit einer Schweigeminute zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder Altbürgermeister Herrmann, Herr Reischl, Frau Lachmayer und Frau Hörleinseder. Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dem Verein 258 Mitglieder an. U.a. informierter OSR Mayer über die in den letzten zwei Jahren vom Musealverein an das Museum gemachten Geschenke (Zinnkrug, Ansichtskartensammlung von Brandt, Keramikfiguren, Notenmaterial von August Pepöck und neuerdings Alte Ansichtskarten von Gmunden). Dann hat er alle Veranstaltungen, die in den zwei Jahren 2015/2016 durchgeführt wurden, aufgezählt. Es waren 13 insgesamt.
3) Bericht des Kassiers:
Herr Knauss informiert über den aktuellen Stand unserer zwei Konten. Der Saldo auf dem Laufkonto per 17.10.2016 beträgt 4.782,37 € Guthaben und das Festgeldkonto (Eiserne Reserve) verfügt über 6.000,00 €.
4) Bericht der Rechnungsprüfer:
Die Rechnungsprüfer Frau Monika Marschner und Herr Herwig Hipfinger haben am 17.10.2016 den Zeitraum 1.1.2014 bis 31.12.2015 überprüft. Es gab keinerlei Beanstandungen. Ebenfalls wurde dann noch vom 1.1.2016 bis einschließlich 17.102016 der Kassenstand beider Konten überprüft und für in Ordnung befunden. Der Antrag auf Entlastung des Kassiers wurde ohne Stimmenthaltung oder Gegenstimme angenommen.
5) Rücktritt des alten und Neuwahl des neuen Vorstandes:
Unter der Leitung von GR Manfred Reingruber wurde dann die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen. Zuerst wurde über den Obmann, Herr OSR August Mayer (einstimmig bis auf eine Stimme, keine Stimmenthaltung) und dann en bloc über die anderen Mitglieder (einstimmig, ohne Enthaltung oder Gegenstimme) abgestimmt.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Obmann: OSR Dipl.-Päd. August Georg Mayer, Brunnenweg 18, 4810 Gmunden
Obmannstellvertreter: Bgm. Mag. Stefan Krapf, Rathausplatz 1, 4810 Gmunden
Schriftführerin: Mag. Renate Hipfinger, Cumberlandpark 7, 4810 Gmunden
Schriftführer-Stellvertreter: Mag. Holger Höllwerth, M.v.Aichholzstr.22, 4810 Gmunden
Kassier: Hans Georg Knauss, Raiffeisenbank Skgt., Schiffslände 5, 4810 Gmunden
Kassier-Stellvertreter: Mag. Eckhard Höllwerth, Sonnenweg 2, 4694 Ohlsdorf
Rechnungsprüfer: Dipl.-Päd. SR Monika Marschner und Herwig Hipfinger
Als Beiräte arbeiten im Vorstand mit:
OSR Dir. i. R. Christine Zemann
Mag. Heinz Schießer
Stadtpfarrer Mag. Gerald Geyrhofer
Dr. Christian Dickinger
Dr. Beate Steinkogler
DI Dr. Herbert Löcker
Dr. Elisabeth Rumpf
GR Manfred Reingruber und
GR Manfred Andessner, Leiter des Kulturamtes
6) Aktuelles aus dem Museum:
Frau Direktor Spitzbart informierte uns in ihrem kurzen Referat über die vergangenen und aktuellen Ausstellungen. Für das nächste Jahr sind nach der traditionellen Krippenausstellung, die zum Motto „Sie folgten dem Stern“ hat und den Heiligen drei Königen gewidmet ist, anlässlich des Brahmsjahres eine Brahms-Ausstellung geplant.
7) Vorschau über die nächsten Aktivitäten des Vereins:
November 2016: Papierfabrik Steyrermühl
Dezember 2016: Weihnachtsveranstaltung im Museum
Jänner 2017: Krippenfahrt nach Christkindl
März 2017: Tagesfahrt nach Linz in die Druckerei der OÖ-Nachrichten und zur VÖST.
Mai 2017: Tagesfahrt Pinzgau – Leogang Museum
8) Anträge:
Herr Pelikan schlägt einen Pepöcktag vor.
Der Antrag auf Erhöhung des Mitgliedbeitrages von 8 auf 10 € wird einstimmig angenommen.
9) Allfälliges:
Frau Dr. Rumpf lädt für 4. November 19.00Uhr zu einem archäologischen Fest nach Traunkirchen ein. Dann wird von ihr eine Dokumentation schön renovierten Hausfassaden in Gmunden angeregt. Dr. Meingast plädiert leidenschaftlich für eine Erhaltung der altehrwürdigen Kösslmühle. Manfred Reingruber berichtet von Vandalenakten am denkmalgeschützten Bahnhof Englhof und hofft, dass das Gebäude erhalten bleiben wird.
10) Nach dem Schlusswort führt Frau Direktor Spitzbart noch durch die aktuelle Ausstellung „Das Haus Hannover in Gmunden“.

Fahrt zur OÖ-Landesausstellung 2016 in Lambach und Stadl Paura
50 Interessenten fuhren am Samstag, den 17. September 2016 unter der Leitung von Dr. Norbert Wimmer zur oö Landesaustellung. Wir besichtigten zuerst die wunderbare Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura. Dort erhielten wir einen besonderen Vortrag über diese einmalig schöne Kirche. Zum Abschluss sangen wir sogar noch ein Kirchenlied gemeinsam und konnten so einen Eindruck von der besondere Akustik dieses Gotteshauses gewinnen. Anschließend besuchten wir ebenfalls in Stadl Paura den „neuen“ Salzstadl. In diesem erfuhren wir alles über den Transport des Salzes auf der Traun mit Hilfe von extra dafür gebauten Schiffen und über den Einsatz der Pferde. Wir sahen sogar einen kleinen „Gegenzug“ und konnten den Kraftaufwand, der zu so einem „Gegenzug“ notwendig ist, nur bewundern. Vor dem Mittagessen haben wir noch im Stift Lambach die Ausstellung „Das Pferd in der Kunst“ besichtigt. Dabei konnten wir auch die Gelegenheit nutzen, um die prunkvollen Räume des Klosters in Augenschein zu nehmen. Nach dem Mittagessen trafen wir uns im Pferdezentrum in Stadl Paura, das dort auch seit vielen Jahren eine Ausbildungsstätte für Jugendliche für die diversen Berufsgruppen um das Pferd beherbergt. Wiederum wurde uns in einer interessanten und ausführlichen Führung viel Interessantes über das Pferd erzählt, und wir konnten auch hier ganz viele Ausstellungsstücke ansehen. Der Höhepunkt war sicher die in einer riesigen begehbaren Glasvitrine ausgestellten Augarten-Porzellan-Pferde. Von den drei Ausstellungsbesuchen leicht erschöpft, fuhren wir dann nach Hause und freuen uns schon auf die nächsten Aktivitäten.

 
Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura (außen und innen)

 
Die neu errichteten Salzstadeln                                                      


"Gegenzug" mit Norikern


Modell vom Salzzillenbau                                                     


Levade (Augartenporzellan)

Tagesfahrt nach Lilienfeld, Mariazell und Gaming am Samstag, 21. Mai 2016
44 sehr interessierte Personen fuhren bei strahlendem Frühlingswetter nach N.Ö., um dort drei kirchliche Denkmäler zu besichtigen. Unsere erste Station war die große Anlage des Klosters Lilienfeld. Dort wurde uns bei einer sehr informativen Führung die Klosterkirche, die Bibliothek, der wunderbare Kreuzgang und die verschiedenen Innenhöfe gezeigt, und uns wurde die Geschichte dieses Klosters nahe gebracht. Vor dem Mittagessen besichtigten wir noch das Heimatmuseum mit dem Zdarsky-Ski-Museum. Mathias Zdarsky war der Begründer des Alpinskilaufes.
Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Mariazell, wo jeder nach seiner Wahl, die Kirche oder den Wallfahrtsort besichtigen konnte.
Schließlich fuhren wir weiter zur Klause Gaming, wo wir wieder ein Führung hatten. Dieses alte Kathäuserkloster wurde wieder hervorragend von privater Hand renoviert und wird auch das ganz Jahr genützt. Es finden her Hochzeiten, Taufen, Einkehrseminare und auch studentische Vorlesungen mit einer amerikanischen Partneruniversität statt.
Bei traumhaften Sonnenuntergang und Aufgang eines Vollmondes beendeten wir einen beeindruckenden Tag.

 
Kloster Lilienfeld

Klause Gaming


Besuch im Papiermachermuseum in Steyrermühl
am 11. Mai 2016
Das interessante Museum ist im „ALFA“ – in der „alten Papierfabrik“ in Steyrermühl an der Traun untergebracht. Nach der Stilllegung der Fabrik nutzte man die Fabrikshallen für dieses Museum. Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am 11. Mai 2016 eingefunden, um über den Werdegang der Papiererzeugung und die Geschichte der Papiererzeugung zu sehen und zu hören. Unser ausgezeichneter Museumsführer war Herr DI Wilfried Miedler aus Gmunden. Er ist auch Mitglied unseres Vereines. Die Exponate über die Geschichte der Papiererzeugung sind sehr anschaulich präsentiert und beschrieben. DI Miedler verwies bei seiner Führung auch auf den Zusammenhang zwischen Papier, Druck mit fixen Wörtern auf „Stempeln“ und Druck mit beweglichen Lettern hin. Die Verbreitung der Bibel war auch ein Thema. Man bekommt bei der Führung auch einen Einblick in das Leben und die bescheidenen Wohnverhältnisse der Papierarbeiter. Auch die Herstellung von Pergament und Büttenpapier wurde gezeigt. Viele Maschinen und auch ein Modell der großen Papiermaschine ergänzen die anschauliche Ausstellung.
In den Räumlichkeiten der alten Fabrik ist auch ein Feuerwehrmuseum und ein Veranstaltungszentrum untergebracht.







Vortrag über Franz Graf Folliot de Crenneville am 6. April 2016 
Mag. Heinz Schießer sprach im Kammerhofmuseum über den Generaladjutanten und Oberstkämmerer von Kaiser Franz Joseph Franz Graf Folliot de Crenneville. Der sehr lebendige und mitunter auch unterhaltsame Vortrag wurde durch eine Fülle von Bildern, Fotos und Karten besonders anschaulich. Der Referent hat die Biografie des Grafen äußerst gekonnt in die Geschichte des Habsburgerstaates eingebunden und auch dessen Weltsicht und Konservativismus unverblümt dargelegt. Der Vortragssaal war nicht zur Gänze gefüllt. Diejenigen, die zu dem Vortrag des Musealvereins gekommen waren, belohnten Mag. Schießer für seine Darbietung mit viel Applaus.
   
  Franz Graf Folliot de Crenneville 

Vorstandsitzung am 7. März 2016 im Hotel Schwan
anwesend waren August Mayer, Christine Zemann, Holger und Eckhard Höllwerth, Beate Steinkogler, Herwig Hipfinger, Dr. Rumpf, Georg Knauss, Ingrid Spitzbart und Renate Hipfinger
Der Grund für die Sitzung ist der Rücktritt des Obmannstellvertreters Heinz Köppl, der sich aus allen Vereinen zurückzieht. (Nach Zustimmung des Vorstandes übernimmt diesen Posten interimistisch Holger Höllwerth.)
Kurzberichte über Austritte (2) und Neuzugänge (2) und die Veranstaltungen der letzten eineinhalb Jahre Kassabericht von Hans-Georg Knauss: auf unseren zwei Konten befinden sich aktuell 11.000 €.
Im Kammerhofmuseum ist ein eklatanter Rückgang der Besucherzahl zu vermerken. Es gibt zwei neue Ausstellungen: Ressl-Gedenkschau über den Forstmann und Erfinder und eine Wanderausstellung über das „Immatrielle Kulturerbe von Oberösterreich“, in der das Salzkammergut sehr stark vertreten ist. Außerdem gibt es immer noch die Ausstellung über Japanische Holzschnitte und die „Hannoveraner“.
Die nächste obligatorische Generalversammlung soll heuer im Herbst stattfinden; Terminvorschlag: Mittwoch, 19. Oktober 2016, 19.00 Uhr im Kammerhofmuseum. Dabei sollen Herr Mag. Heinrich Schießer und Herr DI Kassmanhuber (als Vertreter der neuen Bürgerliste) als neue Beiräte gewonnen werden und Bürgermeister Stefan Krapf als Obmannstellvertreter. 
Vorschau auf kommende Veranstaltungen:
6. April: Mag Schießer hält im Museum einen Vortrag über sein neues Buch „Graf Folliot von Crenneville“
11. Mai: Besuch im Papiermachermuseum Alfa in Steyrermühl mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit  Eigenanreise
21. Mai: Tagesfahrt nach Lilienfeld, Mariazell und Gaming.
Unter Punkt Allfälliges übergibt Renate Hipfinger vom Mitglied Helga Miksch Unterlagen zur Marienstatue von Orth an den Musealverein; diese werden bei der nächsten Weihnachtsveranstaltung dem Kammerhofmuseum geschenkt. August Mayer, Holger Höllwerth und Manfred Reingruber arbeiten an einer Arbeitsgruppe für die Pferdeeisenbahn mit. Es wird der schlechte Zustand der Schautafeln erwähnt. Sie sollten rasch gerichtet werden. Christine Zemann will versuchen Gmunden als Keramikstadt weiter zu forcieren. Auch hier gibt es schon eine Arbeitsgruppe. August Mayer hat eine Fotoserie über 64 Keramikobjekte erstellt und diese könnten in einem kleinen Buch festgehalten werden. Das Buch von Holger und Ekhard über die Geschichte Gmundens von 1918-1945 wird immer wieder nachgefragt, aber es sind nur mehr einige Exemplar vorhanden. Soll nachgedruckt werden? Wer könnte bei der Finanzierung helfen? Von Herwig Hipfinger kommt der Vorschlag zur Erhöhung des Mitgliedbeitrages von 8.00 auf 10.00 Euro, was von allen angenommen wird. Frau Dr. Rumpf schlägt vor, endlich einmal positive Meldungen über Gmunden zu publizieren, vor allem im Zusammenhang mit gelungenen Renovierungen alter Bausubstanz in Gmunden. Die Menschen, die renoviert haben, sollen genannt und so deren Leistungen anerkennt werden. Dieser Vorschlag findet allgemeine Zustimmung. Von Herrn Knauss kommt die Anregung zum Beitritt des Musealvereins zu sozialen Medien wie Facebook oder Twitter, um junge Menschen auf das museale Geschehen in Gmunden aufmerksam zu machen. Da sich im Vorstand niemand in der Lage sieht, dass zu realisieren, hofft der Verein auf Hilfe durch ein Maturaprojekt oder Schulprojekt für die HAK oder das Gymnasium.

Krippenfahrt 2016: Pfarrkirche Lauffen und Neuper-Krippen in Krungl
bei Bad Mitterndorf
am 23. Jänner 2016

 
Gruppe im Vorraum des Neuper-Bauernhauses


Die Rauchkuchl im Neuper-Bauernhaus

Die Krippenfahrt 2016 führte die große Gruppe von 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst nach Lauffen. Auf dem Weg dorthin gab Obmann August Mayer eine kurze Einführung in die Krippentradition im Salzkammergut. OSR Per Patrick führte in Lauffen durch die Wallfahrtskirche „Maria im Schatten“ und erklärte auch die in dieser Kirche aufgestellte Heimatkrippe. Anschließend fuhr die Gruppe nach Bad Mitterndorf. Dr. Wimmer erklärte die wichtigen Ortschaften und Betriebe entlang der Strecke. In Krungl bei Bad Mitterndorf stand der Besuch der Krippensammlung Neuper auf dem Programm. Die große Gruppe musste geteilt werden: eine Gruppe stärkte sich zunächst im Gasthaus, die andere besichtigte die Sammlung im alten Bauernhaus. Anschließend wurde gewechselt. Die Krippensammlung der Familie Neuper ist eine Sammlung besonderer Art. Herr Herbert und Frau Annegret Neuper haben mehr als 30 Krippen zusammengetragen. Viele historische Krippen sind dabei, unter ihnen ist sogar eine barocke Kastenkrippe aus dem Jahre 1780. In der großen Ischler Landschaftskrippe aus dem Jahre 1860 sind rund 170 Figuren liebevoll aufgestellt. Ein Teil der Sammlung befindet sich im Vorhaus, der andere Teil in der originalen Rauchkuchl des Hauses mit vielen Gerätschaften. Da die Fahrt nach Pürgg aus Witterungsgründen mit dem großen Bus nicht möglich war, besichtigte die Gruppe noch die Krippe in der Pfarrkirche in Bad Mitterndorf.

 
Krippen aus der Neuper-Sammlung